In this first sequel to 1989's Batman, the
Caped Crusader (Michael Keaton) is up against the Penguin (Danny DeVito),
the hideously deformed scion of a wealthy Gotham City family. The Penguin
plots with evil businessman Max Schreck (Christopher Walken) to become mayor
and then turn Gotham into a cathedral of crime. Upon overhearing these
plans, Schreck's mousy secretary Selena Kyle (Michelle Pfeiffer) is tossed
from a high-rise window by her boss. Rescued by a covey of kittens, Selena
transforms into the leather-clad Catwoman. In this guise, she teams with the
Penguin and Schreck to divvy up their ill-gotten gains and help discredit
Batman-but she also has her own scores to settle. Paul "Pee-Wee Herman"
Reubens, Vincent Schiavelli and Jan Hooks play significant bits, while Pat
Hingle and Michael Gough make returns as, respectively, Commissioner Gordon
and Alfred the Butler. ~ Hal Erickson, All Movie Guide
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batmanreturns (english)
Trailer
"Selina begins"(Videoclip)
PLAYBOY 1997:
Did you really ask Batman Returns director Tim Burton for cuff
links (Manschettenknöpfen) made out of human molars (menschlichen
Backenzähnen)?
WALKEN::
I didn't ask, but it's an example of what a really good director he is.
At the beginning of the shoot I was standing with him, waiting for them
to light the set, and I said that in The Great Gatsby, Gatsby and
Nick Carraway are having lunch with the gangster Meyer Wolfsheim, and
Nick notices that Wolfsheim is wearing cuff links made out of human
molars. Burton calls over his assistant and says, "Get him cuff links
made out of human molars." Within half an hour the guy comes back with
them, and I wore them throughout the movie. It's something the audience
wouldn't know, but Burton knew it would be good for me to have them.



Gotham City zur Weihnachtszeit: Die Bürgermeisterwahl
steht bevor und eine Reihe von Verbrechen erschüttert die Metropole. Der
missgebildete Oswald Copplepot (Danny DeVito) erregt großes Aufsehen, aber
ebenso das Mitleid der Bürger, da er als Waisenkind 33 Jahre seines Lebens
in der Kanalisation lebte. Gemeinsam mit dem Konzernchef Max Shreck
(Christopher Walken) arbeitet er an seinem politischen Aufstieg, doch die
kriminellen Machenschaften rufen den Hüter von Recht und Ordnung auf den
Plan – Batman (Michael Keaton). Dieser muss sich jedoch auch noch mit
Catwoman (Michelle Pfeiffer), der ehemaligen Sekretärin Shrecks
herumschlagen.
Für Regisseur Tim Burton schien das Thema um den Flattermann in
Gotham City weitestgehend beendet, seine Erfahrungen mit dem
Multimillionen-Projekt waren enttäuschend, konnte er die intendierte
Komplexität und Vielschichtigkeit einer eher simplen, schematischen
Gut-Böse-Geschichte zuliebe nicht in der Form umsetzen, wie er es sich
erhoffte. Die Nachbearbeitung von "Batman" missfiel Burton, Warners
Ziel, einen massentauglichen modernen Actionfilm an den Start zu bringen,
vertrug sich kaum mit der düsteren, apokalyptischen Vision des Regisseurs.
Die weltweiten Einspielergebnisse von rund 415 Millionen US-Dollar allein
durch die Kinoauswertung beruhigten zwar die Gemüter des Studios, doch für
Burton war der Film nichts weiter als der Aufstieg in die A-Liga
Hollywoods, eine Art Kompromiss, um finanziell abgesichert, aber
künstlerisch dennoch eigenständig – zumindest künftig – arbeiten zu können.
