In the second of Neil Simon's semiautobiographical trilogy,
BILOXI BLUES, 1985 (with BRIGHTON
BEACH MEMOIRS, 1983 and BROADWAY BOUND, 1986), Matthew Broderick plays Simon's alter
ego, Eugene Jerome. This time Eugene is in army basic training during World
War II, and his general dissatisfaction with military life is exacerbated by
his sadistic drill sergeant, Toomey (performed with comic perfection by
Christopher Walken). Eugene has three goals--to get out of the army alive,
to lose his virginity, and to fall in love. In funny, poignant lessons,
Eugene learns about friendship from his fellow soldiers, about sex from a
down-home, no-nonsense prostitute, and about love from a local girl he meets
at a dance. The strong supporting cast includes Park Overall as the
prostitute and Penelope Ann Miller as Daisy, Eugene's first love.
Broderick's deadpan delivery of his smart-aleck observations gives Mike
Nichols's film many of its funniest moments.
(allmovieportal)
Inhalt:
Frühjahr
1945: Biloxi in Mississippi. Jung und fröhlich, ein bunt zusammengewürfelter
Haufen Rekruten- darunter der junge Schriftsteller Eugene Jerome- kommt in
das Trainingslager der US-Army, um die Grundausbilung für spätere Einsätze
in Europa und Japan zu absolvieren. Das ist kein Zuckerschlecken mit diesem
Vorgesetzten. Disziplin um jeden Preis ist die Parole von Sergeant Toomey.
Das Essen des unappetitlichen Kantinenmenüs kostet allgemein Überwindung,
ist aber erst der Anfang der Schikanen, Sergeant Toomey hat noch einige
Extravaganzen parat. Seine gnadenlose Härte und sein Sarkasmus machen ihn
nicht gerade beliebt, flößen dem ungehobelten Jungvolk aber Respekt ein.
Kaum seinem messerschaften Blick entronnen, suchen die Jungen ein Ventil für
ihre Energie, ihre Ambitionen und Aggressionen. Eugene ist bewusster
Beobachter der Szenerie, das Tagebuch sein Zeuge. Ein Spiel, in dem jeder
gesteht, war er tun würde, wenn er nur noch eine Woche zu leben hätte, gibt
Einblick in die verschiedenen Charaktere. Gierig sammelt Jerome Eindrücke
als Material für seine Aufzeichnungen.
Besonders Arnold, der intellektuelle Sonderling, fasziniert ihn. Als ein
Diebstahl die Gemüter erhitzt, und der Sergeant den Schuldigen zum
Geständnis auffordert, tritt Arnold vor. Nicht, weil er es war, sondern weil
er die Taktik durchschaut. Toomey selbst nahm das Geld, um den Jungen ihre
Nachlässigkeit zu demonstrieren. Arnold findet solche Spitzfindigkeiten
würdelos. Doch der Sgt. hat ein gutes Argument: Härte als
Überlebensstrategie in der Kriegsrealität.
Immer wieder durchbrechen Ereignisse den Ausbildungslltag. Eugene erhält
seine erste Lektion in Sachen Liebe; dann findet sich Eugene im Zimmer des
Sergeants mit dessen Pistole an der Schläfe wieder. Toomey, total betrunken,
hat gerade von seiner Versetzung in ein Veteranenhospital erfahren.
Ausgerechnet er, der Muster-Sergeant, muss seine Karriere als aktiver
Soldat verfrüht beenden. Er fühlt sich abgeschoben. Eugene, in seinen Augen
ein Weichling, ist das Opfer seiner Wut. In dieser Sekunde ist er
unberechenbar, außer Kontrolle, und Eugene ist ihm völlig ausgeliefert.
Toomey schlägt ihm ein sonderbares Spiel vor, und Eugene, der seine Chance
erkennt, lässt sich darauf ein. Es gelingt ihm, Toomey zu entwaffnen; da
springt die Tür auf: die gesamte Truppe hat mit angehaltenem Atem der Szene
gelauscht. Immerhin, es ist Toomeys letzte Vorstellung. Als er weg ist, da
vermissen sie ihn tatsächlich, den unverbesserlichen Exzentriker.
Neil
Simon zu seinen Hauptpersonen:
"Matthew Broderick gilt als eines der heißesten Nachwuchstalente der
amerikanischen Schauspielerzunft. Neben seiner mehrfach preisgekrönten
Bühnenarbeit ist er einem breiten Publikum durch seine Rollen in Ferris
macht blau, War Games oder Project C bekannt geworden. Nach dem Kuckucksei
schwimmt er sich jetzt mit Biloxi Blues von diesem Teenie-Image frei. Ein
starkes Milchgesicht mit Charakter.."
"Seargent Toomey- Christopher Walken, seit The Deerhunter, Heavens Gate oder
Milagro auch international bekannt, spielt den exzentrischen, auf
merkwürdige Weise autoritären Spieß, der sine jungen Rekruten schindet und
der mit dem der Army eigenen Wahnsinn vertraut ist. 'Der besondere Nutzen
der Disziplin liegt darin, dass sie für uns den Krieg gewinnt'. Eugene sieht
das etwas anders: 'Ungeachtet dessen, für wie geistesgestört ich Sgt. Toomey
halte, geht er jeden Tag noch etwas weiter. Gestern hat er, als alle dabei
waren, Epstein den oberen Teil seines Kopfes abschrauben und sein Gehirn
herausnehmen lassen.'

