Success didn't go to his head,
it went to his neighbor

 

 

Barry Levinson directed this comedy in which success has a rather surprising effect on two old buddies. Nick Vanderpark (Jack Black) and Tim Dingman (Ben Stiller) are best friends and next-door neighbors who work together at a sandpaper factory. Nick and Tim often find themselves wishing for something more from life, and Nick has a habit of dreaming up harebrained get-rich-quick schemes that usually end in disaster. Tim is particularly appalled by Nick's latest idea, "Vapoorizer," a cleaning product which will make pet feces magically disappear, but to their shock, it turns out to be an incredible success, and before long Nick is wealthy beyond his wildest dreams. Tim, however, is still the same guy getting by in suburbia he's always been, and soon Tim finds himself bitterly resentful of his old friend. As Nick gets richer, Tim gets angrier, and he develops a drinking problem. One night, in a bar, Tim meets an eccentric drifter (Christopher Walken) who offers him some not-so-friendly advice on getting even with his old friend. Envy also stars Rachel Weisz and Amy Poehler as Tim and Nick's much-put-upon spouses. ~ Mark Deming, All Movie Guide

Tim Dingman (Ben Stiller) und Nick Vanderpark (Jack Black) sind beste Freunde. Sie sind Nachbarn in einem wenig attraktiven Malocher‑Vorort einer amerikanischen Großstadt, arbeiten gemeinsam in derselben Fabrik für Sand- und Schmirgelpapier. Sie erwachen, sie putzen sich die Zähne, sie frühstücken, und bis sie gemeinsam ins Auto steigen, um zur Arbeit zu fahren, wird das ganze morgendliche Ritual von einer um das Geschehen herum kreisenden Kamera eingefangen -gerade noch das sie sich nicht die Unterhose teilen– adäquat zum Thema des Films, der sich, wie der Titel schon verrät, mit Neid auseinandersetzt. Anhand zweier Familien, die eingangs eingekreist werden, wird dieses Gefühl auf komödiantische Weise angegangen.
Sie fahren zusammen weg, fahren auf Urlaub haben Spaß, haben Kinder, die von TIM sind unterernährt im Geiste, die von NICK sind reich an Gehirnschmalz. Die Kinder, LULA und MICHAEL, übrigens spielen Musik auf Mistkübeltonnendeckeln, während die Kinder von NICK, NELLIE und NATHAN, Klavier spielen.

Tim ist gerade befördert worden, was an seiner besseren Konzentrationsfähigkeit liegt, und besitzt nun ein eigenes Büro, einem 4 Quadratmeter großen Holzverschlag, inklusive eines Bürostuhls mit bandscheibenfreundlicher Rückenlehne, der im Sandpapiergewerbe nur der Liga jenseits der Vorarbeiter vorbehalten ist. Endlich hat die finanziellen Möglichkeiten, seiner Familie einen zwar nur mittelgroßen, aber immerhin nierenförmigen Swimmingpool in den Garten bauen zu lassen. Nicks Beförderung lässt dagegen noch auf sich warten, denn Nick ist ein Träumer. Allzu oft vergisst Tims bulliger und jovialer Freund die alltäglichen Pflichten und gibt sich stattdessen absurden Fantasievorstellungen hin. Wie zum Beispiel dieser: Man müsste ein Spray erfinden, das Hunde­haufen einfach- pffft!- verschwinden lässt.
Kurz gesagt: Tim ist ein gemachter Mann auf dem Weg nach oben! Nick dagegen ist ein beruflicher Versager. Ein durch und durch liebenswerter und gutmütiger Forrest Gump der Vorstadt. Außerdem ist Nick ein überschäumender Quell ständig neuer und völlig abstruser Geschäftsideen, die eigentlich keiner außer seiner geistig eher schlicht veranlagten Frau Natalie (Amy Poelher) wirklich ernst nimmt. Daher lehnt Tim auch dankend ab, als sein Nachbar ihm anbietet, in seine neueste geniale Idee zu investieren.
Doch Tim muss diese Entscheidung bitter bereuen. Denn tatsächlich gelingt es Nick irgendwie, den „Scheiße-weg“-Spray zu entwickeln. Über Nacht wird Nick mit „Vapoorize“ (dog pooh = Hundescheiße) zum Multimillionär, und Tim guckt in die Röhre.
Von der Idee ist Nick so fasziniert, dass er kaum noch von etwas anderem redet. Doch außer der grotesken Vision und einem Namen für das Produkt-"Vapoorizer" mit zwei "o" -hat Nick kein Konzept, wie dieser Spray zu realisieren sein könnte. Dennoch bietet er Tim an, sich mit 2.000 Dollar an der Entwicklung zu beteiligen. Im Falle eines Erfolgs würde er dann 50 Prozent des Gewinns kassieren. Und dann geschieht das Unglaubliche: Nick schafft es wie durch ein Wunder tatsächlich, den Vapoorizer-Spray zu erfinden und wird binnen weniger Monate zum Multimillionär. Anstatt ins schicke Beverly Hills oder auf die Bahamas zu ziehen, baut er sich allerdings eine riesige und kitschige Traumvilla direkt gegenüber von Tims kleinem Bungalow, komplett mit eigenem Karussell, Gokart-Bahn, Bogenschießplatz und Baseball-Trainingsareal.
Mit Nicks Erfolg beginnt Tims Martyrium. Immer, wenn der nun aus dem Fenster schaut, blickt er auf die Prachtvilla seines Freundes, die aussieht wie die Disneyland­Version des White House ‑ eine unübersehbare, brutale Erinnerung an seine verpasste große Chance. "2.000 Dollar! Mehr hätte es uns nicht gekostet, jetzt ebenfalls so reich zu sein!", giftet Tims Gattin Debbie (Rachel Weisz) ihren frustrierten Gatten fast täglich an. Als ob er das nicht selbst wüsste!