Nach "Edward Scissorhands" wandte sich Warner rund zwei Jahre später erneut
an Burton, der nun auch die Fortsetzung des Blockbusters inszenieren
sollte, jedoch nur dann Interesse an dem Projekt zeigte, wenn er auch die
uneingeschränkte künstlerische Freiheit bekäme. Für ein 80 Millionen
US-Dollar-Budget setzte Burton seine ursprüngliche Vision um –
"Batman Returns" ist kein Sequel, sondern ein eigenständiger Film, der
zu seinem offiziellen Vorgänger nur noch eine periphere Verwandtschaft
pflegt. Sein grotesker Nihilismus, seine für das Genre des Comicfilms
bahnbrechende Komplexität und die völlige Individualität der Burtonschen
Handschrift stehen in einem filmgeschichtlich singulären Kontrast zur
Vermarktung, Intention und Erwartungshaltung von Studio und Publikum, als
Impertinenz selbst gegenüber den Fans der Vorlage. Der schwarzweißen Welt
eines Comics setzt Burton dualistische Figuren gegenüber, dichtet
neue Charaktere und Zusammenhänge und bürstet jegliche Motive und Symbole
konsequent gegen den Strich. Von Kritik und Publikum bis heute schwer
unterschätzt, gilt der Film als mutigste und mit Abstand beste
Comic-Adaption.

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Der maßgebliche Grund, warum Burton sich ein weiteres Mal dem Stoff
zuwenden wollte, lag bei den (vermeintlichen) Bösewichten, die in "Batman
Returns" ihren ersten Leinwandauftritt absolvieren würden: Catwoman und
der Pinguin, zwei Charaktere, die er aus der schablonenhaften Bösartigkeit
der Vorlage in ambivalente Kreaturen überführen und sie der (im Comic nicht
existenten) Figur eines korrupten Konzernchefs namens Max Shreck und dem
Titel gebenden Rächer der Nacht gegenüberstellen sollte. Es sind die
Strukturen dieses Quartetts, die den Regisseur interessieren, das
Seelenleben dieser Schöpfer und Geschöpfe, ihre inneren und äußeren
Konflikte. Der Titelheld Batman ist dabei weitaus weniger präsent als seine
Gegenspieler, ohne eine nicht ähnlich vielschichtige Zeichnung zu erfahren:
Er ist der wortkarge, innerlich zerrissene Mann, der sich bewusst isoliert
und zurückhält, dessen Gegenwart jedoch immer spürbar scheint. So kann sich
Burton völlig der figuralen Erzählung seiner neuen Monster und
Maskenträger zuwenden.

Dabei verwischen die Grenzen zwischen Gut und Böse bis zu ihrer
letztendlichen Auflösung, anders als in "Batman" sind die Figuren
nicht mehr problemlos identifizierbar, keine lediglich grob umrissenen
Objekte, die streng genommen nur die Actiondramaturgie ausfüllen müssen. Die
physische Gewalt in "Batman Returns", die überladene und mitunter
ebenso spektakuläre Anordnung von Effekten wie im Vorgänger besitzt jedoch
einen doppelten Boden: Sie ist Ausdruck all der internen Konflikte, die sich
nach außen hin transformieren. Deshalb erscheint auch der Musikeinsatz
Danny Elfmans unter anderen Vorzeichen: In den rund zwei Stunden des
Films ertönt sie über 90 Minuten Laufzeit, ohne jemals die Funktion einer
Hintergrundmusik einzunehmen, und gehört zu den wichtigsten Ausdrucksmitteln
Burtons, da allen Figuren eigene musikalische Themen zugeordnet
werden.
Anders als im ersten Film, wo zwischen der cartoonhaften Betonung aller
Bewegungen, der verdoppelnden Physik über die Musik, und der versucht
realistischen, Illusion stiftenden Aufgabe, Actionfilme zu vertonen, ein
starker Widerspruch bestand, der letztlich dazu führte, dass die Arbeit an
"Batman" für Elfman eine Enttäuschung wurde, steht die
Fortsetzung ganz deutlich im Zeichen einer Burton-Welt, in der
Skizzen und Bilder zum Leben erwacht scheinen. Der non-realistische,
spätromantische Stil des Komponisten ergänzt sich nun lückenlos mit der
artifiziellen Welt in "Batman Returns". Die Theatralik des
Mickey-Mousing – die Musik wirkt, als müsse sie den Bildern zu ihrem
endgültigen Ausdruck verhelfen (Actionszenen werden bsp. mit krachenden
Cymbals versehen) – steht nicht mehr in Konkurrenz mit lautstarken
Toneffekten, die eine realistische, moderne Actionatmosphäre vermitteln
sollen. Der Score erscheint als unabdingbare Betonung des Geschehens, womit
der Film ganz in der Tradition des klassischen Hollywood steht, an die
Elfman getreu der Vorbilder Max Steiner und Erich Wolfgang
Korngold anknüpft.

