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Name: Ronald/ Ronnie Walken (später Christopher
W.)
Geboren: 31.3.1943; NYC (Queens)
Sternzeichen: Widder
Religion: Methodist, kurze Zeit "moonworshipper"
Blutgruppe: 0
Größe: 1,81 (andere Quellen: 1,84) m
Augenfarbe: grün
Haarfarbe: braun (wechselnd)
Familienstand: verheiratet (mit Georgianne, geb. Thon,
seit 1969), keine Kinder;
George (Nickname), ist geb. zwischen 1942 und 1948, Wassermann und
stammt aus Chicago (italienischer Abstammung/Italian ancestry-?)(Angaben
ohne Gewähr!)
2 Brüder: Glenn und Kenneth (einer älter, einer jünger)
Eltern: Vater: Paul Walken (+) aus Essen, Deutschland, Mutter:
Rosalie (geb. Russell) aus Glasgow, Schottland; Walkens Großmutter
-mütterlicherseits- war eine berühmte Tänzerin namens Rosalind
Russell, alias Roz.
Seine Mutter nannte sich nach ihrem Mädchennamen (Rosalie- Rosa-Lee);
Paul und Rosalie trafen einander in New York, wo sie später heirateten.
Wohnort: NYC, Wilton (CT) Block Island,
Hobbies: filmen, kochen, malen
Lieblingsfarbe: schwarz
Lieblingstier/pet: Katze
Vorbild: Elvis Presley
Lieblingslied: Are you lonesome tonight
Ausbildung: Professional Children´s School, Hofstra University
(ausgetreten)
Abneigungen: Arbeitslosigkeit, Autofahren (vor kurzem besaß er
einen Volvo- er fährt aber extrem langsam, wenn überhaupt), große
Veränderungen im Leben, Umweltverschmutzung, dumme Interviewfragen
"Ich bin im normalen Leben ein Schmusekätzchen. Ich bin ein
Song-and-Dance-Man, der zufällig ein paar seltsame Typen spielte. Eigentlich
ein Missverständnis, dass ich dann darauf fixiert wurde." (CW 1998)
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hristopher Walken wurde am 31.3.1943 als Ronald Walken (benannt nach dem
Schauspieler Ronald Colman- "the man with the velvet voice- der samtenen
Stimme") im New Yorker Stadtviertel Queens als zweiter von drei Söhnen im
Sternzeichen des Widders geboren. (Seine Brüder heißen Glenn und Ken(neth).
Chris (Ronald) und seine 2 Brüder Ken und Glenn, seine Mutter und sein
verstorbener Vater bei einem Familientreffen der Russells in Schottland. Das
Foto wurde dem Fanclub von einem Cousin aus dem Russell-Clan übermittelt.
Chris' Vater Paul (verst. 2001, fast 100-jährig) war ein Bäckermeister aus
Deutschland (Essen), der eine Bäckerstube in Astoria- damals noch in einer
7-Tage-Woche-Betrieb (seine Angestellten hatten manchmal bei ihm nichts zu
lachen, denn er war sehr streng, aber auch Chris und seine Brüder verkauften
als Kinder Brot im Laden), seine Mutter Rosalie (geb. Russell) stammt aus
Schottland (Glasgow). Die beiden trafen einander in New York, wo sie später
heirateten.
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I came from another country".....
Chris wuchs sozusagen in einem europäischen Haushalt auf, und Schottland
sowie Deutschland gefallen ihm sehr gut (Deutschland sei ein „wundervolles
Land mit freundlichen Leuten“). In Schottland würde er gerne einmal Theater
spielen. Er könnte sich auch gut vorstellen, dort zu leben, denn ein großer
Teil seiner Familie wohnt in Glasgow. Stadt und Kultur faszinieren in
gleichermaßen. Ob Chris Deutsch spricht, ist mir leider nicht bekannt, aber
wahrscheinlich schon, denn er rezitiert seine Rollen beim Kochen u.a. auch
in Deutsch.
"Mein Vater und meine Mutter immigrierten in den Dreißigern von Europa
nach Amerika und sprachen mit starkem Akzent. Zu Hause hörte ich ein
ziemlich stockendes (abgehacktes) Englisch, und das habe ich noch immer in
meinem Kopf."
Er selbst sagt, dass die Erziehung in einem Haushalt von Immigraten ihm eine
starke ethische Moral und seine ungewöhnliche Art zu sprechen verliehen
habe. Er habe eine gute Beziehung zu seinem Vater gehabt und seinen Fleiß
und die Liebe zur Arbeit geerbt.
Vor ihrer Heirat hatte seine Mutter Rosalie selbst Ambitionen,
Schauspielerin zu werden. (Sie war später Mitglied der "Stage Mothers's
Society" und war sehr involviert in die Karrieren ihrer Söhne) Ihre
Theaterbegeisterung färbte sehr früh auf ihre 3 Kinder ab, die alle drei im
Show-Biz unterkamen.
"Ich war seit Kindheit im Showbiz-Geschäft. Mein Charakter und meine Art
zu arbeiten formte sich durch das Showbiz, immer schon. Wenn Leute mich auf
alltägliche Dinge ansprechen- Einkommenssteuer, den Klemptner und so- ich
habe keine Ahnung, worüber sie sprechen. Ich weiß nur über die
Schauspielerei Bescheid" (CW) "
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WORKS & PEOPLE OF INTEREST
FAVORITE MOVIES
Broadway Danny Rose : dir. Allen '84
Lucky Luciano : dir. Rosi '74 : favorite death scene
Spartacus : dir. Kubrick '60
CORE REFERENCE
Fred Astaire & Ginger Rogers
John Holmes
Elvis Presley
Irene Worth
EARLY INFLUENCES
Muhammad Ali, Marlon Brando
Richard Burton / Private Lives '82
Bette Davis, James Dean
Robert De Niro / The Last Tycoon '76
John Garfield
Gielgud & Richardson / No Man's Land '76
Katherine Hepburn
Laurence Olivier / Uncle Vanya '77
Spencer Tracy
COMEDY, ACCENTS, etc.
Rossano Brazzi, Bugs Bunny
Billy Crystal, Rodney Dangerfield
Cary Grant, Alan King
Jerry Lewis, Marcello Mastroianni
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Einer von Chris' allerersten Jobs war, mit einer Katze für einen Kalender
Modell zu sitzen (mit 14 Monaten, das Bild wurde nie der Öffentlichkeit
zugänglich gemacht); das Projekt wurde ein großer Erfolg. (Er hatte sich
später des öfteren gefragt, was für eine Rasse das wohl gewesen sei..)
Mit 8 Jahren stieg Bruder Ken ins Showgeschäft ein. Ronnie und Glenn hatten
durch die Karriere ihres Bruders die besten Chancen, im Showbiz Fuß zu
fassen. "Hatten sie als Kinder während ihrer frühen Karrieren nichts
vermisst?" Natürlich mussten sie einige Abstriche machen. Aber wie andere
Buben ihres Alters auch waren sie rund ums Haus beschäftigt. Ronnie mähte
z.B. jeden Samstag Morgen für 65 Cents hingebungsvoll den Rasen seines
Nachbarn.
Die Buben hatte eine schnelle Auffassungsgabe, unterstützten sich beim
Lernen ihrer Rollen gegenseitig und nahmen auch Kritik bereitwillig an.
Wie viele ihrer Freunde hatten auch die 3 Walken-Brüder Haustiere: u.a. 2
Hunde unbestimmer Rasse und eine Katze. Auch der kindliche Sammlerdrang
fehlte nicht- Glenn sammelte Münzen, Ronnie Messer, beide interessierten
sich für Schiffe und Flugzeuge. (Glenn wollte Schauspieler werden und eine
Yacht für die ganze Familie kaufen..)
Nein, vermisst haben die boys nichts. Sie waren mit Begeisterung bei ihren
"Working-Lessons" und machten das beste aus ihrer Freizeit. Dieses Teamwork
bewirkte einen Familienzusammenhalt, der ihr ganzes Leben prägen sollte.
Frage an CW: Mochten Sie sich so, wie Sie als Kind waren?
