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..oder wie Adam nach 35 Jahren entdeckte, dass
es eine Welt über seinem Wohnzimmer gibt.
She was a woman of the world. He had never been around the
block.
Relax and enjoy a trip to the past! |
In 1962, Calvin Webber (Christopher Walken) was a brilliant but
somewhat paranoid scientist living with his Donna Reed-esque wife,
Helen (Sissy Spacek), in Los Angeles. In the midst of the Cuban
Missile Crisis, a plane crashed into the Webber's yard. Mistaking
the blast for "the big one," the Webbers moved into their elaborate
bomb shelter to wait out the half-life of radioactive fallout. In
the shelter, now a sort of time capsule, Calvin and Helen conceived
and raised their son Adam (played as an adult by Brendan Fraser).
For 35 years, Adam was raised on Jackie Gleason, Perry Como, and
stories about life on the surface. Calvin taught his son about
science, baseball, and communists while Mom taught Adam about
dancing, good manners, and charming young ladies. Just in time, too,
as Adam is sent to the surface to gather supplies and find a wife,
preferably a nice, non-mutant girl from Pasadena with which to
repopulate the world. Once this "fish out of water" story is set up,
the fish, Adam, is set adrift in a sea of supermarkets and adult
bookstores, but is soon caught by Eve Rustikov (Alicia Silverstone).
Completely lost above ground, Adam enlists Eve's help to navigate
his new world and find the supplies on his list. The literally
sheltered Adam falls for this bitter, cynical, street-smart woman
who grew up in a bleak Los Angeles with little use for love. Living
with her gay roommate, Troy (Dave Foley), Eve has had her hopes
chipped away by a long line of dead-end jobs and loser boyfriends.
When the throwback Adam enters her life with his sunny disposition,
seersucker jacket, and joy at seeing the sky, she can't help but
fall in love. ~ Ron Wells, All Movie Guide
1962


A

Hugh Wilsons amüsante Zeitreise
USA
1962: Mit der Kuba-Krise erreicht der Kalte Krieg seinen Höhepunkt.
Präsident Kennedy schließt in einer Fernseh- Ansprache einen
Atomkrieg nicht mehr aus, doch darauf ist der schrullige
Wissenschaftler Calvin Webber (Christopher Walken) schon längst
vorbereitet.
Unter seinem Einfamilienhaus in San Fernando Valley hat er einen
gigantischen Luxusbunker angelegt, den er noch am selben Abend stolz
seiner hochschwangeren Frau Helen (Sissy Spacek) präsentiert.
Als ein Flugzeug auf das Haus stürzt, wird das Zeitschloss für
die nächsten 35 Jahre aktiviert. Unter dem brodelnden Asphalt von
Los Angeles wächst ihr Sohn Adam (Brendan Fraser), der von seinen
Eltern in Boxen, Tanzen und Moral der 50-er Jahre unterrichtet wird,
zu einem wohlerzogenen jungen Mann heran. Als sich die schwere
Stahltür dreieinhalb Jahrzehnte später wieder öffnet, soll er neue
Vorräte für die Familie besorgen. In seiner neuen Komödie "Eve und
der letzte Gentleman" schickt der amerikanische Autor, Regisseur und
Produzent Hugh Wilson seinen naiven Helden auf eine amüsante
Zeitreise.
Der Naive Held aus dem Atombunker
Für Calvin Webber, der seinen extravaganten Bunker sogar mit
Fischbassin und Tomaten-Plantage ausgestattet hat, ist diese
unterirdische Unterkunft der Garten Eden. An seiner Familie geht die
gesamte politische und gesellschaftliche Entwicklung der Jahrzehnte
spurlos vorüber. Als Adam dem alten Frachtaufzug entsteigt, eröffnet
sich ihm eine völlig neue Welt mit Chipkarten, neurotischen
Großstädtern und sechsspurigen Autobahnen, in der er sich
hoffnungslos verirrt. Um sich ein Hotel leisten zu können, versetzt
er seine alten Baseball-Karten, die inzwischen ein Vermögen wert
sind. Dabei lernt er die junge Verkäuferin Eve (Alicia Silverstone)
kennen, die ihn davor bewahrt, von dem Ladenbesitzer übers Ohr
gehauen zu werden.
Spöttisch-liebevoller Blick auf die guten alten Zeiten
Mit spöttisch-liebevollen Blick auf die guten alten Zeiten lässt
der amerikanische Regisseur Hugh Wilson in "Eve und der letzte
Gentleman" zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander prallen.
Für den unverdorbenen Adam erweist sich seine Odyssee durch das Los
Angeles der 90-er Jahre als Kulturschock. Richtig in Schwung kommt
die Komödie, welche die Drehbuchautoren mit originellen Anspielungen
und gehässigen Seitenhieben auf die heutige Zeit gespickt haben, als
er Eve trifft. Die abgeklärte Single-Frau kauft dem weltfremden
Sonderling die Bunker-Geschichte nicht ab, sondern hält ihn für
einen durchgedrehten Psychopathen. Mit Charme und hintergründigem
Witz katapultiert Hugh Wilson die Kinozuschauer auf einen Kurz-Trip
in eine vergangene Ära, in der zwar ein Atomkrieg drohte, aber die
Männer eben noch echte Gentlemen waren.-- Birgit Heidsiek, dpa
35 Years later:
Adam (Brendan Fraser) emerges
from 35 years of isolation and falls in love with a girl named Eve
(Alicia Silverstone). Hugh Wilson's fish-out-of-water farce benefits
from Fraser's unique ability to mix goofiness and sex appeal, and
he's perfect as a sweet-natured overgrown adolescent for whom modern
Los Angeles looks like the surface of another planet.