Gleichsam harmonisiert auch der visuelle Stil des Films besser mit diesen
Komponenten. "Batman Returns" verzeichnet nicht eine einzige Szene
bei Tageslicht. Dem formalistischen Ambiente des ersten Teils stehen nunmehr
strenge, simplifizierte Bauten und Entwürfe gegenüber, in denen sich
Elemente des Kubismus’ mit denen des Expressionismus’ vereinen. Die mal
popkulturell bunte, oft jedoch tiefdüstere, bedrohliche und auch an
faschistische Architektur erinnernde Ausstattung entspricht immer den
persönlichen Eigenschaften der Figuren, wird jedoch auch durchbrochen von
konträren Symbolen wie dem quietschgelben Entlein in Pinguins düsterem
Reich. Burton hat in diesem Zusammenhang eine morbide Freude daran,
kindliche und weihnachtliche Motive, Symbole der Liebe, Hoffnung und
Nächstenliebe ihrem Zweck zu entfremden, wenn prachtvolle Geschenke zu
tödlichen Fallen mutieren, aus denen zombieartige Motorradfahrer springen,
dem christlichen Weihnachtsbaum Scharen von Fledermäuse entfliehen oder an
jeder Ecke skurrile Clownsmasken und schrille, verzerrte Fratzen lauern.


Die Einheit von Form und Inhalt ermöglicht es Burton, seinen Figuren
genau den Raum zu geben, in dem sie ihren Kampf um die eigene Identität und
den Verlust eben derer führen. Durch die narrativen Stränge werden dabei
zwei Duette entworfen – Max Shreck/Pingiun und Batman/Catwoman bzw. Bruce
Wayne/Selina Kyle – durch die die Analogien innerhalb des bereits erwähnten
Quartetts feiner herausgearbeitet werden können, da sie auch alle in einem
Zusammenhang stehen. Die Handlung um Shreck und Oswald Copplepot alias
Pinguin, bei der der kapitalistische Mogul den bemüht zivilisierten Waisen
zum Amt des Bürgermeisters verhelfen will, offenbart in subtil entwickelter
und gleichzeitig überdeutlicher, ausdrucksstarker Mimik und Gestik die
eigentliche Belegung der menschlichen und monströsen Figuren. Der Gegensatz
von Ober- und Unterschicht – ein wohlhabender Großindustrieller missbraucht
einen hablosen Wilden aus den Tiefen der Kanalisation – entlarvt Copplepot
trotz seiner schurkischen Verhaltensweisen als tragische Kreatur, als Despot
mit menschlichen Eigenschaften und dem Wunsch nach Normalität, während
Shreck – ein "echter" Mensch – als das eigentliche Monster erscheint, als
gefühllose Bestie, die ihre Macht in Gotham City missbraucht, indem sie sich
hinter einer bürgerlichen Maske versteckt.
Demgegenüber fokussiert der Film das Verhältnis zwischen Batman und Catwoman
bzw. Wayne und Kyle, beide Menschen, die ihr Leben jedoch auf
unterschiedliche Weise längst verloren haben. Der Millionärssohn Wayne hat
den brutalen Tod seiner Eltern in einer dunkeln Seitengasse nie vergessen
können, der Vorfall verhinderte eine normale Entwicklung, entriss den Jungen
aus dem wohl behüteten Leben, das er bis dato führte. Seine tragische
Scheinexistenz im gigantischen Anwesen am Rande der Stadt, wo er still und
in sich gekehrt verweilt, nur auf das Leuchtsignal wartend verharrt, ist
Ausdruck einer Körperlosigkeit, einer gesellschaftlichen Unzugehörigkeit.
