A nervous romance....


Woody Allen
's romantic comedy of the Me Decade follows the up and down relationship of two mismatched New York neurotics. Jewish comedy writer Alvy Singer (Allen) ponders the modern quest for love and his past romance with tightly-wound WASP singer Annie Hall (Diane Keaton, née Diane Hall). The twice-divorced Alvy knows that it's not easy to find a mate when the options include pretentious New York intellectuals and lifestyle-obsessed Rolling Stone writers, but la-di-dah-ing Annie seems different. Along the rocky road of their coupling, Allen/Alvy weigh in on such topics as endless therapy, movies vs. TV, the absurdity of dating rituals, anti-Semitism, drugs, and, in one of the best set pieces, repressed Midwestern WASP insanity vs. crazy Brooklyn Jewish boisterousness. Annie wants to move to Los Angeles to find that fame that finally does in the relationship -- but not before Alvy gets in a few digs at vacuous, mantra-fixated California. Originally entitled Anhedonia (the inability to enjoy oneself), Annie Hall blended the slapstick and fantasy from such earlier Allen films as Sleeper (1973) and Bananas (1971) with the more autobiographical musings of his stand-up and written comedy, using an array of such movie techniques as talking heads, splitscreens, and subtitles. Within these gleeful formal experiments and sight gags, Allen and co-writer Marshall Brickman skewered 1970s solipsism, reversing the happy marriage of opposites found in classic screwball comedies. Hailed as Allen's most mature and personal film, Annie Hall beat out Star Wars for Best Picture and also won Oscars for Allen as director and writer and for Keaton as Best Actress; audiences enthusiastically responded to Allen's take on contemporary love and turned Keaton's rumpled menswear into a fashion trend. ~ Lucia Bozzola, All Movie Guide

"Ich möchte nie einem CIan angehören, der Leute wie mich als Mitglieder aufnimmt", definiert Woody Allen alias AIvy Singer im Film "Der Stadtneurotiker` seine Einstellung zum Leben ‑ und zu den Frauen.
AIvy Singer lebt in New York und ist ein erfolgreicher Komiker. Jetzt ist er 40 und denkt über sein bisheriges Leben nach. Er erinnert sich an seine Jugend: Sein Vater hatte eine Schaustellerbude auf einem Rummelplatz. Die Singers hatten eine Wohnung, direkt neben der Achterbahn ...
Alvys Schulerlebnisse waren geprägt von der Einstellung, es nur mit doofen Mitschülern zu tun zu haben.
Seine erste Liebe, seine ersten Enttäuschungen ‑ alles läßt Aivy noch einmal Revue passieren ‑ bis er zur entscheidenden Erfahrung seines Lebens kommt: Annie Hall.
Er lernt sie auf dem Tennisplatz kennen. Man verliebt sich ineinander, versucht das Zusammenleben, das nicht zuletzt an zu verschiedenen Auffassungen von Sex Schaden nimmt.
Annie verläßt Alvy, der sich mit einer "Rolling Stones"‑Reporterin tröstet. Annie kommt zurück. Für kurze Zeit. Sie lernt einen Pop‑Star kennen, der ihre Ambitionen als Sängerin fördert. Sie zieht bald endgültig nach Kallfornien. AIvy will sie zurück nach New York holen. Sie will nicht. Er verarbeitet die Abfuhr hernach zu seinem ersten Broadway-Stück ...

 

 
 

                                                                             Bemerkungen:


Der Stadtneurotiker ist eine der wahrhaftigsten bittersüßen Romanzen, die jemals auf Zelluloid lebendig wurden. Woody Allen spielt eine kaum versteckte Version seiner selbst: Alvy Singer ist ein erfolgreicher -- wenn auch neurotischer -- Fernsehkomiker, der in New York lebt. Annie (die durch und durch brillante Diane Keaton) ist aus dem Mittleren Westen nach New York gezogen, beschäftigt sich mit Fotografie und singt in kleinen Clubs. Als beide sich treffen, springt der Funke sofort über -- auch wenn er zunächst unterdrückt wird. Als sie in Annies Apartment zum ersten Mal allein sind, navigieren Alvy und Annie durch das Minenfeld eines "Ist-diese-Person-jemand-mit-dem-ich-eine-Beziehung-anfangen-möchte?"-Gespräch. Während sie reden, blitzen in Untertiteln ihre unausgesprochenen Gedanken auf. Sätze wie "Ich bin nicht klug genug für ihn" und "Ich höre mich völlig bescheuert an." Trotz all ihrer Vorsicht kommen sie doch noch zusammen und wir werden von der Flut ihrer neuen Romanze weggespült.