Antwort: "Ich könnte nicht sagen, dass ich mich nicht mochte, aber ich war
auch nicht gerade begeistert von mir. Ich war schon damals ein
wenig....anders." (CW)
"Wenn ich 25-30 Jahre früher aufgewachsen wäre, hätte ich, glaube ich,
viele Musicals gemacht. Aber zu meiner Jugendzeit war diese Art von Kino
nicht mehr modern und vorallem nicht rentabel (...) " CW
Chris Walken ist seit 1969 mit seiner Frau Georgianne, geb. Thon, geb. am
8.2.XX, (Wassermann), (ital. Abstammung?), verheiratet, hat keine Kinder,
jedoch Katzen, die ihn immer wieder faszinieren und die er auf Reisen sehr
vermisst.
Er „öffne ihnen die Türe, dass sie hinauskönnen und öffnet sie wieder, wenn
sie hereinkommen“. Das ist eine seiner Beschäftigungen, wenn er zu Hause
ist. Zuletzt (2002) durfte er bei Wolf und Grace als Dosenöffner wohnen. Er
schrieb ein nachdenklich stimmendes Vorwort zu einer
Katzen-Haltungs-Anleitung: Guide To "K.I.S.S.Cat Care". Er hält sich immer
drei Katzen gleichzeitig, weil er glaubt, 3 ist eine Art magische Zahl.
Er lebt in Connecticut (Wilton), abseits der Zivilisation, wenn er nicht
gerade arbeitet, hat ein Appartement in Manhattan, (anscheinend auch ein
Sommerhaus auf Block Island) und seine Tage verlaufen ruhig und geregelt. Er
liest viel und verreist nicht, außer seine Rollen verlangen es. Wenn er in
die Stadt kommt, dann ist es für ihn wie "a shock to my system." Er besitzt
kein Handy, keinen PC und trägt anscheinend keine Armbanduhr. Mit der
Politik steht er auf Kriegsfuß.
"Ich mag das Unerwartete und Unbekannte nicht. Ich mag es nicht,
überrascht zu werden. obwohl ich als Schauspieler Überraschungen liebe. Ich
werde ziemlich wütend, wenn meine Rechnungen nicht sofort bezahlt werden."
Auf die Frage, was denn das Geheimnis seiner Ehe sei, wo doch in Hollywood
Scheidungen an der Tagesordnung seien.
" Nun, wir leben nicht in Hollywood. Wir leben am Land....und man muss
zufrieden und glücklich sein."
Er sieht kein besonderes Geheimnis darin, und außerdem:
"I'm very easy to get along with. It's true." (ich bin leicht handzuhaben,
wirklich...)
Georgianne nimmt ihm die "lästigen Tätigkeiten", wie Geldgeschäfte ab, sorgt
für ihn und ist auch seine "beste Freundin", wie er selbst sagt.
"Ich lebe eigentlich am Land, und ich mag das. Es ist friedlich und
schön. Wenn ich nicht drehe, ist das Beste für mich, daheim zu sein und ein
oder zwei Drehbücher zu studieren, meine Runden um das Haus zu drehen und
über meine Rollen nachzudenken. Wenn ich zum Dreh komme, gehe ich hin, um zu
arbeiten, nicht zu schwätzen. Ich belästige Leute nicht mit Fragen: Ich
werde konfus, wenn mir andere dauernd was erzählen. Zu viele Informationen
können mich wirklich sehr konfus machen." (CW, 2004)
Chris und Georgianne (Georg/i) lernten sich 1964/63(?) während einer Tournee
von "West Side Story" kennen, worin sie die Freundin Riff`s (Chris),
Graziella, spielte. Als Chris beim Film sesshaft wurde, gab sie die
Schauspielerei auf und wurde Casting Agentin (Die Sopranios). Eine Zeit lang
war sie auch als Kosmetikvertreterin tätig. Noch heute beklagt sich Walken
scherzhaft darüber, dass sie ihm die ganze Zeit über keine einzelne Rolle
vermittelt hätte. Wäre er nicht so beschäftigt gewesen, hätte er wohl einen
Minderwertigkeitskomplex bekommen.
Er stand mit ihr ein einziges Mal gemeinsam vor der Kamera, und zwar in
"Brainstorm" (1983).
Über seine tägliche Routine: "Ich stehe um 6 oder 7 Uhr auf und trinke
meinen Kaffee. Dann lese ich gewöhnlich die Zeitung. Dann, wenn ich ein
Drehbuch bearbeite, beschäftige ich mich eine Weile damit. Dann übe ich eine
Zeit lang. Gegen Mittag koche ich gewöhnlich. Ich habe immer was zu tun. Am
liebsten habe zwei Skripte in Arbeit, das gefällt mir."
Hobbies
Er hat keine besonders aufregenden Interessen, geht nie golfen (er habe
etliche Freunde an die Golferei verloren) oder sonstwie sporteln (höchstens
joggen in freier Natur oder auf seinem Laufband), lernte nie schwimmen (er
wurde einmal in einen Pool geworfen, weil man ihm erklärte, das Leben sei
wie ein Sprung ins kalte Wasser, sie mussten ihn aber wieder herausfischen),
interessiert sich nicht für Sport, liest nur am Wochenende die Zeitung, und
dann nur Artikel über Kunst und Bücher. Er sah sich noch nie ein Football-
oder Baseballspiel im Fernsehen an. Er kann stundenlang am Sofa rumlümmeln,
ohne etwas zu tun und überlegen, ob er sich nur schnell um die Ecke etwas zu
essen kaufen soll.
Er kocht gerne, vorzugsweise italienisch (Mittelmeerdiät, Fisch und Gemüse),
besorgt sich die Zutaten im Supermarkt und möchte immer genau wissen, was in
seinem Essen drin ist (deshalb vermeidet er Restaurantbesuche), auch weil
niemand anderer sein Essen berühren soll. Weiters kritisiert er die
amerikanischen Essgewohnheiten und das Fast-Food-Essen.
Beim Aussuchen seiner Kräuter und Gemüse im Supermarkt wirkt er beinahe wie
einer seiner wunderlichen Charaktere im Film. Er bevorzugt Fisch, Gemüse und
Salat. Den Fisch kauft er ganz frisch im "Cinderella" New York, wo es zwar
nicht gerade billig ist, aber er glaubt fest daran, dass Fisch gut für seine
Haare sei. Und liebt Spaghetti, wobei er daraufachtet, "not to eat it too
much.." Außerdem isst er nur eine Mahlzeit pro Tag (abends), weil er sonst
vor Müdigkeit einschlafen würde.
"Ich esse keinen Nachtisch, selten Süßigkeiten, keinen Zucker. In meinen
Morgenkaffee gebe ich Molasse, das schmeckt sehr gut. Wenn ich in ein
Restaurant gehe, nehmen die Leute immer ein Dessert, aber ich nicht. Ich
esse höchstens etwas Käse oder so was in der Art."
Beim Dreh bewohnt er Hotelzimmer mit Küche (Chateau Marmont in Los Angeles),
so dass er für sich selbst kochen und dann „aufräumen“ und putzen kann.
Ansonsten nimmt er sein eigenes Essen zum Dreh mit (in Tupperware- deshalb
wurde ihm fälschlicherweise nachgesagt, er sammle diese Dinger).
Als Kind war er „dünn wie ein Bleistift“ und konnte essen, was er wollte,
ohne auch nur ein Gramm zuzunehmen. Nun geht er joggen und achtet auf seine
Ernährung (und raucht nicht mehr).
Apropos kochen: Anlässlich eines Fersehinterviews 2004 wurde er gefragt, ob
da nicht einmal eine Cooking-Show im Gespräch gewesen war. Ja, er hätte
darüber nachgedacht, andererseits gibt es doch schon so viele davon, und er
möchte eigentlich nicht als Koch in Erinnerung bleiben, nachdem er so hart
gearbeitet hat, sich einen Namen als Schauspieler zu machen. Er möchte es
wirklich nicht, wenn die Leute sagen: "Hey, that`s the guy with the
cooking-show..." Eine kurze Küchen-Show hat er ja mal gemacht: Cooking with
Chris "was really amusing.
Julian, ich und noch jemand, der ein Restaurant besitzt, wollten diese
Küchenshow machen, die vom Einkaufen der Zutaten, vom Kochen und der
Mahlzeit danach handelt. Drei Teile sozusagen. Ich dachte, das wäre
unterhaltsam..." (CW)
(Anm: Julian Schnabel, ein Maler und Regisseur- Basquiat-, ist einer von
Walkens besten Freunden)
Chris ist auch Miteigentümer des bekannten und oft frequentierten New Yorker
Restaurants Tribeca Grill (u.a. mit M. Barishnikov und Sean Penn), einem in
Landhausstil gehaltenen Lokal, das Robert de Niro gehört.
