Neil Simon continues the semi-autobiographical adventures of young Eugene Jerome in this witty comedy, as Eugene (Matthew Broderick) finds boot camp life in 1942 Alabama full of unexpected hardships and pleasures.



In the second of Neil Simon's semiautobiographical trilogy, BILOXI BLUES, 1985 (with BRIGHTON BEACH MEMOIRS, 1983 and BROADWAY BOUND, 1986), Matthew Broderick plays Simon's alter ego, Eugene Jerome. This time Eugene is in army basic training during World War II, and his general dissatisfaction with military life is exacerbated by his sadistic drill sergeant, Toomey (performed with comic perfection by Christopher Walken). Eugene has three goals--to get out of the army alive, to lose his virginity, and to fall in love. In funny, poignant lessons, Eugene learns about friendship from his fellow soldiers, about sex from a down-home, no-nonsense prostitute, and about love from a local girl he meets at a dance. The strong supporting cast includes Park Overall as the prostitute and Penelope Ann Miller as Daisy, Eugene's first love. Broderick's deadpan delivery of his smart-aleck observations gives Mike Nichols's film many of its funniest moments. (allmovieportal)


Inhalt:
Frühjahr 1945: Biloxi in Mississippi. Jung und fröhlich, ein bunt zusammengewürfelter Haufen Rekruten- darunter der junge Schriftsteller Eugene Jerome- kommt in das Trainingslager der US-Army, um die Grundausbilung für spätere Einsätze in Europa und Japan zu absolvieren. Das ist kein Zuckerschlecken mit diesem Vorgesetzten. Disziplin um jeden Preis ist die Parole von Sergeant Toomey. Das Essen des unappetitlichen Kantinenmenüs kostet allgemein Überwindung, ist aber erst der Anfang der Schikanen, Sergeant Toomey hat noch einige Extravaganzen parat. Seine gnadenlose Härte und sein Sarkasmus machen ihn nicht gerade beliebt, flößen dem ungehobelten Jungvolk aber Respekt ein. Kaum seinem messerschaften Blick entronnen, suchen die Jungen ein Ventil für ihre Energie, ihre Ambitionen und Aggressionen. Eugene ist bewusster Beobachter der Szenerie, das Tagebuch sein Zeuge. Ein Spiel, in dem jeder gesteht, war er tun würde, wenn er nur noch eine Woche zu leben hätte, gibt Einblick in die verschiedenen Charaktere. Gierig sammelt Jerome Eindrücke als Material für seine Aufzeichnungen.
Besonders Arnold, der intellektuelle Sonderling, fasziniert ihn. Als ein Diebstahl die Gemüter erhitzt, und der Sergeant den Schuldigen zum Geständnis auffordert, tritt Arnold vor. Nicht, weil er es war, sondern weil er die Taktik durchschaut. Toomey selbst nahm das Geld, um den Jungen ihre Nachlässigkeit zu demonstrieren. Arnold findet solche Spitzfindigkeiten würdelos. Doch der Sgt. hat ein gutes Argument: Härte als Überlebensstrategie in der Kriegsrealität.
Immer wieder durchbrechen Ereignisse den Ausbildungslltag. Eugene erhält seine erste Lektion in Sachen Liebe; dann findet sich Eugene im Zimmer des Sergeants mit dessen Pistole an der Schläfe wieder. Toomey, total betrunken, hat gerade von seiner Versetzung in ein Veteranenhospital erfahren. Ausgerechnet er, der  Muster-Sergeant, muss seine Karriere als aktiver Soldat verfrüht beenden. Er fühlt sich abgeschoben. Eugene, in seinen Augen ein Weichling, ist das Opfer seiner Wut. In dieser Sekunde ist er unberechenbar, außer Kontrolle, und Eugene ist ihm völlig ausgeliefert. Toomey schlägt ihm ein sonderbares Spiel vor, und Eugene, der seine Chance erkennt, lässt sich darauf ein. Es gelingt ihm, Toomey zu entwaffnen; da springt die Tür auf: die gesamte Truppe hat mit angehaltenem Atem der Szene gelauscht. Immerhin, es ist Toomeys letzte Vorstellung. Als er weg ist, da vermissen sie ihn tatsächlich, den unverbesserlichen Exzentriker.

Neil Simon zu seinen Hauptpersonen:
"Matthew Broderick gilt als eines der heißesten Nachwuchstalente der amerikanischen Schauspielerzunft. Neben seiner mehrfach preisgekrönten Bühnenarbeit ist er einem breiten Publikum durch seine Rollen in Ferris macht blau, War Games oder Project C bekannt geworden. Nach dem Kuckucksei schwimmt er sich jetzt mit Biloxi Blues von diesem Teenie-Image frei. Ein starkes Milchgesicht mit Charakter.."

"Seargent Toomey- Christopher Walken, seit The Deerhunter, Heavens Gate oder Milagro auch international bekannt, spielt den exzentrischen, auf merkwürdige Weise autoritären Spieß, der sine jungen Rekruten schindet und der mit dem der Army eigenen Wahnsinn vertraut ist. 'Der besondere Nutzen der Disziplin liegt darin, dass sie für uns den Krieg gewinnt'. Eugene sieht das etwas anders: 'Ungeachtet dessen, für wie geistesgestört ich Sgt. Toomey halte, geht er jeden Tag noch etwas weiter. Gestern hat er, als alle dabei waren, Epstein den oberen Teil seines Kopfes abschrauben und sein Gehirn herausnehmen lassen.'
 

