Thomas
Ian Griffith:
"Ich liebe den Mythos
der Vampire. Er rührt an einem Tabu, denn es geht auch um die düsteren
Seiten der Sexualität. Das hat etwas Geheimnisvolles.- Hey, das ist ein John
Carpenter-Film, da geht mit Sicherheit die Post ab.."
"Man hört oft von berühmten Regisseuren, dass sie den ganzen Film schon im
Kopf haben, bevor die Kamera läuft. So macht es John [Carpenter]. Ich machte
meine Sache, er beobachtete das Ganze eine Zeit lang, dann stellte er
bestimmte Winkel und das Licht mit der Kameraführung ein; er ist kein Mann
vieler Worte, aber alles sitzt."
Thomas über die Szene, in der sich die Vampire aus dem Sand erheben:
"Ich bin ein wenig klaustrophobisch veranlagt, und so war das gar nicht so
einfach.(lacht) Es waren zwar nur 30 cm Sand, aber der war ganz schön
schwer."
"Es hört sich an wie ein Spaghetti Western. Nach dem Motto Gut und Böse und
einem großen Showdown am Ende. Aber es kam gut an, weil es mal was Anderes
war als man von Vampiren gewöhnt war--Schlösser, elegante Tafeln und
solche Sachen. Dies hier ist so schön dreckig und real. Ein mutiger Film."
"Santa Fe hat mir als Drehort sehr gefallen, New Mexiko ist ein
wunderschöner Platz. Etwas Geheimnisvolles liegt in der Landschaft, etwas,
das gut zum Film passt. Die Stimmung am Himmel, die Berge und die Wüste,
eigentlich passte alles wunderbar zusammen.""Vampire lassen die wenigsten kalt. Jeder fühlt sich
von ihnen irgendwie angezogen. Wahrscheinlich hängt das mit der Sexualität,
dem Verführerischen zusammen.""..und was Thomas Ian Griffith betrifft, er war auch
fantastisch. Wir kennen uns schon lange, weil wir zusammen trainiert
haben, und es war eine tolle Erfahrung, zu seinem Team von Bluttrinkern zu
gehören..." (Marjean Holden)
"..er ist ein großartiger Vampir. Einer der besten seit Christopher Lee."
(John Carpenter über Thomas anlässlich der enthusiastischen Reaktion des
Publikums beim Special Screening 1998)
(...) Einige Tage später: die Szene, in
dem sich die Crow-Männer in einem sehr authentisch aussehenden Modell-Motel,
das in den Garson Studios in Santa Fe, New Mexiko, nachgebaut wurde,
vergnügen: Griffith, ein alter Hase, was Actionfilme wie KULL, DER
EROBERER oder EXCESSIVE FORCE betrifft, erinnert sich an das
Gemetzel: "Wenn man das im Drehbuch liest, ist es komplett anders, als wenn
man dann spielt," meint er. "Kaum fängt man an, ist man schon
mitten drinnen gefangen. Einmal hielt ich inne und schaute mich um. 'Oh, my God.'
Überall war Blut und Massenvernichtung. Es war unbeschreiblich, obwohl ich
das ganze angerichtet hatte. Man denkt nicht daran, wenn man spielt.
Man muss eine Sekunde innehalten, um es zu realisieren. Es ist
wirklich ein Film für Hartgesottene, aber er hat Stil und ist äußerst cool."
Während das Crow-Team in diesem Motel arge Verluste hinnehmen muss, war es
auch kein Spaziergang für die Vampirdarsteller, die lebendig begraben
werden - für eine Szene, in der sich Valek und seine Ergebenen vor den
Verfolgern in einem trockenen Flussbett vergraben haben. "Ich war an
diesem Tag nicht unbedingt glücklich, das sage ich Ihnen," gibt Griffith
zu. "Ich bin etwas klaustrophobisch veranlagt, und sie sagten uns, wir
würden begraben werden. Wir waren nur etwa 30 cm unter der Erde, aber Sie haben
wahrscheinlich keine Ahnung, wie schwer eine 30 cm dicke Erdschicht ist.
Wenn man bis zum Hals zugedeckt ist, denkt man, man erstickt. Und dann
schütten sie auch noch das Gesicht zu und tüfteln an der Szene herum. bevor
wir uns wieder erheben dürfen Ich dachte mir, du bist Valek, lass dich nicht
unterkriegen, aber ich konnte kaum atmen, es war wirklich eine sehr bizarre
Situation."