Er studiert auch seine Rollen oft während des Kochens in verschiedenen
Tonlagen und Sprachen, einmal langsam, dann schnell, solange, bis er den
richtigen Rhythmus und die geeignete Stimmlage gefunden hat. (auch in
Deutsch- angeblich)
Er malt, und zwar Abstraktes in klaren roten, gelben, grünen und orangen
Farben, ohne besondere Aussage, am ehesten Blumen ähnelnd: „big schmear
paintings“; er ist sich jedoch zu unsicher, um seine Bilder öfter der
Öffentlichkeit zugänglich zu machen, (obwohl er „bessere Bilder mache als
manch anderer“.(CW).
"I am an abstract painter, but I don't mix
colours up too much. I like clear reds and yellows and greens and orange. My
paintings are not a mess. They are sort of neat abstracts. Very colourful,
but not about anything in particular; they are not bowls of fruit or
anything. But very nice, very pleasant." -- (CW)
Er schreibt Theaterstücke, z.B. Fiktives über sein großes Idol Elvis Presley
(dieser sei nicht tot, sondern nur abgehauen und auf Diät übergegangen.) Das
Stück Him, ein satirischer Monolog über das "Nachleben" von Elvis, lief 1994
einen Monat lang mit Walken in der Hauptrolle mit mäßigem Erfolg am Public
Theater, „hatte aber gute Szenen“ (CW).
(Chris´ Lieblingslied ist übrigens „Are you lonesome tonight“.)
Walkens Mutter beschwerte sich mal bei ihm, dass er keinen netten Film
machen kann.....
Häufig gebrauchte Worte in seinem Repertoire sind „darn“, „heck" und
"lunch".
Seine Lieblingsfilme- in denen er mitgewirkt hat- sind u.a. "Prophecy",
"Pennies from Heaven" (1981) und "Puss in Boots" ("Der gestiefelte Kater"-
nach dem gleichnamigen Märchen, in dem er eine singende und tanzende Katze
spielt).
Er hatte einmal einen Agenten, der ihm – Chris - erklärte, er sei ein
soziales Desaster. Deshalb solle er Parties tunlichst meiden, hinzufügend:
„keep your mystery, keep your mystery“.....- (welcher Agent mochte das wohl
gewesen sein? Die Agentur-Adresse von Gene Parseghian, New York, ist
übrigens nicht mehr gültig)
Walken bestätigt: er ist kein flatterhafter Mensch, und sein
gesellschaftliches Leben ist die Arbeit. Seine Vorstellung von „fun“ ist,
mit anderen Kollegen zusammenzuarbeiten. Die Schauspielerei ist immer seine
"Sandkiste" gewesen, und dort ist er am glücklichsten.
Er mag zwar nicht flatterhaft sein, aber dennoch voller Überraschungen.
"Ich bin ein Fremder in meiner eigenen Heimat, denn ich komme von einem
anderen Land, dem Showbusiness."
"Ich kann mir nicht vorstellen, jemand anderer zu sein. Mein Background
ist und bleibt nun einmal das Showbiz. Ich weiß nichts über meine
Mitmenschen, Leute, die ich schon das ganze Leben kenne- meine Familie,
meine Brüder- ich kenne nur mich alleine...."
Walken würde gerne einmal einen Helden (wie James Bond) oder einfach einen
ganz normalen Typen mit Frau, Kindern und Hund spielen,..und lustig sollte
er sein, dieser Typ.
Frage: Was sein größter Luxus sei.
Antwort: Zeit. Und was ich daraus mache. Die meiste Zeit verbringe ich mit
mir selbst.
Chris und das Haar
Mit Christopher Walken zu sprechen, bedeutet, an seinem Haarreichtum nicht
vorbeizukommen. Seine oben erwähnte steile Frisur schaute er 15-jährig
seinem Idol Elvis Presley ab („ein griechischer Gott“.) Er –Chris-
bearbeitet jeden Tag seine Kopfhaut, um die Durchblutung zu stimulieren und
Stress abzubauen (nach einem Rezept von Anthony Perkins)
Mit diesen Haaren machte er Karriere. Er ist stolz darauf. Sie prägen sein
Erscheinungsbild.
Manchmal erwischte er jedoch einen übereifrigen oder nervösen Friseur, der
ihm den Schnitt total verhaute, was er jedoch gottergeben hinnahm.
Schon als Kind wurde er fortwährend auf seine Frisur angesprochen. In den
60er Jahren kam er nicht umhin, es so lang wie Elvis zu tragen. Seine Haare
sind ausgesprochen wichtig für ihn, quasi ein "essentieller Bestandteil".
Hätte er nicht so dichtes Haar, würde er sich wahrscheinlich eine Glatze
scheren lassen, dann würde er so richtig erschreckend aussehen, oder er
würde eine ausgeflippte Perücke tragen. (CW 2004)
"Wenn man nach einem Typen wie Christopher Walken sucht, gibt es
wahrscheinlich einige, die mich nachmachen können. Aber ich bin nunmal der
beste Christoper Walken." (CW)
Und das meinte er völlig ernst. Er meinte damit einen "ausgefallenen,
interessanten, vielschichtigen Character". Er möchte tiefer schürfen, mehr
sein als nur der Bösewicht. (Gregory Widen, Regisseur God's Army). Und Chris
ist froh, nicht mehr dieses mädchenhafte Aussehen zu haben, mit einem
beinahe narzisstischen Einschlag.
Dennoch erstaunt die Aussage:
„Man muss nur in sein Gesicht schauen, um festzustellen, dass er-Chris
(Anm.)- durch einen Haufen Mist gewatet ist.“ (*?*) (Abel Ferrara).
Chris gibt Kontra: stimmt nicht, wenn man das Leben anderer betrachte...er
selbst habe sich sein ganzes Leben in einer Gesellschaft befunden, in der
Misstrauen und Neid an der Tagesordnung waren, aber er sei auch nicht gerade
auf der Nudelsuppe dahergeschwommen. Es möge überheblich klingen, aber
gerade diese Abhärtung sei das Positive an der ganzen Sache. Er sieht sich
(noch) nicht als derangiertes Vehikel. Er sieht sich selbst nur als „fremd“,
und er ist dabei "happy, being strange."
"Manchmal lese ich Sachen wie, ich sei gruselig. Na, ich weiß nicht.
Gruselig ist etwas...ohne Skelett, oder? Das betrübt mich ein bisschen. Wenn
jemand sagt, ich sei anders, da hab ich nichts dagegen." (CW 2000)
Frage: Würden Sie sich als etwas auffällig bezeichnen?
Antwort: "ein bisschen, ja, Besonders, als ich jünger war- ich war schon
immer ein bisschen exotisch. Ich habe auch nie einen Hut getragen, weil mir
meine Haare wichtiger waren."(CW 1997)
Feststellung der Interviewerin: viele ihrer Freundinnen könnten sich gut
vorstellen, mit Chris gefährlichen Sex zu haben (in Anspielung auf "The
Comfort of Strangers")
Antwort: ".....nein, nein, uh!, das missbillige ich höchst."
Chris- das Sexsymbol; Chris-ein Macho?
Er fühlt sich ob dieses Sachverhalts sehr geschmeichelt, obwohl er es nicht
ganz begreifen kann. Wo sind die Beweise bitte, fragt er ?
Die Rolle des Vanni Corso sei allerdings die, welche ihm am ehesten
entspreche.. und der ist ja ziemlich der Obermacho.
"Na gut, sagen wir, das ist ok. Ich bin 35 Jahre verheiratet, da muss ich
vorsichtig sein [lacht]. Und nicht nur das, wir leben ja auch am Land. Um
ehrlich zu sein, ich habe nicht viel Kontakt mit anderen. Wenn ich drehe,
ist der Tag lang. Ich stehe morgens auf, und es ist noch dunkel. Erinnern
Sie sich an die Zeiten, über die ich erzählt habe, Rock'n'Roll, Studio 54,
eigentlich war ich sehr gesellig. Vielleicht habe ich mich etwas
verausgabt/übernommen.
Chris, der Kultstar
Um eine Person zum Kultstar zu erheben, werden u.a. bestimmte Fetische
benötigt. Kultfans fischen sich z.B. aus ihrem Helden kleine signifikante
Dinge heraus, etwa Gesten, Haarstylings, den Gang oder das Aussehen (James
Dean=Rebell, Sly Stallone= finsterer Muskelmann).