Allens groteskes Einfühlungsvermögen erscheint in Der Stadtneurotiker in einer Folge von Rückblicken auf Alvys Kindheit, der im wahrsten Sinn des Wortes unter einer ratternden Achterbahn aufgewachsen ist. Sein lautstarker jüdischer Abendessentisch wird in einer Szene zusammen mit dem Feiertagstisch der Halls gezeigt, einer schmallippigen WASP-Familie (weißer angelsächsischer Protestant), an dem Alvy zum ersten Mal sitzt. Seine Position als Außenseiter ist unbestritten. Er schaut den Tisch entlang und ordnet Annies Großmutter als eine "klassische Judenhasserin" ein. Die Beziehung verschlechtert sich in dem Maß, in dem Annies wachsende Sehnsucht nach Unabhängigkeit zunimmt. Es wird schnell klar, dass beide sich auf unterschiedlichen Pfaden bewegen. Das, was sie zunächst beim anderen schön fanden, wird auf einmal unerträglich.

Viele Themen, die sich durch sein Werk ziehen, hat Allen hier erstmals in aller Breite entfaltet: Die Figur des neurosengeplagten Intellektuellen mit kreativem Beruf, das ewige Thema der gescheiterten Beziehungen, die dauernden Besuche bei Psychiatern, die Überlegenheit von New York gegenüber Los Angeles - all das wird immer wieder in Woody Allens Kosmos von Filmen auftauchen und auf die ein oder andere Art abgehandelt werden. Und auch abgesehen von der Bedeutung für Allens Werk ist der Film einfach großartig, weil er so pickepackepuckevoll ist mit Ideen.

Schon der Anfang ist ungewöhnlich: Vor neutralem Hintergrund spricht Alvy Singer, die Hauptfigur des Films, direkt in die Kamera, im Verlauf des Films wird er (und nicht nur er) sich auch öfter mal aus der Handlung heraus direkt an den Zuschauer wenden. Nach einigen einleitenden Worten kommt er gleich zur Sache: "Annie and I broke up." Es folgt die Geschichte der Liebe zwischen Alvy Singer und Annie Hall, von der der Zuschauer also schon von Anfang an weiß, dass sie nicht glücklich enden wird. Und diese Geschichte wird auch nicht chronologisch erzählt, sondern eher assoziativ: Von der Mitte der Beziehung springt der Film an ihren Anfang, zur Zeit davor und an ihr Ende, immer so, wie es sich vom Erzählfluss gerade ergibt.



Viele Szenen sind so originell, dass man sie so schnell nicht wieder vergisst: Wie etwa Alvy Singers Schulkameraden in der Klasse aufstehen und erzählen, was aus ihnen geworden ist ("I used to be a heroin addict. Now I'm a methadon addict."), wie Alvy Passanten auf der Straße um Rat in Liebesdingen bittet oder wie die Figuren des Films die Vergangenheit beobachten und kommentieren. Die beiden vielleicht großartigsten Szenen sind die, in der Alvy Singer in einer Warteschlange an der Kinokasse den Medientheoretiker Marshall McLuhan hervorzaubert, damit dieser einem nervigen Dummschwätzer in aller Deutlichkeit erklären kann, dass er von seinem (also McLuhans) Schaffen nicht die geringste Ahnung hat (woraufhin Alvy meint: "If life were only like that."), und eine herrliche Szene, in der Alvy und Annie sich kurz nach ihrem Kennenlernen unterhalten und Untertitel offenbaren, was die beiden gerade denken ("I wonder what she looks like naked.").

Ebenso wichtig wie die Figur des ewig neurosengeplagten Alvy Singer ist die Frau, mit der er die Beziehung führt, nämlich Annie Hall. Annie ist gleichzeitig auf gewisse Weise unkompliziert und höchst chaotisch, charmant, unkonventionell und äußerst attraktiv. Gespielt wird Annie von Diane Keaton, und zu behaupten, dass ihr die Rolle auf den Leib geschneidert wäre, ist eine ziemliche Untertreibung. Diane Keaton spielt sich hier weitgehend selbst, und das so großartig, dass sie für die Rolle einen Oscar bekam (Allen wurde für den Film mit gleich zwei Oscars ausgezeichnet, als Drehbuchautor und als Regisseur, und den Preis als Bester Film des Jahres gab's noch obendrein). Annie Hall ist völlig anders als Frauen in Liebesfilmen üblicherweise sind, und dadurch trägt sie viel dazu bei, dass der Film so besonders ist.