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Filme, in denen es aus der
Gegenwart in die Zukunft geht und wieder zurück aus der Zukunft,
in denen es gern auch mal in die Vergangenheit und
Vorvergangenheit geht und dann beinahe nicht mehr zurück in die
Gegenwart, solche Filme haben wir nun wirklich schon öfter
gesehen - Abenteuerfilme, Science-Fiction-Filme, Jugendfilme,
natürlich auch Komödien. Auch "Blast from the Past" bewegt sich
auf dieser Zeit-Schiene, läßt zwei Zeitebenen verquer zueinander
laufen: es handelt sich um eine Komödie, die dabei allerdings
ganz einfach chronologisch linear erzählt, was passiert. Deshalb
läßt sich eben das schon bald nach dem Anfang lückenlos bis zum
Ende vorhersagen. Und weil dieser Film komödiantisch
konventionell gestrickt ist - der komische Held muß sich in
einer fremden Umgebung zurechtfinden, deren Sitten ihm nicht
vertraut sind - sind Lacher am Fließband vorprogrammiert. Zudem
wird eine heiter gemütelnde Reise durch die US-amerikanische
Zeitgeschichte geboten, die zumindest beim Ami-Publikum
wohlwollende Saiten anschlagen wird.
Und dennoch. Der kalkulierte Witz geht auf, geht immer wieder
auf. In "Blast from thePast" ist es genauer eine amerikanische
Familie, die sich auf der Zeitschiene bewegt, und dies ganz ohne
phantastische Hilfsmittel. In der im Vorspann pittoresk karikierten
Atomkriegs-Paranoia der Fünziger und Sechziger wurde es üblich, sich
neben dem Einfamilienhäuschen auch einen Bunker zuzulegen.
Ratschläge zum nuklearen Überleben wurden ausgetauscht wie die
neuesten Tips zur Goldfischzucht. Der Wissenschaftler Calvin Webber
gibt eine Cocktailparty an eben jenem denkwürdigen Abend, an dem JFK
in seiner berühmten Fernsehrede anläßlich der kubanischen
Raketeninstallation seinen Amerikanern die reale Möglichkeit eines
bevorstehenden Atomschlags beibringt. Webber hat es noch ein bißchen
ärger mit den Commies als die anderen anwesenden Kompatrioten und
bricht nach dem Fernsehintermezzo die Party ab.
Der wunderbare Christopher Walken in dieser Rolle eines leicht
schrägen, dabei fanatisch staats- und zivilbürgerlichen Pedanten hat
nämlich nichts eiligeres im Sinn, als mit seiner hochschwangeren
Frau den geheimen Luxusbunker zu inspizieren, den er unter seinem
Garten mehrere Geschosse tief angelegt hat. Eben in diesem Moment
stürzt ein Düsenjäger auf das Webbersche Anwesen. Calvin
interpretiert die Explosion als die Bombe - the Big One - und drückt
im Keller aufs rote Knöpfchen, das die Tore zur Oberwelt
unwiderruflich für 35 Jahre verriegelt. Bald darauf kommt seine Frau
mit einem Knaben nieder. Adam wächst auf in einer hermetisch
eingeschlossenen materiellen und kulturellen Blase der frühen
Sixties. Über dem Ausgang des tiefergelegten Wohnzimmer der Webbers
schreitet inzwischen ein neu gebautes Café durch die Jahrzehnte und
illustriert sinnfällig, was die drei in ihrer Kalter-Kriegs-Idyllik
Gefangenen alles verpassen: Flower Power, Drogen, Disco, Sex, Hard
Rock.
Am Ende dieser langen Jahre wagt sich Vater Calvin an die
Oberfläche und bekommt eine Herzattacke vor Schreck über das, was
sich im postnuklearen Amerika abspielt. Das Café ist inzwischen eine
verlassene Bruchbude. Vor der Türe verwirrt ihn ein Transsexueller
mit seinen beiden Geschlechtern. Ein Penner kotz ihm vor die Füße.
Das müssen verstrahlte Mutanten sein! Dann wird Adam losgeschickt,
um Vorräte für die nächsten zehn troglodytischen Jahre zu
organisieren: in einer solchen Welt aufzuwachen, das ist die Traufe
nach dem Regen. Adam hat es aber auf ein Mädchen abgesehen. Auf
irgendeines. Obwohl schon 35, entsteigt er der ewigen Jugend: anders
als die unglücklichen Unsterblichen, die Gulliver auf seinen Reisen
trifft und die vor lauter Geschichte und Sprachwandel nicht mehr
hinterher kommen und deshalb dahin vegetieren, ist Adams Unschuld
von solchen Einflüssen bisher völlig verschont geblieben. Er birst
vor Energie und nimmt alles wörtlich, was die Bewohner des L.A. der
Neunziger zu ihm sagen.
Was das Buch aus diesem Schema dann so an Witzen ableitet, ist
natürlich meistens platt, aber ich mußte trotzdem lachen, selbst
über den wohlfeilen DICK-HEAD - ein Bild, mit dem Adam von seiner
bald gemachten neuen Bekanntschaft Eve bedacht wird, und dessen
metaphorische Dichte ihn umwirft. In diesem Stil, der das
zeitgenössische Umgangsidiom beim Buchstaben nimmt, geht es weiter,
bis der altmodische Jung-Gentleman Adam und die abgebrühte Eve sich
dann endlich kriegen - nach etlichem erheiternden
Konventions-Gestolper. Sie übrigens dargestellt vom ehemaligen
Batgirl Alicia Silverstone. Auf deutsch läuft dieser Schmock unter
dem Titel "Eve und der letzte Gentleman". Ich rate ab, muß sogar
abraten, denn das ist höchstens liebevoll gemachter
Hollywood-Durchschnitt von Hugh Wilson, dem bewährten Regisseur des
Breitwand-All-Time-Favourite Police Academy Teil I. Dabei erröte ich
aber, denn ich habe mich gut amüsiert, - und nicht nur über den
Wortwitz. Der allerdings in der synchronisierten Fassung vermutlich
weniger witzig sein wird. Leider. --Jakob Hesler
Als
Christopher Walken in "Blast from the Past" in der
Maske saß und um 35 Jahre altern musste (was Stunden an Vorbereitungen
kostete), sah ihm plötzlich sein eigener Vater entgegen. (CW); schon
in "Catch me if you can" frisierten und kleideten sie ihn wie seinen
Verstorbenen Vater
"I looked in the mirror and I saw my father. (..)"
Blast from the
Past-Premiere