Walken ist der ultimative Kultstar im Böseschauen, im Schaurigen, Irren und
Sonderbaren.
"Die Leute denken, dass ich ein Schurke bin, oder? Ich meine, ich spiele
ja ganz augenscheinlich jede Menge Schurken...." (CW 2000)
"Aber Sie fürchten sich nicht vor mir, oder?"
"Christopher Walken ist wirklich ein merwürdiger Kauz. Er recherchiert nie
für seine Rollen. In seinem eigenen Sprachrhythmus probiert er hundertmal
die selben Zeilen, bis er endlich zufrieden ist. Das verleiht ihm Distanz,
die seine Rollen so faszinierend und insbesondere seine Killer-Rollen so
glaubwürdig macht. Er sagt, seine Emotionen enstehen, wenn ihm langweilig
oder er müde ist, und er isst sogar Zitronen, bevor er seine Dialoge
spricht." (D.Willis)
Anhänger von Kultstars können/müssen auch besonders blöde Filme verzeihen.
Dies verlangt zwar einen Hang zum Masochismus, und im Falle Walkens- seien
wir ganz ehrlich, manchmal besonders viel. Er ist die 2. Person der
Filmgeschichte, der im gleichen Jahr (2002) die Nomination zum besten
Nebendarsteller (Catch me if you can) und zum schlechtesten Schauspieler
(Country Bears) gelang.
Cult status (Quelle: Wikipedia)
Walken has attracted a strong cult following as an actor. One reason for
this is the type of films he has appeared in, for example gangster and
science fiction/fantasy films, or films by directors with their own cult
following such as Abel Ferrara, David Cronenberg, and Quentin Tarantino. But
more important factors are his odd appearance, quirky mannerisms, and
ability to exude menace. Walken is best imitated for his deadpan effect and
offkey pauses.
Additionally, his comedic efficiency comes as a surprise to those who are
familiar only with the more serious roles that comprise the majority of his
body of work, and so Walken is admired for his versatility. This cult status
is demonstrated by the number of photo-shopped images of Walken on the net,
the frequency of impersonations either by amateurs or other professional
actors (notably Kevin Spacey, Kevin Pollak, and Jay Mohr), the invention of
fictitious stories about his activities, and the invention of various things
he might have said. He is also frequently referenced in various other works
of pop culture, such as in the Fountains of Wayne song "Hackensack".
There is also the fan practice of rote reciting some of his speeches from
film - for example True Romance, Pulp Fiction and The Prophecy. There are
even short films and plays which use his persona.
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New York-Residenz: Upper west side of Manhattan,
number 118, 80 th Street. (mittlere Türe) |
Wie auch immer, Walken betont, in Zukunft ganz normale Charaktere spielen zu
wollen und seine komödiantische Ader zu fördern (das Interview fand 1994
statt!) Wollte der „Duke of Spook“ nun vielleicht der „King of Comedy“
werden?? Wir wissen ja, wie`s weiterging: zum größten Witzbold der
Filmgeschichte (die Betonung liegt auf Filmgeschichte) ist er nicht
unbedingt aufgestiegen
Erinnern wir uns:
The Prophecy: böse, Nick of Time: böse, Batman`s Return: böse, Sleepy
Hollow: böse, Excess Baggage: finster, Funeral: finster, New Rose Hotel: na
ja, Mouse Hunt: total von der Rolle, King of New York: nicht so ganz böse,
Things to do in Denver: böse, A View to a kill: böse…..etc.etc
In Anbetracht des Mangels an Gegenbeweisen (Showauftritte- SNL,
Talksendungen etc.) bleibt er seinem Kultstatus hierzulande mehr oder
weniger gerecht
"Er hebt immer hervor, dass er Sänger und Tänzer ist, der
ein paar gruselige Rollen angenommen hat. Das Publikum hat da etwas
missverstanden." (A. Corsello, 2000)
Chris und Natalie (arbeiteten zusammen in "Brainstorm")
"Zu einem anderen Abschnitt in Walkens Leben: er war an Bord jenes Schiffes,
auf dem der mysteriöse Tod Nathalie Woods stattfand; zu diesem Ereignis gibt
es mehrere Versionen. Flirtete sie mit Chris, erregte sie den Ärger von
Robert Wagner, war es ein Unfall? Stürzte sie auf dem nassen Deck, schlug
mit dem Kopf auf und fiel über Board?
Als sich die Dreharbeiten zu Brainstorm dem Ende näherten, wurde Walken zum
Thanksgiving-Tag bei der Catalina Insel auf die Yacht von Natalie Wood und
ihrem Ehemann Robert Wagner eingeladen. Was in dieser Nacht wirklich
geschah, wird wohl niemand so ganz erfahren. Es wurde gemunkelt, dass Wood,
die sich immer sehr für ihre Filmpartner begeistert hat, in Walken verschaut
hat, weil dieser sie auch an ihre frühere Flamme James Dean erinnerte. Es
wird auch behauptet, dass man etwas über den Durst getrunken hatte, und
irgendwie war Wood dann verschwunden.
Walken selbst hatte nie viel darüber gesprochen, weil er nichts dazu sagen
konnte. Er hatte mit Wagner heftig diskutiert, aber über Politik. Das
Gespräch hatte in einem Restaurant begonnen und wurde an Bord fortgesetzt.
Es wurde zwar gefeiert, aber nicht im Übermaß. Walken schlief, als das
Unglück passierte, Wood in das Wasser stürzte- in der Nähe des Strandes und
zwischen anderen Booten. Teile des Films mussten noch fertig gedreht werden,
und so wurde verworfenes Archivmaterial herangezogen.
By the way:
Einer von Walkens Lieblingswitzen ist:
“A duck walks into a drugstore and he says to the pharmacist, could I please
have some lip gloss? The pharmacist says, certainly Sir, here you are, will
this be cash or charge? And the duck says, put it on my bill. “
("bill " bedeutet neben "Rechnung" auch „Schnabel“!)
Seltsamerweise hat Chris noch keinen Stern auf dem Walk of Frame. Es gäbe
auch keine Fanartikel in Hollywood. Dafür wurde er in einer Zeremonie im
Oktober 2004 vor dem Grauman's Chinese Theatre in Hollywood in Zement
verewigt.
Filmemacher Abel Ferrara bezeichnet ihn als einen der größten lebenden
Schauspieler .
„Er hat alles: ein gottgegebenes Talent, einen brillanten Geist, Hingabe an
die Schauspielerei.“
Und er fügt hinzu:
„Ich glaube nicht, dass er diese psychotischen Figuren nach Vorlage spielt,
darum ist er so gut. Andere Schauspieler sind von Skript und Regisseur
abhängig, Walkens Darstellungskunst entspringt seiner regen Phantasie.“
Von einem Augenblick auf den anderen kann Walkens Stimmung umschlagen, eben
noch scherzend und charmant, „goofing“ around, scheint ihn etwas zu
irritieren, und er schnarrt plötzlich etwas von „gefährlichem Lift“, den er
gerade benützte, und „der“ alte, uns so gut bekannte scary Christopher
Walken ist wieder da. Jaja, ein wenig launisch und widersprüchlich ist er
schon, der Gute.
Er wuchs in der Zeit auf, als Marlon Brando („he was a genius“) und James
Dean die Leinwandhelden waren. Robert De Niro ringt ihm Respekt ab. Vor
Muhammad Ali hat er Respekt (er hat dessen Autogramm und eine original
verschwitzte, eingerahmte Hose zu Hause hängen, jedenfalls früher) (er
ist/war? ein großer Boxfan)
"Ich interessiere mich sehr für Sportler. Ich finde, ich kann etwas für
die Schauspielerei dazu lernen, wenn ich sie beobachte. Es hat zu tun mit
der Konzentration und der Selbskontrolle, mit der sie an ihre Arbeit
gehen".(After Dark, 1973)
Montgomery Clift und die Psychologie des Schauspielens:
"Ich mag ihn sehr (M. Clift, 1920-1966, Anm.). Er war ein wenig
psychotisch, aber ich fand das irgendw interesant. Er war einer derjenigen,
der seine Nervosität nicht bekämpfen konnte. Ich traf ihn einmal. Ich saß
ihm eine halbe Stunde gegenüber, bevor ich ihm persönlich etwas näher kam.