Und dann ist da noch Corky, Nicks heiß geliebtes Pferd, das jeden Morgen zuverlässig zu den Dingmans in den Garten trottet, an deren Apfelbaum nascht und sein Geschäft auf deren bescheidenem Rasenstück verrichtet. Tim hasst dieses Pferd. Wie er überhaupt alles hasst, was mit Nick zu tun hat. Der Neid zerfrisst ihn förmlich. Die Stimmung im Hause Dingman ist so mies, dass Debbie sich eines Tages die beiden gemeinsamen Kinder schnappt und sich zu ihrer Schwester absetzt. Mit ihrem Loser von Ehemann will sie nichts mehr zu tun haben.
Während Nicks intellektuell eher dürftig ausgestattete Ehefrau Natalie (Amy Poehler) beschließt, für den Senat zu kandidieren und sich als Wahlkampfthema den Umweltschutz ausgesucht hat ("Ich mag jede Art von Umwelt und bin voll dafür"), brennt bei Tim die letzte Sicherung durch. Auf seiner Arbeitsstelle hat er einen veritablen Wutausbruch, beleidigt seinen Chef- und wird fristlos gefeuert. Frustriert schlurft er in die nächste Bar, setzt sich an den Tresen und teilt dem Barkeeper mit: "Normalerweise trinke ich nicht. Aber heute hat mich meine Familie verlassen und ich habe meinen Job verloren. Bitte geben Sie mir ein für diesen Anlass adäquates Getränk."

Doch nicht nur der Mann hinter dem Tresen hört ihm zu, sondern auch eine zerknitterte, grauhaarige Mischung aus Alt-Hippie und Obdachlosem, die sich "J-Man" (Christopher Walken) nennt, wie eine Geistergestalt aus einer Nische der Pinte auftaucht und Nick seine komplette Leidensgeschichte aus dem Kreuz leiert. Am Ende hat J-Man einen verhängnisvollen Rat für den nicht mehr nüchternen Tim: Er soll seiner Wut einfach freien Lauf lassen. Bringt doch nichts, still zu leiden und sich selbst zu quälen. Walken ist als J-Man der Joker - ein obdachloser, pausenlos merkwürdig orakelnder Hippie, der Tim von nun an nicht mehr von der Seite weicht zunächst sensationell komisch, später eher vernachlässigt.

Zwischendurch gibt es Momente mit anschaulichem Marxismus, wenn Nick geistesabwesend seine Hand anstarrt und meint, manchmal habe er das Gefühl, sie sei gar nicht von ihm: Besser kann man "entfremdete Arbeit" in einer Komödie nicht darstellen.