      


Außerdem hat Der Stadtneurotiker brilliante Dialoge, die man am liebsten allesamt zitieren würde; zwei Sätze aus dem Film werden dabei ganz besonders häufig zitiert, und weil sie eben so herrlich sind, kann ich es auch nicht lassen: Zum einen der schöne Satz über Intellektuelle: "They proof that you can be absolutely brilliant and have no clue what's going on." Zum anderen: "Don't knock masturbation, it's sex with someone I love."

Zum Abschluss sei noch kurz erwähnt, dass mit dem Stadtneurotiker auch einige große Schauspielerkarrieren gestartet sind. Allen voran wäre da die von Christopher Walken (im Abspann fälschlich als Christopher Wlaken bezeichnet), der Annies jüngeren Bruder spielt und in einer Szene so komplett durchgeknallt sein darf, dass er damit vieles von dem, was in seiner Karriere folgte, in den Schatten stellt. Außerdem ist Jeff Goldblum kurz zu sehen als Partygast, der sein Mantra vergessen hat, weiters Paul Simon (Tony Lacey), Shelley Duvall (Pam), Jeff Goldblum (Partygast), Truman Capote (als Truman Capotes Doppelgänger!)

 


 

http://www.filmsite.org/anni.html
Soundfiles
Trailer

Duane: Can I confess something? I tell you this as an artist, I think you'll understand. Sometimes when I'm driving... on the road at night... I see two headlights coming toward me. Fast. I have this sudden impulse to turn the wheel quickly, head-on into the oncoming car. I can anticipate the explosion. The sound of shattering glass. The... flames rising out of the flowing gasoline.

Alvy Singer: Right. Well, I have to - I have to go now, Duane, because I, I'm due back on the planet Earth.
 

 

For star-spotters, there is an early creepy performance from Christopher Walken as Annie's brother. Viewers can catch a quick glimpse of a young Sigourney Weaver and Jeff Goldblum. Singer/songwriter Paul Simon also appears in his first acting role, and Truman Capote as Truman Capotes double...
Woody Allen (Alvy Singer), Diane Keaton (Annie Hall), Christopher Walken (Duane Hall), Sigourney Weaver (Alvys Date), Paul Simon (Tony Lacey), Shelley Duvall (Pam), Jeff Goldblum (Partygast), Truman Capote.

Annie Hall is one of the truest, most bittersweet romances on film. In it, Allen plays a thinly disguised version of himself: Alvy Singer, a successful--if neurotic--television comedian living in Manhattan. Annie (the wholesomely luminous Dianne Keaton) is a Midwestern transplant who dabbles in photography and sings in small clubs. When the two meet, the sparks are immediate--if repressed. Alone in her apartment for the first time, Alvy and Annie navigate a minefield of self-conscious "is-this-person-someone-I'd-want-to-get-involved-with" conversation. As they speak, subtitles flash their unspoken thoughts: the likes of "I'm not smart enough for him" and "I sound like a jerk." Despite all their caution, they connect, and we're swept up in the flush of their new romance. Allen's antic sensibility shines here in a series of flashbacks to Alvy's childhood, growing up, quite literally, under a rumbling roller coaster. His boisterous Jewish family's dinner table shares a split screen with the WASP-y Hall's tight-lipped holiday table, one Alvy has joined for the first time. His position as outsider is uncontestable; he looks down the table and sizes up Annie's Grammy Hall as a classic Jew-hater.
The relationship arcs, as does Annie's growing desire for independence. It quickly becomes clear that the two are on separate tracks, as what was once endearing becomes annoying. Annie Hall embraces Allen's central themes--his love affair with New York (and hatred of Los Angeles), how impossible relationships are, and his fear of death. But their balance is just right, the chemistry between Allen's worry-wart Alvy and Keaton's gangly, loopy Annie is one of the screen's best pairings. It couldn't be more engaging.
http://woodyallenmovies.com/movies/anniehall.php

 



 

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