Es war kurz vor seinem Tod. Wir hatten die fürchterlichste Unterhaltung, die
man ohne Worte haben kann. Wir saßen einfach nur da. Niemand außer uns war
da. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Er hatte mir auch nichts zu
sagen. Wir tranke, rauchten und schwiegen. (..)"
(Anm: Das Rauchen hat er inzwischen aufgegeben, auch die harten Getränke,
wie Wodka.)
Frage: Diejenigen, die Clift kannten, behaupteten, er betrank sich, weil er
Todessehnsucht hatte, aber vielleicht trank er auch nur, weil er es so
wollte.
Walken: Jeder tendiert dazu, ein wenig zu moralisieren.
Frage: Glauben Sie, dass extrem nervöse Schauspieler Borderline-Neurotiker
sind?
Walken: Ich weiß es nicht, aber ich glaube, dass es für Schauspieler
notwenig ist, zu lernen, gewisse Depressionen zu überwinden, und sie in
dafür zu "zelebrieren". Der entscheidende Punkt für einen Schauspieler ist,
all die Eigenschaften, die in den Augen anderer einen labilen Charakter
ausmachen, in etwas Konkretes umzusetzen.
Ob Chris ein Rebell gewesen sei? Nein, er wünschte, er könnte es bejahen.
Dann eher ein Einzelgänger? Ja. "Ich glaube, das ist so eine Veranlagung.
die hat man sein ganzes Leben. Ich habe damit kein Problem." (Interview
Mag., 1977)
Der Tänzer und Schauspieler
Eigentlich wollte er ja Tänzer und Musicalstar werden, landete aber
schließlich beim Film. Er begann als Kinderstar in 50er Fernseh-Serien und
wurde maßgeblich von Jerry Lewis beeinflusst, im Showbusiness Fuß zu fassen.
Mit 10 Jahren traf er Lewis in "The Colgate Comedy Hour", in der Lewis und
Dean Martin zu Gast waren. Walken spielte darin einen Sketch mit Lewis.
"Ich bin ein großer Jerry Lewis Fan. In einem Interview sagte er einmal,
das Geheimnis seines Erfolges sei, dass er sich wie ein Kind mit 9 Jahren
fühle. Dass er sich sein ganzes Leben so gefühlt hat, und ich dachte, er hat
recht. Er ist wie ein Kind. Bei manchen Leuten kann man das spüren. Mick
Jagger ist einer davon. Das ist wunderbar, besonders, wenn man älter
wird."(CW, Venice Mag.)
Von klein auf erhielt Ronnie Tanzstunden, und auch während seiner Zeit an
der Prof. Children's School in Manhattan forcierte er das Tanztraining.
(1959: 16-jährig das Broadway Debut in "J.B.", als Ronnie Walken)
Interessanterweise studierte er etwa ein Jahr englische Literatur an der
Hofstra University mit dem -halbherzigen- Hintergedanken, Lehrer zu werden,
als er 1963 einen Part in einem off Broadway-Musical mit Liza Minelli
angeboten bekam. (Titel: "Best Food Forward", li). Von da an war`s aus mit
dem Studieren. (Liza Minelli war Chris` frühere Klassenkameradin). Übrigens
tanzte er mit Judy Garland auf Minelli's 16. Geburtstag.
("She was beautiful, very sexy, terrific..", CW 2004)
1964 wirkte er als Tänzer in "High Spirits" mit, einem Musical-update von
Noel Coward's Blithe Spirit. Coward war selbst an der Produktion beteiligt;
eines Tages traf dieser während der Proben den "pretty boy" Chris Walken,
der mit einem blutroten T-Shirt bekleidet war, was Coward zu einem:
"Interesting T-Shirt..!" hinriss: Walken, ziemlich verlegen über die
Aufmerksamkeit, die ihm dieser berühmte Herr entgegenbrachte, konnte nur
undeutlich stammeln: "Why...yes...it's red..." "Well," erwiderte der andere
humorvoll, "it's been an exciting day for us all."
1965 trat er erstmals als "Christopher Walken" in "Baker Street" auf (als
Tänzer).
Als sich 1968 als "Romeo" in Stratford, Ontario, nicht der gewünschte Erfolg
als Schauspieler einstellte, ("Ich weiß nicht, warum ich diesen Job bekommen
habe. Aber ich nehme an, weil man mich ich einmal in einer Rolle gesehen
hat, in der ich ein enges Kostüm getragen habe") beschloss Walken,
Schauspielunterricht zu nehmen, was ihn als Kind nie sonderlich interessiert
hatte, und kam so in das Actor's Studio unter Lee Strasberg.
So wurde er durch Intelligenz und harte Arbeit erfolgreich, weniger aus der
Vorstellung von klaren Zielen. Walken dachte nie logisch über seine Zukunft
nach; er ließ sich von Job zu Job treiben, wurde auch am Broadway nicht
erfolgreich, einfach, weil er sich weigerte, durch Verträge längerfristig
gebunden zu sein, auch heute- besonders heute-bevorzugt er kurze Rollen.
"Ich will mich nicht länger vertraglich binden, weil ich im Laufe eines
Jahres meistens 6 Rollen bekomme, und es ist besser, 6 Rollen in einem Jahr
zu bekommen als eine.” (CW, 1973) )
Zuvor (vor seinem "Gastspiel" an der Hofstra University) ging er, wie
erwähnt, in die Professional Children´s School mit überwiegend weiblichem
Anteil. Es war, als habe er „40 Schwestern“. (95% der Schüler waren Mädchen,
vorwiegend Models und Schauspielerinnen). Aber er war kein begeisterter
Schüler, und als er einmal in Mathematik versagte, bekam er von seinem Vater
Hausarrest aufgedonnert.
Schule war für ihn öde. Schlussendlich war es nur ein gesellschaftliches
Ereignis, bei dem man eine Menge Mädchen traf. Er war albern, unreif und
frivol. Es war wie in einem Film, in dem ein Junge auf einem Planeten voller
girls landete. (CW 1994)
Er blieb während dieser Zeit im Film aktiv (da es den Studenten gestattet
war, neben der Schule als Schauspieler tätig zu sein), und spielte u.a. in
"Kojak" mit.
Frage: erfolgreich bei den Mädchen?
Antwort: Nicht so ganz einfach. Gespräche mit den Girls sind mir zu
aufreibend gewesen, vielleicht machte ich sie auch nervös. Letztendlich ging
ich auf ein Mädchen zu und fragte sie: Soll ich lieber abhauen?
Der Aufstieg
Er bekam seinen ersten Oskar für den besten Nebendarsteller (Nick) in „The
Deer Hunter“ (1978), in dem er einen Veteran spielt, der sich selbst
hinrichtet, nachdem er nach dem Vietnamkrieg verrückt wurde. Er bereitete
sich auf die Rolle vor, indem er sich in die Stimmung zurückversetzte, als
er als Kind in ein Sommerlager geschickt wurde, nämlich in unendliche
Einsamkeit. Bei einem Hubschrauberflug bei den Dreharbeiten (der Ausstieg
geöffnet und ohne Möglichkeit, sich festzuhalten) starb er beinahe vor
Angst. Für sein hageres Aussehen nahm er eine Bananen-Reis-Diät auf sich.
Im Film tanzte er das erste Mal in "Pennies from Heaven" (1981) ; in einem
übermütigen Moment zieht er sich bis auf seine Boxershorts aus (eigentlich
wird er mehr oder weniger ausgezogen, während er auf dem Tresen tanzt) -und
enthüllt ein riesiges Valentinsgruß-Tattoo (ein rotes Herz mit Schrift) auf
seiner Brust.
Seinen ersten erwähnenswerten Filmauftritt gab er 1971 in "The Anderson
Tapes" mit Sean Connery.
Seine erste Sprechrolle erhielt er im Stück "The Lion in Winter"(1966)- er
war dermaßen aufgeregt, dass ihn der Produzent beinahe gefeuert hätte. Er
gab Walken noch eine Chance und drei Tage, um sein Lampenfieber zu
bekämpfen. Dies gelang ihm so vorzüglich, dass er dann sogar einen Preis
(Clarence Derwent Award) für seine Darbietung bekam.
Mit 25 Jahren gab er sein Filmdebut in "Me and my brother" (1969) in einer
Minirolle.