Wayne besitzt kein intaktes Sozialleben, keine in seinen Rängen
selbstverständliche Kultiviertheit (als sein väterliche Butler Alfred ihm
das Dinner serviert, ist er verwundert über die kalte Suppe, woraufhin
dieser ihm entgegnet, dass Vichysoße immer kühl zubereitet werde). Wie eine
ruheloser Ausgestoßener (eine der zentralen Verbindungen zwischen den
"Kreaturen" Batman, Catwoman und dem Pinguin) fährt er des Nachts durch die
Straßen Gotham Citys und schaut in fremde Fenster. Burton charakterisiert
diese Figur in meisterlich feinen Zügen.



Kyle, die verspottete Sekretärin Shrecks, durchfährt ihre Verwandlung in
Catwoman, nachdem ihr Chef sie aus dem Fenster eines mehrstöckigen Komplexes
wirft. Es sind die Menschen in "Batman Returns" – oder besser: die
Monster des Alltags – die sie alle zu Kreaturen machen: Waynes Eltern werden
von (zunächst) gewöhnlichen Straßengangstern ermordet (die spätere
Entwicklung des Täters außen vor gelassen), Copplepots Eltern verstoßen ihr
missgebildetes Kind und Shreck tötet seine Angestellte Kyle – Batman, der
Pinguin und Catwoman sind die Opfer einer inhumanen, wertelosen Welt. Und
wie das bisherige Leben ausgelöscht wird, das bebildert Burton am
Beispiel von Selina Kyle besonders deutlich. Die identische Szenenabfolge
ihrer abendlichen Heimkehr ins Appartement zeigt den Gegensatz von Kyle und
Catwoman, ihre Verwandlung ist mit radikalem, psychedelischem Wahnsinn
inszeniert und erhält durch das brillante Spiel Michelle Pfeiffers
eine operettenhafte Dimension. Die Zerstörung des alten Lebens bedeutet die
totale Katharsis, das Puppenhaus wird schwarz übergesprüht, alles
zerschlagen und zerkratzt, rosa Töne weichen schwarzem S/M-Look. Die
Neonreklame im Wohnzimmer ist das deutlichste Symbol: Aus "Hello there"
wird "Hell here" – die Katze ist geboren.
n einer beklemmenden, vielleicht sogar der eindrucksvollsten Szene, die
Burton je inszeniert hat, kulminiert der Widerspruch zwischen verlorener
und neu gewonnener Identität, der Flucht hinter die Maske und dem Wunsch, in
der Gesellschaft bestehen zu können. Auf einem Maskenball, bei dem Wayne und
Kyle als die einzigen Unmaskierten erscheinen, kommt es ironischerweise zur
Demaskierung der beiden. Inmitten der kostümierten Gäste verlieren sie ihre
Masken, ihre Gesichter, ausgerechnet dann, wenn sie sie nicht tragen (eine
zweite visuelle Enttarnung erfolgt im Finale, das von dogmatischen Fans der
Comic-Vorlage ungeachtet der doppelbödigen Notwendigkeit als Verrat
empfunden wurde). Diese Schlüsselszene bringt die große Tragik dieser
Geschöpfe auf einen Nenner, in so dichtem, so unverhülltem Fokus begegnen
sich Wayne/Batman und Kyle/Catwoman als die identitätslosen Menschen, die
das Leben in seiner absurden Brutalität nur hinter Masken ertragen können.
Als Menschen, die in die Rollen der Monster schlüpfen, um nicht am Schrecken
dieser Welt zugrunde zu gehen, und die die eigene Persönlichkeit so weit
verleumden, dass sie Gefahr laufen, nicht mehr zu wissen, wer sie selbst
eigentlich sind. Auf Basis einer groben Fantasyvorlage formuliert Tim
Burton die Essenz seiner Filme über das Anderssein, über Außenseiter und
Verlierer, Ausgestoßene und Randerscheinungen - in einem Genremeisterwerk,
das seinesgleichen sucht. (Rajko Burchardt)
“…she tries to blackmail me, I’ll drop her out of a higher
window.” – Max Shreck