Neil Simon zu Biloxi Blues:
"Ich hatte nie vor, ein Fortsetzungsstück zu schreiben. Aber die Brighton Beach Memoirs waren so erfolgreich, dass ich ermutigt war, den nächsten wichtigen Schritt in meiner Jugend zu beschreiben: meine Berufung zur Army- der Biloxi Blues. In der Erinnerung bin ich zurück gegangen an jene Plätze und Gedanken, die ich im Alter von 18 bis 19 Jahren hatte. Ähnlich wie Eugene hasste ich die Army, und gleichzeitig profitierte ich von ihr. Ich kam aus einer disziplinierten Familie und lernte dennoch Etliches bei der Army hinzu. Was ich dabei immer hasste, war etwas, was ich als Dummheit bezeichnen möchte. Daher kommt der Charakter Epsteins, in gewissen Sinne das Alter Ego zu Eugene hinzu. Eugene ist in zwei Hälften geteilt: der aufsässige Verweigerer und der Konformist. Nicht dass ich es etwa so geplant hätte, es fiel mir nur hinterher auf, dass Epstein in gewisser Weise die andere Seite von Eugene ist.

Es ist das erste Mal, dass ich mit Mike Nichols als Regisseur zusammenarbeite. Die Theaterstücke, die er inszenierte, wollte er nicht als Film realisieren: "Das habe ich schon gemacht, da kann ich nichts mehr entdecken," sagte er. Biloxi Blues hatte er nie inszeniert. Es war ohnehin schon wie ein Film geschrieben. Mit 14 verschiedenen Szenen in unterschiedlichen Sets.  Wir machten an den Drehorten noch zwei Wochen lang Proben. Dann bin ich abgereist. Ich hatte genügend Vertrauen zu Mike, dass ich wusste, es würde nichts schief gehen."

Orte und Zeiten:
Das heutige Biloxi ist ein modernes Städtchen geworden. Das damalige Ausbildungscamp ist völlig verändert. Erst in Fort Chaffee in Arkansas fanden Mike Nichols und der Ausstatter Paul Sylbert eine ähnliche Bausubstanz wie im damaligen Biloxi. Der wichtgste Teil des Kasernengebäudes  wurde in ein komplettes Ministudion verwandelt, eine Latrine und Rowenas Wohnung zusätzlich eingebaut. Die Army-Räume wurden mit authentischen Propaganda-Plakaten dekoriert, in Rowenas Wohnung ein dunkles Rockwell-Muster tapeziert, damit die jungen Männer besonders blass und unschuldig wirkten.
Die alte erhaltene Hauptstraße von Van Buren wurde mit Hilfe einiger Geschäftsstaffeln, 45 Oldtimern und ca. 150 verschiedenen Requisiten in das alte Biloxi verwandelt. Statisten wurden in Army-Angehörige und Zivilisten verwandelt- alle mit sauberem Haarschnitt und im Stil der Zeit. Die Kostüme fand Ann Roth in Pennsylvania, Bucks Country und New York.


"Gentlemen, I am Sgt. Merwyn J. Toomey, and I'm in charge of this platoon. ... [I] served 14 months in a North African campaign, where 73% of my comrades are buried, having donated a small portion of my brains to this conflict — the other portion being protected by a heavy steel plate in my head. Now, I'd like you to answer when your name is called. The correct answer is ‘ho!' Not ‘yes,' not ‘right,' not ‘here,' not ‘sir,' or any other unacceptable form of ­ reply except the aforementioned ‘ho!' Am I understood?"


 

"No, son.  You’ve got a problem because you don’t know Army terminology.   The place where a US soldier goes to defecate, relieve himself, open his bowel, shit, fart, dump, crap, and unload, is called the latrine.  The la-trine, from the French."



 Toomey: Epstein, Arnold B.
Arnold Epstein: Ho, ho!
Toomey: Are there two Arnold Epsteins in this company?
Arnold Epstein: No, sergeant.
Toomey: But I heard more than one Ho.
Arnold Epstein: Yes, sergeant.
Toomey: Epstein, Arnold B.
Arnold Epstein: Ho!
Toomey: One more time.
Arnold Epstein: Ho!
Toomey: Do I make myself clear, Epstein?
Arnold Epstein: Ho!
Toomey: Do I make myself clear, Jerome?
Jerome: Ho, yes!
Toomey: Ho what?
Jerome: Ho nothing!
Toomey: Are you having trouble understanding me, Jerome?
Jerome: Ho no. I mean, no ho, sergent. Just plain ho.

Listen! (HO!)
"You would need three promotions to get to be an asshole." (Toomey)
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In die Memoiren schrieb Eugene, was alles übrig blieb von dem:
"Wir sahen Toomey nie mehr wieder, und wer dann kam, der war ein lieber,
sehr logisch denkender Soldat- doch merkte man, was man da hat
verloren an dem ollen Typen-, wie sehr wir Toomey doch vermissten,
Man sollte niemals unterschätzen den Reiz des leichten Hirnverletzten..."
 

("One should never underestimate the stimulation
of eccentricity and, as such, the man himself.")

Cast as Toomey, Christopher Walken wobbles precariously between madness and stability, like a grenade without its pin. He's an intriguing choice, a DI who seldom raises his voice, a welcome change from the "your-mother-wore-combat-boots" type. Except for Epstein and the racist Polish guy who eats like a goat, the other boys blend into a khaki mush. There's also a memorable performance by Park Overall, who reprises her stage role of the earthy, whiskey-voiced prostitute who teaches Eugene a thing or two. washingtonpost

 

     

 


 

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