Mit der Darstellung von Duane Hall in Woddie Allen's "Annie Hall" (1977)
begann mehr oder weniger seine "Karriere" als seltsamer Typ. Man befand ihn
für gut in diesem Genre der leicht Irren und abonnierte ihn nun ab sofort
für solche Rollen.
"Ich begann mit 'Annie Hall.' In einer Szene spreche ich über meinen
Drang, beim Autofahren in den Gegenverkehr zu lenken, und dann kam 'The Deer
Hunter,' wo ich mir selber in den Kopf schoss."
Walken ist kein „Blockbuster-Star“ im herkömmlichen Sinn wie Harrison Ford
oder Mel Gibson. Er ist nur deshalb bekannt/oder unbekannt, weil er eine
Nische fand, die er für sich gestaltete und die nur und nur zu ihm passt- zu
Christopher Walken. Diese Nische wird dann angerufen, wenn man einen
Bösewicht benötigt, denn dann ist der Film so gut wie gelaufen und man geht
kein Risiko ein, dass er ein (finanzielles) Desaster wird.
Da Chris im Alter von 35 Jahren sehr beschäftigt war, entschieden sich seine
Frau und er gegen eigene Kinder. In einem anderen Artikel ist zu lesen, dass
er keine Kinder möge.
Er nimmt jede Rolle an, die nicht „zu grässlich“ ist, nur um beschäftigt zu
sein. Denn nicht beschäftigt zu sein, davor hat er fürchterliche Angst, dann
verdiene er nichts und könne nur warten und Spaghetti essen. Auch fürchte er
sich vor Krankheiten und Umweltverschmutzung. Unerwartetes und plötzliche
Veränderungen in seinem Leben findet er bedrohlich.
Aber was seine Arbeit betrifft, kann ihn nichts mehr erschüttern.
Er spielte in so vielen Filmen mit, dass er oft nicht ganz auf dem laufenden
ist, welchen Namen sein nächster zu interpretierender Bösewicht hat. Und er
wird wohl immer wieder für die Darstellung derselben herangezogen werden.
Stand 2004:
Er drehte ungefähr 100 Filme, zwei Musik-Videos (Weapon of Choice und
Madonna, Bad Girl), zwei Musicals (Puss in Boots und Pennies from Heaven)
und trat in Dutzenden Theaterproduktionen auf, a "busy bee..."
"Ich drehe jede Menge Filme, 4,5 oder 6 pro Jahr. Ich liebe es zu
arbeiten, weil ich nichts anderes zu tun habe. Ich liebe meine Arbeit
wirklich. Manche kommen gar nicht ins Kino, sondern gleich auf Video. Manche
sind obskur. Ich mache manchmal Filme, die keiner sehen will.
Walken machte nach eigenen Angaben eine Art
„Midlifecrisis“ durch, in der er sehr nervös war, wie er selbst gesteht,
aber er hat sie Gott sei Dank unbeschadet überstanden! Er liebt seine
Jugendrollen nicht unbedingt, da er sich zu „hübsch“ und zu mädchenhaft
darin findet. Er glaubt, er sehe nun besser aus.
Und - er findet es witzig, dass ihm schon bald diese wunderlichen und
unheimlichen Rollen zugeschanzt wurden, denn lange bevor er im Filmgeschäft
landete, stellte er auf der Bühne den „männlichen Naiven“ da.
Der Vielseitige
Da er ja ursprünglich ein Musicalstar werden wollte, flicht er in jeden
seiner Filme als eine Hommage an den Broadway eine kleine Tanzszene ein,
auch wenn sie nicht im Drehbuch steht. In einem seiner neuesten Filme
"Around the Bend", 2004, tanzt er zwar wieder, aber diesmal stand es im
Script.
"Es stand im Drehbuch, dass ich tanzen sollte. Ich weiß nicht, ob es nur
drinnen stand, weil ich mitspielte. Aber langsam denke ich, es ist genug,
und ich sollte nicht mehr in einem Film tanzen. Ich habe es wohl zu weit
getrieben."(CW, 2004). Er behauptet, in Around The Bend habe er auch
nicht getanzt, sondern sich nur am Feuer aufgewärmt...
Fast unerwarteterweise wird Walken nun aber doch zu einem Kulttänzer
aufgrund seiner zahlreichen Tanzeinlagen, beginnend mit "Weapon of Choice".
"Ich habe nie gedacht, dass ich Schauspieler werden würde. Bis in meine
30er war ich in Musicalkomödien auf Tour. Dann nahm ich eines Tages
Schauspielunterricht. Aber ich war im Grunde schon geprägt durch meine
Jugend." (CW, 2004)
In den 70er Jahren begann, wie erwähnt, sein Ruhm als psychopathischer
Darsteller (in "Annie Hall"); er spielte den Bruder (Duane) von Diane Keaton
in einer kleinen, aber unvergesslichen Nebenrolle; nachdem er auch als Nick
in "The Deer Hunter" als psychisch demoralisierter Charakter schlagartig
bekannt wurde, wollten „sie“ (die Regisseure) nur das Schaurige und
Sonderbare von ihm sehen, nun, so tat er es eben.
"Ich bin im normalen Leben ein Schmusekätzchen. Ich bin ein
Song-and-Dance-Man, der zufällig ein paar seltsame Typen spielte. Eigentlich
ein Missverständnis, dass ich dann darauf fixiert wurde." (CW 1998)
Theater
Zwischen den Dreharbeiten kehrt er immer wieder gerne auf die Bühne zurück,
seiner „essentiellen“ Leidenschaft (um nur einige Stücke zu nennen: Hamlet
1974, 1982; Romeo und Julia 1968, Caligula 1971, Othello 1991...)
Sein Bekanntheitsgrad in den USA ist ungebrochen. Er wurde mehrfach mit
Film-, Musik- und Theater-„Awards“ ausgezeichnet.
(Er erhielt 1979 für "Die durch die Hölle gehen" (The Deer Hunter) den Oskar
und wurde 2003 für die Darstellung von Leo di Caprios Vater in "Catch me if
you can", als bester Nebendarsteller nominiert. )
Wenn er nicht gerade dreht, sitzt er oft zu Hause herum und starrt in die
Luft; logischerweise ist es also für jedermann besser, wenn er beschäftigt
ist und niemandem auf die Nerven geht. Dann kann es aber schon vorkommen,
dass er eine Rolle annimmt, die nicht gerade zu seinem Ruhm beiträgt. Und
die Geldsorgen, die hat er auch.
"...I saw my father."
Er konnte bis jetzt immer wundervolle „crazy people“ spielen, nun, "im
Alter" beginnt er auch, Onkel und Väter darzustellen, also „richtige Leute“,
keine Monster.
Allerdings würden ihm die Rollen als Psychopath eigentlich nicht auf die
Nerven gehen, sondern er sei lediglich auf der Suche nach etwas Neuem.
Anfangs war es allerdings schon ein kleiner Schock, dass er nun auch
Großväter zu spielen beginne (Around the Bend, 2004):
"Plötzlich spielt man Vaterrollen. In Around The Bend spiele ich sogar
zum ersten Mal einen Großvater. Vielleicht ein neuer Meilenstein in meiner
Karriere. Interessant, ich habe so viele Schurken gespielt, jetzt werde ich
vielleicht nur mehr den Guten spielen." (CW, 2004)
Als er in "Blast from the Past" ("Eve und der letzte Gentleman", 1999) in
der Maske saß und um 35 Jahre altern musste (was Stunden an Vorbereitungen
kostete), sah ihm plötzlich sein eigener Vater entgegen. (CW); schon in
"Catch me if you can" frisierten und kleideten sie ihn wie seinen älteren,
verblichenen Herren: "Ich sah in den Spiegel und meinen eigenen Vater vor
mir. (..)"
Chris und die Tiere
Mit 16 Jahren war er Löwenbändiger in einem Zirkus, weil er nicht wusste,
„was er tun solle.“ Er arbeitete mit einer sehr betagten Löwendame namens
Sheba, fromm wie ein Schoßhund und zahnlos. Dennoch würde er nach eigenen
Angaben solche Dinge nie wieder tun.
(He was) in a circus run by a man named Tarryl Jacobs, with
boots, jodhpurs, red jacket and whip. Billed as Tarryl Jacobs junior by the
childless impresario, the young Walken would be left in the lion's cage at
the end of "dad's" act, and all the lions but one would file out. Then Chris
would crack his whip and the remaining beast, a tired, toothless lioness
called Sheba, would wearily rise up on her podium and emit a feeble growl.