"Walken is in town to
promote Blast From the Past, a romantic comedy headlined by Brendan
Fraser and Alicia Silverstone (Walken's Excess Baggage costar of whom
he remarks, "I enjoy her."). Walken -- gasp! -- does not play a villain nor
does he portray a psychopath. Instead, he plays Calvin Webber, a brainy
inventor who sequesters his wife Helen (Sissy Spacek, with whom he cuts a
rug in the film) and their newborn son (played as an adult by Fraser) in an
ingeniously crafted bomb shelter for 35 years. Walken didn't have to look
far for inspiration. "[Calvin] has a lot to do with my own background," he
relates. "In those days -- not the Sixties but the Fifties when I was
growing up -- people did have bomb shelters. They had a little thing in the
backyard with some canned goods. It probably would have been absolutely
useless if anything had happened."
Interview mit Christopher
Walken
über das Drehbuch
"I play an inventor who
builds an elaborate bomb shelter under my house. When the Cuban Missile
Crisis starts, I think it's the end of the world and I take my family and
lock us down there for 35 years. We live an idyllic life though my son
[Brendan Fraser] grows up without seeing a girl. When we finally come out he
meets and falls in love with Alicia Silverstone. It's a nice story. I don't
often read a script and then feel it's wonderful. Usually I think "How am I
gonna figure this out?" This made me laugh. (CW)

"One
of the best scripts...."
"He's
been very happy there for 35 years."
"A
lot of the stuff in this house my mother had."
"He's
got a great education."
"Comedy
is a comfortable thing for me.."


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