Neil Simon zu Biloxi Blues:
"Ich hatte nie vor, ein Fortsetzungsstück zu schreiben. Aber die Brighton
Beach Memoirs waren so erfolgreich, dass ich ermutigt war, den nächsten
wichtigen Schritt in meiner Jugend zu beschreiben: meine Berufung zur Army-
der Biloxi Blues. In der Erinnerung bin ich zurück gegangen an jene Plätze
und Gedanken, die ich im Alter von 18 bis 19 Jahren hatte. Ähnlich wie
Eugene hasste ich die Army, und gleichzeitig profitierte ich von ihr. Ich
kam aus einer disziplinierten Familie und lernte dennoch Etliches bei der
Army hinzu. Was ich dabei immer hasste, war etwas, was ich als Dummheit
bezeichnen möchte. Daher kommt der Charakter Epsteins, in gewissen Sinne das
Alter Ego zu Eugene hinzu. Eugene ist in zwei Hälften geteilt: der
aufsässige Verweigerer und der Konformist. Nicht dass ich es etwa so geplant
hätte, es fiel mir nur hinterher auf, dass Epstein in gewisser Weise die
andere Seite von Eugene ist.
Es ist das erste Mal, dass ich mit Mike Nichols als Regisseur
zusammenarbeite. Die Theaterstücke, die er inszenierte, wollte er nicht als
Film realisieren: "Das habe ich schon gemacht, da kann ich nichts mehr
entdecken," sagte er. Biloxi Blues hatte er nie inszeniert. Es war ohnehin
schon wie ein Film geschrieben. Mit 14 verschiedenen Szenen in
unterschiedlichen Sets. Wir machten an den Drehorten noch zwei Wochen
lang Proben. Dann bin ich abgereist. Ich hatte genügend Vertrauen zu Mike,
dass ich wusste, es würde nichts schief gehen."
Orte und Zeiten:
Das heutige Biloxi ist ein modernes Städtchen geworden. Das damalige
Ausbildungscamp ist völlig verändert. Erst in Fort Chaffee in Arkansas
fanden Mike Nichols und der Ausstatter Paul Sylbert eine ähnliche
Bausubstanz wie im damaligen Biloxi. Der wichtgste Teil des Kasernengebäudes
wurde in ein komplettes Ministudion verwandelt, eine Latrine und Rowenas
Wohnung zusätzlich eingebaut. Die Army-Räume wurden mit authentischen
Propaganda-Plakaten dekoriert, in Rowenas Wohnung ein dunkles
Rockwell-Muster tapeziert, damit die jungen Männer besonders blass und
unschuldig wirkten.
Die alte erhaltene Hauptstraße von Van Buren wurde mit Hilfe einiger
Geschäftsstaffeln, 45 Oldtimern und ca. 150 verschiedenen Requisiten in das
alte Biloxi verwandelt. Statisten wurden in Army-Angehörige und Zivilisten
verwandelt- alle mit sauberem Haarschnitt und im Stil der Zeit. Die Kostüme
fand Ann Roth in Pennsylvania, Bucks Country und New York.

"Gentlemen, I am Sgt.
Merwyn J. Toomey, and I'm in charge of this platoon. ... [I] served 14
months in a North African campaign, where 73% of my comrades are buried,
having donated a small portion of my brains to this conflict — the other
portion being protected by a heavy steel plate in my head. Now, I'd like you
to answer when your name is called. The correct answer is ‘ho!' Not ‘yes,'
not ‘right,' not ‘here,' not ‘sir,' or any other unacceptable form of
reply except the aforementioned ‘ho!' Am I understood?"

"No, son. You’ve got a problem because you don’t know
Army terminology. The place where a US soldier goes to defecate, relieve
himself, open his bowel, shit, fart, dump, crap, and unload, is called the
latrine. The la-trine, from the French."

Toomey: Epstein,
Arnold B.
Arnold Epstein:
Ho, ho!
Toomey: Are
there two Arnold Epsteins in this company?
Arnold Epstein:
No, sergeant.
Toomey: But I
heard more than one Ho.
Arnold Epstein:
Yes, sergeant.
Toomey: Epstein,
Arnold B.
Arnold Epstein:
Ho!
Toomey: One more
time.
Arnold Epstein:
Ho!
Toomey: Do I
make myself clear, Epstein?
Arnold Epstein:
Ho!
Toomey: Do I
make myself clear, Jerome?
Jerome: Ho, yes!
Toomey: Ho what?
Jerome: Ho
nothing!
Toomey: Are you
having trouble understanding me, Jerome?
Jerome: Ho no. I
mean, no ho, sergent. Just plain ho.
Listen! (HO!)
"You would need three promotions to get to be an
asshole." (Toomey)
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In die Memoiren
schrieb Eugene, was alles übrig blieb von dem:
"Wir sahen Toomey nie mehr wieder, und wer dann kam, der war ein lieber,
sehr logisch denkender Soldat- doch merkte man, was man da hat
verloren an dem ollen Typen-, wie sehr wir Toomey doch vermissten,
Man sollte niemals unterschätzen den Reiz des leichten Hirnverletzten..."

("One should never underestimate the stimulation
of eccentricity and, as such, the man himself.")

Cast as Toomey, Christopher Walken wobbles
precariously between madness and stability, like a grenade without its pin.
He's an intriguing choice, a DI who seldom raises his voice, a welcome
change from the "your-mother-wore-combat-boots" type. Except for Epstein and
the racist Polish guy who eats like a goat, the other boys blend into a
khaki mush. There's also a memorable performance by Park Overall, who
reprises her stage role of the earthy, whiskey-voiced prostitute who teaches
Eugene a thing or two.
washingtonpost

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