Im Zentrum der Attraktion stehen zwei exzellente Komödianten: Jack Black gibt mit Spaß den reichen Clown. Ben Stiller beweist erneut, zu was dieser Mann alles in der Lage ist: Zu allem. Den größten Albernheiten und dem tiefsinnigsten Blödeln. Zusammengeworfen ergibt sich ein unglaubliches Filmvergnügen, fast so wie Soderbergs "Schizopolis". Allerdings hat den auch kaum jemand gesehen ... (Günter H. Jekubzik)

Sturzbetrunken torkelt Tim später durch Nicks Garten, murmelt leise Flüche vor sich hin und greift dann zu einem der Sport-Flitzebögen, die in Nicks Garten haufenweise herumliegen. Blindwütig feuert er einen Pfeil ab, hört ein leises Wiehern und dann ein lautes Plumpsen. Tim hat Corky getötet! Gott sei dank musste der gekündigte und abgebrannte Tim die Bauarbeiten an seinem Swimming Pool stornieren und hat deshalb eine große, leere Grube in seinem Garten. Hier verscharrt er das Pferd. Als Tim am nächsten Morgen erwacht, machen ihm sein Brummschädel und sein schlechtes Gewissen gleichermaßen zu schaffen. Zu allem Überfluss taucht dann auch noch der völlig abgedrehte J-Man auf, der sich neuerdings für Tims besten Freund hält. Auch Tims reumütige Familie kehrt zu ihm zurück, was unter anderen Umständen ein Grund zur Freude wäre, in der derzeitigen Situation allerdings nur zusätzlichen Stress bedeutet.

Nick begibt sich derweil auf eine hysterische Suche nach seinem verschwundenen Gaul und setzt eine Belohnung von 50.000 Dollar für denjenigen aus, der ihm verraten kann, was mit seinem geliebten Corky passiert ist. Nicks Gattin und Hobby-Politikerin Natalie muss sich zur selben Zeit mit einer Horde von Demonstranten herumplagen, die vor ihrem Wahlkampfbüro auf- und abmarschieren. Die wollen wissen, wohin genau die Hundekacke eigentlich verschwindet, nachdem sie mit Vapoorize besprüht wurde. Ist der Gatte der selbst ernannten Umweltpolitikerin womöglich selbst ein ausgemachter Öko­Schänder?

J-Man hat derweilen den vermeintlich genialen Plan, das verbuddelte Pferd heimlich wieder auszugraben, in irgendeinem Waldstück zu deponieren, sich dann als ehrlicher Finder des verblichenen Corky zu melden und den Finderlohn zu kassieren. Tim soll seine Familie so lange in J-Mans "Ferienhaus" im Wald schaffen, eine modrige Bruchbude, die selbst so mancher Kakerlake zu schäbig erscheinen dürfte. Frei von eventuellen Zeugen buddeln Tim und J-Man nachts den Gaul wieder aus, spannen ihn auf's Dach eines Jeeps, und fahren mit ihm bei strömenden Regen diverse Meilen durch die Einöde- und verlieren ihn dann irgendwo unbemerkt. Corky ist verschwunden. Alles war umsonst.

Nick hat derweilen eine Erleuchtung: Er erklärt Tim trotz seiner damaligen Investions-Weigerung zum gleichwertigen Teilhaber seines Konzerns. Wozu sind Freunde schließlich da? Begeistert bricht der frisch gebackene Millionär mit seinem Freund nach Rom auf, um von dort aus den europäischen Markt für das Anti‑Hundehaufen­Spray zu erobern. Alles läuft bestens. Die Geschäfte laufen großartig, und die Familien Dingman und Vanderpark sind besser befreundet denn je. Doch dann beschließt J­Man, sich ebenfalls auf die Sonnenseite des Lebens zu begeben: Er will von Tim zum gleichberechtigten Partner des Vapoorize-Imperiums ernannt werden. Wenn nicht, verrät er Nick, wer Corky auf dem Gewissen hat. Tim ist panisch, dass sein neuer Reichtum bald wieder ein Ende haben könnte und sucht verzweifelt nach einer Möglichkeit, J-Man von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Er beschließt, seinem Freund die Wahrheit zu beichten. Als sich dann noch herausstellt, das Corky nicht durch den Pfeilschuss gestorben ist, sondern das Opfer des durch den Superspray vergifteten Grases des Nachbargartens geworden ist (Corky treibt mediengerecht den Fluss herunter, während die Politikerin in spe eine Ansprache hält), wendet sich das Blatt. Der Vapoorizer wird aus dem Regal genommen.
Da hilft nur mehr eins: Pocket Flan!
 