"Gottseidank bin ich der Vampirmeister, und ich konnte als erster
aufstehen," fährt Griffith
fort. "Die anderen mussten noch warten. Als wir drehten, kam die
Meister-Szene zuerst, und dann die Großaufnahme von mir, wie ich aus der
Erde steige. Ich musste es nur einmal machen, also sah ich den anderen
zu, wie sie gefilmt wurden. Es war ein harter Tag, aber ich habe gehört, es
sähe sehr gut aus. Troy war auch nicht gerade glücklich; er war einer der
letzten, die aufstanden."
"Er [John Carpenter] ist ein
toller Regisseur," meint der Schauspieler. "Er redet nicht viel.
Wenn er am Set sagt: machen wir eine Probe, sieht er dir nur zu, was du
daraus machst. Das ist ein großartige Art zu drehen, weil du wirklich drauf los
spielen und verschiedene Dinge ausprobieren kannst . Auch wenn Valek
ein einmaliges Wesen in diesem Film ist und eine allgegenwärtige Figur,
musste ich doch an Kleinigkeiten arbeiten, was die Leute in den Bann zieht. John
ist ein sehr besonderer Regisseur. Er kennt seine Leute und ruft immer
selbst den letzten Shot. Er hat eine Menge Erfahrung, und das merkt man."
Griffith genoss auch die Arbeit mit der restlichen Vampir Gesellschaft. "James
ist ein genialer Schauspieler, und wir haben eine Menge miteinander zu tun",
erzählt er. "Wir hatten gute Einfälle, und er war sehr offen für alles. Er hörte mir genau zu, und wir hatten wirklich eine Menge Spaß.
Es waren durch die Bank alles hervorragende Leute. Maximillian Schell (als
Vatikans Kontaktperson zum Team Crow') war ein Ass, und auch Sheryl Lee war
wunderbar. Die haben wirklich ein wunderbares Team auf die Füße gestellt."
Für Griffith war das Thema
allein genug, um sich für den Film zu interessieren. "Ich fühle mich persönlich
zu dieser Art von Filmen hingezogen," sagt er. "Ich liebe dieses
Thema, und ich habe immer alles gemocht, was mit Vampiren zu tun hat. Als
ich gehört habe, dass dieser Film gedreht wird, dachte ich mir: oh ja, nehmt
doch mich! Es ist lustig, als Schauspieler dann etwas zu machen, was du
schon lange tun wolltest. Valek ist wirklich der ultimative Vampire, er ist
er erste überhaupt. Da war so viel Spielraum, den Valek zu verkörpern, weil
er definiert, was Vampire sind. Er kann alles machen, weil er der erste
ist."
"Bösewichte zu spielen, macht immer Spaß," fährt er fort. "Die
Charaktere, die ich in KULL und
VAMPIRES spiele, sind so verschieden. Es ist einmalig ist, diese
Charakter-Rollen zu bekommen. Als Schauspieler liebe ich die Abwechslung."
(Fangoria Magazine, 1998)

click to enlarge
*******************************************************************************************************************
Es war Sandy King, Carpenter's
Ehegattin, die Griffith castete.
"John und ich wussten, wir brauchten jemanden, der der nächste
Christopher Lee sein würde. Lee war ein unwiderstechlicher Vampir in den
60ern", meint King. "Wie Chris Lee
sieht Thomas hervorragend aus, aber er ist auch verführerisch. Es musste
immer etwas Verführerisches in der bösen Natur der Vampire dabei
sein."
Griffith bestätigt, dass er ein wenig nervös war, als er schließlich die
Rolle bekam, weil er seinen eigenen Weg finden musste, um Valek glaubhaft
darzustellen.
"Ich sah mir gerade eine Folge von PREDATORS am Discovery Channel an, als ich
eine Einstellung von einem Puma bemerkte, der sich an ein Wild heranpirschte,"
erzählt Griffith. "Ich sah an den Augen des Pumas, dass es ein
erfolgreicher Jagdzug würde, und ich konnte meine Augen nicht abwenden."
"So stellte ich mir vor, sollte Valek sein Publikum in den Bann ziehen."
The Calgary Sun,
Oct. 25, 1998

*******************************************************************************************************************
Wie viele Film-Vampire vor ihm hat Valek
was mit einer Frau. "Er zeigt uns einen interessanten Biss an [der
Schauspielerin] Sheryl Lee- und zwar unterhalb der Taille... viele Damen
im [Test] Publikum brachen in spontanen Applaus aus." erzählt
Carpenter und lacht.