The audience always gave him and Sheba a big hand.
In 1996, splayed awkwardly across an armchair in the lounge of the Chateau
Marmont hotel, Walken laughs and licks his lips, illustrating the storv with
exhausted-lion and whip-raising gestures. And then he stops, considering the
freakishness of the image."
I just did it for two months. It was very weird. I was a kid. But that was
interesting. That's where I come from. True story. Tarryl Jacobs -"dad" -
would take his shirt off; and... it was like lions had been chewing on him
for 25 years. He was just shredded all over the place. And that's what he
did for a living. I don't know..... I guess he wasn't a very good lion
tamer." Again he trails off; staring vacantly around the room. The tale, and
the past it hints at, are perhaps what leads him not to take himself too
seriously."
Absolutely. And also never to take a job like that again."
"Der arme alte Löwe....eigentlich mehr ein großer, zutraulicher Hund."
"Ich wurde zu einem Zirkus-Gegner und mag auch nicht, dass man wilde Tiere
in Gefangenschaft hält. Ich wünschte, es gäbe diesbezüglich ein Gesetz.
Besonders die Elefanten tun mir leid."(CW 2004)
"Ich liebe Tiere. Um die Wahrheit zu sagen, ich mag sie sehr." widerlegt er
die vermeintliche Tatsache, er nicht gerade ein Tierfreund sei. Da er keine
Kinder hat, vermisst er jedoch oft ein "vernünftiges Gespräch", wenn er mit
ihnen alleine zusammen ist. Dass er stets Katzen um sich hat, ist ja
inzwischen hinlänglich bekannt. Leider habe ich noch keine schönes Foto von
Chris mit Katze entdeckt... vorallem das als Jüngelchen mit Katze auf dem
Fell.
Wie gesagt, er hatte immer Katzen als Haustiere, auch junge und beschenkte
einst Glenn Close mit einem solchen.
I posed naked snuggling with two cats for a series of
calendar pictures which were a big success. I haven't seen those pictures in
a long, long time, but I remember doing it -- and I've always wondered what
kind of cats those were. Finally, I've just accepted that they were just
cats and I'll never know what kind." -- Chris Walken, Salon.com, July 31,
2000.
Chris has a feline envy:
A tail is so expressive. On a cat you can tell if they're annoyed. You can
tell whether they're scared. They bush their tail. If I was an actor and I
had to play scared in a movie all I'd have to do is bush my tail. I think
that if actors had tails it would change...
everything.
Er schrieb ein Vorwort zu einem Buch über Katzenhaltung:
http://24817.forum.onetwomax.de/topic=102373760919
When he's not working (which is rare), Walken likes to cook, paint and
observe his cats.
Eine kleine Anekdote noch:
NEW YORK -- Director and actor Peter Berg went to Walken's
New York home to talk to him about a role in "The Rundown," last weekend's
box-office winner. He shares his encounter:
"[Walken] lives in this dark, moody brownstone," Berg begins, insisting that
the setting paled in light of what occurred once he stepped inside.
"A large cat immediately jumped in my lap. It stayed there for a long time,
and I didn't want to say anything to Walken. I didn't want to make it seem
like I didn't like his pet because I really wanted him to do my movie."
An hour later, after he agreed to play the bad guy menacing the Rock in "The
Rundown," Walken had to lean in and share one little secret with Berg -- and
it had nothing to do with acting.
"Mid-sentence, Chris Walken stops and says, 'Hey, Peter, I don't know this
cat.'
"The thing was a little stinky," Berg says. "It had long claws. All I could
do at that point is look at Chris and say, 'This is not your cat?' " At that
point, Berg stood up in horror and the cat ran off into the kitchen.
A calm Walken, 60, just opened the back door and replied, "Oh, that cat just
wandered in with you. It must be a street cat. I thought your interaction
with the animal was so interesting that I didn't want to interrupt it."
In a separate interview, Walken just laughs when asked about his way of
thinking.
"I mean, I never know what people think of me. I know I'm just a normal guy.
I think my friends and neighbors know it too," he says. (2003)
Q&A
Frage: Welchen berühmten Spruch er gerne zitieren würde.
Antwort: veni, vidi, vici. (Ich kam, sah, siegte)
Frage: wem er gerne eins über die Rübe geben würde?
Antwort: Meinem Zahnarzt.
Frage: Welcher Film der schlechteste sei, der je gemacht wurde.
Antwort: Das sage ich nicht, aber ich glaube, ich habe mitgespielt.
Frage: Wann er die ersten sexuellen Kontakte gehabt habe.
Antwort: Mit 19 ungefähr.
Frage: Wenn er bei diesem sexuellen Kontakt etwas anderes hätte machen
können, was könnte das gewesen sein.
Antwort: Erfolgreich sein.
Frage: Welche Romanfigur er gerne wäre.
Antwort: Ivanhoe.
Frage: Motto?
Antwort: Mach es dir bequem.
Frage (2004): Welche reale Person würden Sie gerne darstellen?
Antwort: Gute Frage. Darüber muss ich nachdenken. Vielleicht eine
historische Persönlichkeit. Nostradamus.
Frage (2004): Sie scheinen momentan ein Sexsymbol für eine Menge junger
Damen in den 20ern zu sein..
Antwort: Oh, yeah??
Frage: Hören Sie das zum ersten mal?
Antwort: Ich hatte es bis jetzt von älteren Damen gehört, aber es ist OK.
Er rede zuviel und sei zu nett, das stellte er zusammen mit einem Psychiater
fest, den er kurze Zeit konsultierte, weil es schien, dass es damals fast
jeder tat.
Chris, "seine" Fans und die Briefe an den Fanclub
http://www.walkenfanclub.com/letter.html
Dies & Das
Er war 6x Gast (ab 5x ist man Ehrengast) seit 1990 in der Saturday Night
Live-Show, in der er sich so richtig "austoben" kann, was seine
komödiantische Ader betrifft. Er tritt dort immer mit einer bekannten
Persönlichkeit auf; die Sendung ist heiß begehrt unter den amerikanischen
Fans, nicht zuletzt wegen seiner wiederkehrenden Rolle des Continentals und
vor allem als Bruce Dickinson mit seinem "I need more cowbell!"
„Berühmt zu sein“ als Schauspieler, vor allem in seinem Alter, ist für
Christopher Walken enorm wichtig. Er will gerne auf der Straße erkannt
werden, ansonsten werde er depressiv. Manchmal bleibt er aus Angst, nicht
erkannt zu werden, zu Hause. (andererseits scheint ihn zuviel Rummel
wiederum zu stören...)
1980 erlitt er einen Nasenbeinbruch, als er zwei Jugendliche bat, ihr Radio
leiser zu stellen, und diese ihn tätlich angriffen. (Chris hat ein
vorzügliches Gehör!)
Er hat Angst vor Schießeisen, Pferden und der Sonne. Er reist nicht gerne
(außer zu Dreharbeiten, wenn es sein muss), mag keine Menschenansammlunge
("Ich bin nicht ganz still. Ich rede oft wie verrückt. Aber wenn ich
jemanden nicht kenne, bin ich nicht sehr gesprächig. Ich beobachte und höre
zu. (CW 1993), mag keinen Lärm oder schlechten Geruch. Auch
Starkstromleitungen in einer schönen Landschaft stören ihn.
Ihn stören Krawatten, da er sich eingeengt fühlt, liebt dafür aber bequeme
Kleidung (Gummizughose oder ausgelatschte Schuhe). Da er sich bevorzugt in
Schwarz kleidet, sieht er manchmal einem Vampir nicht unähnlich.
„Schwarz ist praktisch, schwarz sieht sauber aus, einfach und cool. Außerdem
macht es schlanker.“ (Zitat Walken).
Am Set zu "At Close Range":
"Sean Penn erschreckte mich wirklich. Man kann es auf der Leinwand
beobachten, er tat es sehr schnell. Mitten in der Aufnahme rannte er weg,
und ich hörte ihn rufen: Gebt mir ein anderes Gewehr. Als er zurückkam, war
ich erstaunt, dass er ein anderes hatte als zuvor. Was jetzt? Er spielte wie
ein Irrer, hielt das Gewehr an mein Gesicht und erschreckte mich wirklich.
Er hielt die Knarre ganz in die Nähe meiner Augen. Es war nicht geladen, das
wusste er, und er wollte mich ganz bewusst erschrecken. Ich war dann
ziemlich angefressen und schimpfte mit ihm, dann aber bedankte ich mich.