     

 

 

About the Production

"The interesting thing about envy,” director/producer Barry Levinson observes, “is that it’s part of the human condition. We try to deny it, to hide it, to cover it up, but it’s in all of us. Early on, when I read the script for ‘Envy,’ I thought it was an interesting fable-like story about two best friends. One says, ‘I have this great idea; come on in with me.’ His friends answers, ‘Are you crazy? Of the 50 terrible ideas you’ve had, that has to be the stupidest.’ The next thing you know, that stupid, little idea becomes worth millions and millions of dollars. Where do they go from there? I thought that was worthwhile exploring in a comedic fashion.”

Screenwriter Steve Adams admits, “I generally want the scripts I write to be about things that concern me, too, and this story began with my own envy of other people’s successes. I found out it’s a common theme. When I would talk to other people about it, they knew just what I was talking about. In this case, it is the kind of envy that comes between two longtime friends who share everything…even their jobs. They are just everymen—guys who work together, come home, and wistfully dream of having more. Then this thing happens and one of them does get more…much more.”

Ben Stiller and Jack Black star as the two best friends who find themselves on very divergent paths. Stiller plays Tim Dingman, who passes up an opportunity to get in on the invention of a spray that makes poop disappear, appropriately dubbed Vapoorizer. Jack Black plays the man behind Vapoorizer, Nick Vanderpark, Tim’s best friend and now—thanks to grateful dog owners everywhere—filthy rich neighbor.

Stiller offers, “Tim Dingman is living a rather mundane existence, with a wife and two kids, and a job at a sandpaper factory. He’s a real practical guy, not much of a visionary like his friend, Nick Vanderpark. Nick is always coming up with inventions that are going to change his life, and Tim is the naysayer who thinks Nick has his head in the clouds. And, of course, Tim is wrong, tragically wrong. Tim becomes so driven by envy, it screws up his friendship. But what’s really eating away at him is that it’s his own fault. He had every opportunity to get in on the deal, so there’s that constant, nagging thought of ‘If only I had made that one decision…’”
 

     

     

        


Jack Black asserts that his character remains blissfully unaware of the envy gnawing away at his best friend, Tim. “Nick assumes that the Dingmans are as stoked about his newfound wealth as he is. He thinks they are happy for him…like if the team you were rooting for won the championship. Well, the Vanderparks have just won the Super Bowl of dog poop. They’re not just rich; we’re talkin’ stinking, filthy rich. They build a palace and have people attending to their every need. Nick even has the best hairstylists from Milan, so now the ‘do’ he has—you know ‘Willy Wonka & the Chocolate Factory?’—it’s part Oompa Loompa and part Little Lord Fauntleroy. It’s quite fetching, if I do say so myself,” Black laughsBen and Jack are terrific, the way they play off each other,” Levinson says. “Their energies are so different, which served us well for this movie because you want that collision of personalities. It allowed for these two characters to have a very interesting dynamic. Ben is great at building a slow burn, while Jack has the more expansive character. And for Ben, playing against that required more restraint, which I think is very hard to do.”

Despite their different approaches, Stiller and Black have only admiration for each other’s acting style. Stiller remarks, “Jack is really good because he doesn’t question it; he just goes for it. He commits to it 100 percent, which makes it a lot more fun to play opposite him.”

Black reciprocates, “Ben’s total commitment to whatever he’s doing is really impressive. There were times we’d be in a scene and I’d be in my own world. All of a sudden, I’d look over in his eyes and think, ‘He’s really listening. He’s totally in it.’ That’s what I tried to pick up from him—how to stay totally in the scene and in communication with the other actors.”

"Valderee, valderah, Valderee, valderah-ha-ha-ha-ha-ha,
Valderee, ...et-cetera..."


Tim’s envy might have burned itself out were it not for an oddball stranger, who calls himself J-Man, fueling the fire.
Christopher Walken, who stars as J-Man, calls him, “a genuine bohemian. It’s hard to define, but he is reasonable in his own way. He sees an opportunity to make some money, but it’s not stealing. He thinks of it as a reward—they’re gonna give it to someone, so they might as well give it to him. He’s basically harmless, though.”