Chicago Sun-Times,
Oct. 29, 1998

*******************************************************************************************************************
James Wood's Gegenspieler auf der Leinwand, Thomas Ian Griffith,
griff auf eine TV-Naturshow zurück, um Valek den letzten Schliff zu geben
und den ultimativen Untoten zu spielen. "Als Schauspieler hofft
man, irgendwo einen Ansatzpunkt zu finden, um den Filmcharakter
möglichst glaubwürdig darzustellen," bemerkt Griffith, "Ich musste
Valeks Stimme definieren, wie er sich bewegt und ihn so körperlich zum
Leben erwecken. Also sah ich eines Tages den Discovery
Channel an, wo eine Serie über Raubtiere lief; sie handelte von
Raubkatzen, die ihre Beute jagten- z.B. einem Panther, der hinter einem
Wildschwein her war. Das Reißen des Tieren war grauenvoll, aber es war
etwas Besonderes an diesem Panther, wie er sich an seine Beute
heranschlich, und ich sagte mir, so sollte das Valek auch machen, so
sollte er sich bewegen."
Aber keine TV-Show konnte Griffith dabei helfen, mit der grimmigen
Realität, lebendig begraben zu werden und aus der Erde aufzuerstehen,
fertig zu werden. "Es war ein Tag der Alptäume," erzählt Griffith. "Sie
begruben mich bis zum Hals- das Gewicht von 30 cm Erde ist
unbeschreiblich, man kann seinen Brustkorb nicht heben- Leute, ich
dachte, das schaffe ich nicht. Aber dann will man doch keine Ausnahme
machen, weil auch die anderen Vampire begraben wurden, und du sitzt
vielleicht bloß da, weil dann meine Szene eine weitere Stunde brauchte.
Sie stülpten kleine Kartons über unsere Gesichter, und die
Schachtelklappe bedeckte deinen Mund, und dann, in der Erde, hattest du
nur wenig Luft zum Atmen. Du hoffst, dass die Erde über dir nicht
einbricht. Dann, beim Aufsetzen, hörst du das Stichwort "Losgehen!",
murmelst "ok, ich versuch es", und du hast den Schmutz in den Augen und
sonst auch überall.
"Gottseidank drehte John meine Nahaufnahme und die
Meister-Szene zuerst, denn als ich hinter der Kamera stand und zusah,
wie sich das alles abpielte, (nur ein kleines rotes Fähnchen markierte
die Lage der Köpfe in der Erde), und als sie dann diese Fähnchen
entfernten, war nur Einöde, Berge und Himmel- ) sagte ich zu mir selber:
"Worauf habe ich mich da eingelassen? Wer macht denn so etwas
freiwillig?- Ich war an diesem Tag sehr verärgert, und das ist in dieser
Szene auch zu bemerken."
Bill DeLapp, Syracuse New Times: Film Review

*******************************************************************************************************************
Der große, athletische, attraktive
Meistervampir trug ein Outfit, in dem sonst nur Besucher in einem
"after-hour-Club" eintreffen würde.
Sexy gekleidete Männer, Frauen in dünnen Kleidern, die zusätzlich
Schwung in ihre Attacken-Szenen bringen. Thomas Ian Griffith's Valek trug einen
dunklen samtenen Mantel bis zum Knöchel, der seine imposante Gestalt von
1,96 m vortrefflich zur Geltung brachte.
"Südwest-Gotik, das ist die Szenerie des Filmes. Die "Würze" der
Vampire liegt im Europäischen Mittelalter zur Zeit der Kreuzzüge,"
erklärt Produzent King. "Sehen Sie sich die Architektur des
Südwestens an, sie geht zurück auf alte italienische Architektur. Sie
können den Einfluss italienischer und spanischer Kolonialzeit an den
Zäunen, Fenstern (Gewölben) etc. der Häuser sehen. Es sieht aus wie in
der Toskana. Es machte Spaß, hier Verbindungen mit dem Südwesten
herzustellen, weil man sich gut vorstellen kann, dass die alten Mönche
ein Kreuz hierher brachten und es versteckten. Die Verbindung zu Europa
ist glaubwürdig und auch dass die Vampire vom Alten Kontinent
herüberkamen, um hier die Plätze nach dem Kreuz zu durchforsten."
"Thomas bewegt sich wie ein Panther. Er strahlt eine Sexualität
aus, die das Grab überdauert." erklärt Produzent King. "Wir hatten
uns einen wirklich feschen Typen vorgestellt, der im Untergang noch
Charsima besaß. Ich saß gerade in meinem Büro, als ein Schatten den
Türrahmen erfüllte, von der Sonne Südkaliforniens erleuchtet. Wenn ich
beim Casting auf etwas achte, dann ist es, wie andere Leute auf jemanden
reagieren, und als Thomas durch die Tür kam, ging ein allgemeines "Whoa"
durch die Reihen, bei Männer und Frauen gleichermaßen. Frauen boten sich
an, mit ihm heim zu gehen, Männer sagten: 'God...’John Carpenters Vampire, Produktionsnotizen
Magazine-Index