Großartig, wenn Schauspieler so etwas füreinander tun." -- CW am Set von At
Close Range.
Warum er Pferde panisch meidet, weiß man nicht genau, schließlich hat er
auch Westernfilme ("The Milagro Beanfield War", 1988, oder Michael Cimino`s
Schinken "Heaven`s Gate") gedreht, in denen er geritten ist, und das gar
nicht so schlecht.
Für seine Rolle als Hessian Horseman in "Sleepy Hollow",1999, musste
jedenfalls ein Pferd aus Stahlgerüst und Verkleidung nachgebaut werden.
In die Sonne geht er nicht, weil sie ihm in den Augen „schmerzt“. Er
erscheint zum Interview meist wie ein blutleerer Körper mit geisterhafter
Unfarbe.
Wie aus Ronnie Chris wurde und andere bemerkenswerte Dinge
Als junger Mann war er als „back-up boy“ in einem Nachtclub beschäftigt
(1965), wo ihn eine belgische Sängerin namens Monique van Vooren in
Christopher umtaufte, weil ihr der Name gefalle ("You know, Ronnie, I'm
going to call you Christopher"). Cool, sagte Christopher, und "sure, go
ahead", wenn, dann aber lieber „Chris“, da Christopher wie ein Nieser
klinge- und von da an hieß er nicht mehr Ronnie (nur mehr für seine Familie
und engsten Freunde).
In diversen Talkshows erklärt er auch immer wieder, der Name "Christopher
Walken" klinge "wie ein Zug",weil er so lang sei.
("Nenne mich wie du willst, aber ruf mich nicht zu spät zum Essen." CW)
Er war für die zweite Besetzung von Han Solo im „Krieg der Sterne“
vorgesehen (die Rolle bekam dann bekanntlich Harrison Ford).
Ebenso wurde er für die Ryan O`Neal-Rolle in Love Story getestet, kaum zu
glauben, aber er bekam die Rolle dann ohnehin nicht:
"Ich glaube, es ist gut, dass ich die Rolle nicht bekommen habe. Wenn ich
den Job angenommen und keine gute Figur gemacht hätte, wäre das das Ende
meiner Karriere gewesen. Es ist schon gut so, wie alles gekommen ist." (CW,
2004)
“Ein Grund, warum ich die Rollen so gut spiele, ist, dass ich mich von
ihnen distanziere. Ich bin nicht neurotisch oder so etwas in der Art. Ich
bin ein positiver Mensch.”
Er geht gerne ins Kino, vor allem nachmittags, wenn die Säle nicht voll von
Besuchern sind. Zombie-movies ist er nicht abgeneigt.
Er inszeniert mit Vorliebe Geburtstagsparties
und gibt auch "professionelle“ Tipps für gelungene Feste.
Und er ist fasziniert von Bugs Bunny:„Er ist so gescheit, so lustig, er
hat so einen großen Bekanntheitsgrad. Bugs Bunny ist die Seele von New York.
You can´t tool Bugs Bunny, that´s all I have to say. He´s on to everybody”.
äh?
Typisch für Walken ist der Unterschied zwischen dem, WAS er tut, und WIE er
seinen Text in seinen Filmrollen anlegt. In seiner eigenen Art zu sprechen,
zitiert er z.B. höchst Unerfreuliches (wie z.B. :„I´m the Antichrist" in
"True Romance") in einem fast gelangweilten, traurigen Ton. Dies trägt dazu
bei, dass das Schaurige, Fremde seiner Charaktere glaubhaft wird: seine
unheimlichen Gestalten scheinen von nirgends zu kommen und nichts
Menschliches in sich zu haben. Wie könnte man einen Psychopathen besser
darstellen?
Auch wenn er nur die kleinsten Rollen spielt, so tut er dies mit einer ihm
eigenen Tiefgründigkeit.
(Wer kann sich nicht an seine Rolle als Hessian Horseman in "Sleepy Hollow"
erinnern, was umso bemerkenswerter ist, weil diese so winzig war und seine
einzigen Sätze aus den Worten „AHHHHHRGGGG“ und „SSSHHHT“ bestanden.
Auf die Frage nach Gott meinte er, dass er seine Erfolge als Schauspieler
und seine Unerschütterlichkeit auch seiner religiösen Einstellung verdanke
(er wuchs als Methodist auf), Gott sei ein Mysterium, aber doch ein Fakt für
ihn, aber die Kraft des Glaubens gebe ihm Mut. Er bete um Harmonie und
Bescheidenheit.
Summa summarum
Chris ist exzentrisch in jeder Hinsicht, aber von einer „nicht gefährlichen
Art.“ (unbek.) „Strange“, aber eben doch nicht so „strange“- anders, aber
nicht abgehoben. Eine Art milder Typ Außerirdischer....
Er ist ein „Fifties-Song-and-dance-Showbiz guy“, oft unterschätzt, falsch
interpretiert. Ein vielseitiger Entertainer. Ein Künstler. Und Künstler sind
nun mal in einer bestimmten Hinsicht anders- that`s it.
Frage: Was wäre seine Idealvorstellung von Glück?
Antwort: Glück? Nun, wenn ich von harter Arbeit nach Hause komme und mir
denke, das habe ich aber jetzt gut hingekriegt, und, Mann, war ich
vielleicht klasse! - Dem ist aber leider nicht immer so.....
Frage: Was bedeutet "Startum" für Sie?
"Für mich bedeutet Startum nichts. Einmal sagte jemand zu mir: Ich hab
sie in einem Theaterstück gesehen. Und ich dachte, wow, der hat mich
gesehen, und weil nur ungefähr drei Leute dieses Stück gesehen haben, fühlte
ich mich ungeheuer berühmt. Ich hatte immer einen hohen Erinnerungswert,
schon bevor ich berühmt wurde. Die Art mich zu kleiden, mein Haar, ich stach
immer schon hervor."
Ob er scheu sei?
Nein, das glaube er nicht- nicht mehr. Die Erfahrungen auf der Bühne und im
Showbiz hätten ihm geholfen, seine anfängliche, beinahe pathologische
Scheuheit zu überwinden. Im Gespräch mit anderen Leuten sei er heute noch
manchmal befangen (man merkt es vor allem an seinen Verlegenheitsgesten) und
vielleicht „zu bequem“, viel zu sprechen.
Als Schauspieler habe er jedoch mehr zu sagen, da habe er alle
Ausdrucksmöglichkeiten zur Verfügung.
Frage: Wie möchten Sie der Nachwelt in Erinnerung bleiben?
Antwort: Als Nobelpreisträger für Schauspielerei.
Er hofft, 100 Jahre alt zu werden und bis zuletzt arbeiten zu können.
(Vorbild: Sir John Gielgud, der mit 96 noch aktiv war)
Auf die Frage, ob er mal eine Autobiographie schreiben will, antwortet er:
im Schreiben sei er ja nicht so toll.
("Alle Schauspieler schreiben. Ich habe noch keinen getroffen, der nicht
ein Stück geschrieben hätte".)
"Ich würde es vielleicht tun, aber jetzt noch nicht. In dem Moment, wo
man seine Memoiren schreibt, kommt mir vor, ist das Leben beendet."
Frage: wie er gerne sterben würde.
Antwort: Sehr alt, sehr erfolgreich und eingeladen in die Show "Saturday
Night Live" am folgenden Wochenende.
"Ich möchte sehr, sehr alt werden und immer noch Schauspieler sein. Und
ich hoffe, ich kann bis zu jenem Tag arbeiten, an dem ich in den großen
Probesaal abberufen werde- im Himmel." (CW 2004)
In einem früheren Interview sagte er, er könne sich nicht vorstellen, wie
das sei, zu sterben; er war am Grab seines Onkels gestanden und kapierte
nicht, dass dieses Leben einmal aus sein könne.
2004 wurde er anlässlich des Filmes "Around the Bend" gefragt, ob er sich
jemals Vorstellungen über seinen eigenen Tod gemacht habe.
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Christopher Walken
c/o Toni HOWARD
International Creative
Management (ICM)
8942 Wilshire Blvd.
Beverly Hills
CA 90211, USA
Christopher Walken
142 Cedar Road
Wilton, CT 06897, USA
"Death is wonderful because you can't think about it.
How are you gonna think about it?" |
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