Barry Levinson says that he was thrilled to have Walken in the role, noting, “Chris is a really great actor, and extremely funny. He has a natural sense of comedy, but in a different way from what you might expect. He has a total commitment to any role he is doing; you can see it in his eyes. He is completely focused and just embodies the character. What makes him so great is he has such a command that he can find the essence of things in ways that continually surprise you. He had a line that was ‘Good for you, good for you, good for you,’ and he turned it into, ‘Good for you, good for you, good for you.’ It wasn’t meant to be hugely funny, but in that moment, he extracted something from it that wasn’t on the page. As a director, those moments are quite extraordinary.”

Walken says that one of the aspects of the story that intrigued him was the missed opportunity. “What if you had the chance and didn’t take it? It’s knowing that you were in the right place at the right moment and didn’t know it. I think that’s what happens in Tim’s case, and probably in a lot of cases.”
 

     


That missed opportunity not only threatens Tim and Nick’s friendship, but Tim’s marriage to Debbie Dingman, played by Rachel Weisz. Weisz offers, “The Dingmans have a very normal life: They’re not blissfully happy, but they are happy; they are not wealthy, but they’re not poor either. Their best friends, the Vanderparks, live across from them and there's not much to distinguish the two families—their houses are the same, even the two husbands’ jobs are the same. The only difference between them is that Nick is a dreamer, always coming up with these crazy ideas, but this time one of them pays off in billions of dollars. Debbie had wanted Tim to invest in Nick’s invention, but he refused, so she can’t help but be furious. If the Dingmans had just invested $2,000, they would have been as rich as the Vanderparks. The envy that creeps into their lives is very destructive to their marriage. But,” she adds, “it’s also about how money can make you crazy. In this movie, money makes everyone lose their minds.”

Amy Poehler, who plays Nick Vanderpark’s other half, Natalie, agrees, “Once Nick and Natalie become rich overnight, they lose touch with how they appear to other people. They start to live and dress in a way that’s absurd, but in a nice way. What I found most funny about Nick and Natalie is that they think experiencing something vicariously is the same as actually experiencing it. They are totally oblivious to how envious Tim and Debbie have become. They assume that everyone—especially their best friends—would be really happy for them. I also liked how Natalie always supports Nick in his inventions, even though there were probably a lot of failures that came before Vapoorizer. She’s a dreamer herself, so it’s kind of sweet that the couple who are the dreamers are the ones who hit it big.”


"Nerv mich nicht wegen der Krümel,
weil ich bin ohnehin schon am Rande des Randes.."

("Don't hassle me about crumbs man, because I am on the edge of the edge.")
 

Once the Vanderparks do hit it big, one of their more ludicrous decisions is not to move, but rather to build a huge mansion on the exact spot that their tiny house had stood in a suburban cul-de-sac. Levinson says, “Nick is worth a few hundred million dollars and builds a mansion—not somewhere else—but directly across the street from his best friend. So you have this little modest house and on the other side of the street is this fabulous mansion. Nick is not thinking about what it’s doing to Tim to have this giant mansion staring him in the face every single day when he walks out to go to work.”

Black affirms, “To Nick’s way of thinking, having Tim still living right across the street is awesome; it’s the best of both worlds. He could have moved to someplace like Beverly Hills, but that would have been phony. That’s just not him; he’s keepin’ it real.”

The design of the Vanderpark mansion allowed production designer Victor Kempster to let his imagination run wild, envisioning how someone with loads of money, but little taste, would decorate his home. “The house is outrageous, perverse, baroque… It’s completely debauched," he laughs. “It looks like one of those giant hotels gone terribly wrong,” Levinson adds.

Adding to the strange juxtaposition of a literal palace in a middle class neighborhood were some typical suburban trappings. Kempster notes, “I started by showing Barry several different kinds of suburban backdrops, and then I threw in the capper: the gigantic network of power lines looming over the neighborhood. He absolutely loved that. It gave the mansion’s location an even more bizarre identity. What I loved was the absurdity of it. Someone with millions of dollars is very unlikely to build a mansion in the exact spot he lived before, but even more unlikely to build one under those massive power lines. I mean, it’s utterly ridiculous.”

The exterior of the mansion was a façade, while the interiors of the house were mainly shot in a huge mansion in Beverly Hills that had all the over-the-top elements Kempster was looking for, including an indoor bowling alley and an indoor swimming pool. In keeping with the Vapoorizer’s primary use, Kempster incorporated a canine theme for the décor, showcasing gigantic, brightly colored paintings on the walls featuring cavorting cartoon-like canines. There were also statues of dogs and a huge marble statue of Nick on his prized horse, Corky.

     

     

"Barry and I thought about how someone would react to having a gazillion dollars overnight,” Kempster comments. “We decided he would want all these boy toys, so for the exterior of the house we built a carousel, a go-cart track, an area for archery, a batting cage and, in the center of it all, Casa Corky, Nick’s palatial home for his beloved horse. Corky’s barn was designed to be a smaller version of the mansion.”

Costume designer Gloria Gresham, who has collaborated with Barry Levinson on ten previous films, was also able to let her designs run the gamut of taste for “Envy.” She offers, “This was probably the broadest comedy I have done in years. Barry did give me one major direction for Jack Black’s costumes: ‘Think of Ralph Cramden with money,’” Gresham relates, referring to the character from the classic series “The Honeymooners.” “Jack was open to everything,” Gresham continues. “Nothing was ever too much. Ben, on the other hand, played a more conservative character, so it all worked out.”

Gresham also notes that the color palette reinforced the contrasting lifestyles. “We wanted to keep the ‘everyman’ palette muted, so you will see some denim, gray, beige and washed-out green. Then, as the money comes into play, the colors become bolder and the costumes become more flamboyant.” “There is a real cause and effect with money,” Levinson says. “It’s part of the American dream, and countless people who have come up with some invention and hit it big have lived it.”

In today’s television culture, what would the selling of any new invention be without those ubiquitous infomercials? Vapoorizer is no exception. “Shooting our own infomercial turned out to be a lot of fun,” Levinson states. “The infomercial has become so much a part of our culture, touting all manner of products. I’m sure if you took the infomercial in our movie and put it on television, people would be calling in.”
 

        

     

     
 

 

Trailer           
Envy-(backstage)-Videoclips     
Tim meets J-Man (Videoclip)   
J-Man extorts Tim (Videoclip)
Tim confronts J-Many (Videoclip)
J-Man invades Tim's house (Videoclip)

Envy-Reviews       
Official Website         
Envy-DVD      

"One of the worst movies 2004" (???)
 

 

 

"Für die notwendige Skurrilität sorgt Christopher Walken, der als Bösewicht mitmischt, sich aber eigentlich als Bohemien betrachtet." (Bayrisches Fernsehen)
"Tim wird zur leichten Beute für Christopher Walken, der als dampfplaudernder Späthippie Maßnahmen zur Korrektur des unfairen Schicksals anregt."
"Christopher Walken als intrigantes Freibiergesicht mit einem Gespür fürs schlechte Gewissen der braven Bürger ist unbedingt sehenswert." (Nordbayern Infonet)

"Then there’s Walken – a delight no matter what film he’s in (witness Gigli). Although his character quite frankly sucks, Walken is typically odd in that way we all love. If Envy had been destined to be a big hit, I have no doubt that Walken’s bizarre rendition of “Valderi Valdera” would become a much-imitated classic."

"So richtig zu sich findet der Film einzig bei den famosen Auftritten Christopher Walkens, der sich als „J-Man“ zu Ben Stillers Mentor und Saufkumpan aufschwingt – eine Ausgeburt amerikanischer Paranoia und hippieesker Gesetzlosigkeit, ein pseudo-weises Wrack, das die innigste Zuneigung und die größte Bedrohung in ein und demselben melodiös geflöteten Satz unterbringt. „Neid“ mag als Stiller/Black-Vehikel in die Welt hinausposaunt werden – es ist Walken, der den Jungs zeigt, wo der Hammer hängt.."

"...Christopher Walken, der Altmeister skurriler Charaktere..."

"Christopher Walken adds class and dignity to the film."

"Christopher Walken is absolute comic genius...."

"Walken is Envy's only bright spot. He plays a part-time con artist and full-time bum named "J-Man" who pops in and out, seemingly at will, driving a wedge between the old friends."
 

     

     
 

"Walken und Hauptdarsteller Ben Stiller eint dasselbe Problem: Sie spielen in zu vielen Filmen und achten zu wenig auf Qualitätskontrolle. Stiller kurbelt Komödie um Komödie ab, ohne mühsam die guten Sachen herauszupicken. Und Walken scheint sowieso alles zu unterschreiben, was ihm vorgelegt wird. Nicht dass wir uns da falsch verstehen, schon oft hat der unnachahmliche Walken durch einen seiner patentierten Nebenrollen- und Cameoauftritte einen Film gerettet oder geadelt, aber hier hilft das alles auch nichts..." (Filmszene.de)
ODER DOCH?? ;))) Ich breche eine Lanze für den Film Neid!!
 

                                                                   Hintergrundinfos:


Neidlos muss der Kritiker gestehen, dass er diesen Film nicht einordnen kann und das ist schon das erste Plus für "Neid". Barry Levinson, der von "Rain Man" über "Wag the Dog" bis zu "Bandits" eine ganze Menge unterschiedlichen Film auf immer interessante Weise gedreht hat, ge- oder misslang eine unglaublich absurde Komödie.

Eigentlich sollte „Neid“ ja direkt auf Video herausgebracht werden, als irgendwo in einem Kino in Los Angeles die geheime Test-Vorführung nicht so lief, wie erwartet. Doch als dann Jack Black mit „School Of Rock“ auf einmal an Popularität gewann, entschloss sich Jeffrey Katzenberg,Produzent von DreamWorks, alle Zweifel in den Wind zu schlagen und dem Film einen Kinostart zu ermöglichen.

Auf den ersten Blick ist „Neid“ ein typisches Ben-Stiller-Starvehikel. Denn Stiller spielt, was er fast immer spielt: Otto Normalverbraucher, der durch die Widrigkeiten einer umbarmherzigen Umwelt aus seinem geliebten Alltagstrott geworfen wird. Das funktioniert auch hier. Und schon allein die Darsteller Stiller, sein Co-Star Jack Black, so wie die hinreißend komische Amy Poehler, machen „Neid“ absolut sehenswert.

Im Zentrum der Attraktion stehen zwei exzellente Komödianten: Jack Black gibt mit Spaß den reichen Clown. Ben Stiller beweist erneut, zu was dieser Mann alles in der Lage ist: Zu allem. Den größten Albernheiten und dem tiefsinnigsten Blödeln. Zusammengeworfen ergibt sich ein unglaubliches Filmvergnügen, fast so wie Soderbergs "Schizopolis". Allerdings hat den auch kaum jemand gesehen ... (Günter H. Jekubzik)

Richtig interessant jedoch wird der Film jedoch durch die bissige Gesellschaftskritik in Steve Adams Drehbuchvorlage, die dem Film eine delikate Doppelbödigkeit verleiht: Da entschließt sich eine deutlich unterbelichtete, amerikanische Hausfrau, die nicht einmal ganz sicher ist, ob sie nun für den „Senat“ oder den „Kongress“ kandidiert, ihren neu erworbenen Reichtum zu nutzen, um große Umweltpolitik zu betreiben. Wir sehen: zum Politiker qualifiziert man sich in den USA nur durch eins: Jede Menge Schotter. Die Parallele zu Fahrenheit 9/11, in dem sich der amtierende amerikanische Präsident als stinkreicher, tumber Einfaltspinsel outet, liegt auf der Hand. „Neid“ wird damit zu einer Parabel mit dem Fazit: Es ist egal womit du dein Geld verdienst, ob mit korruptem Öl oder mit Hundescheiße. Denn eines ist sicher - Geld stinkt nicht!

Wer des Stehaufmännchens Jack Black nicht überdrüssig geworden ist und Christopher Walken in einer seiner besten Rollen sehen möchte, dürfte trotzdem rund 100 Minuten lang gut unterhalten werden. Eine gewisse Ironie fehlt schließlich auch nicht.
 

        
 

                                                   Zu Walken: Aus der Presse

"So richtig zu sich findet der Film einzig bei den famosen Auftritten Christopher Walkens, der sich als „J-Man“ zu Ben Stillers Mentor und Saufkumpan aufschwingt – eine Ausgeburt amerikanischer Paranoia und hippieesker Gesetzlosigkeit, ein pseudo-weises Wrack, das die innigste Zuneigung und die größte Bedrohung in ein und demselben melodiös geflöteten Satz unterbringt. „Neid“ mag als Stiller/Black-Vehikel in die Welt hinausposaunt werden – es ist Walken, der den Jungs zeigt, wo der Hammer hängt.."

"...Christopher Walken, der Altmeister skurriler Charaktere..."

"Für die notwendige Skurrilität sorgt Christopher Walken, der als Bösewicht mitmischt, sich aber eigentlich als Bohemien betrachtet." (Bayrisches Fernsehen)

"Tim wird zur leichten Beute für Christopher Walken, der als dampfplaudernder Späthippie Maßnahmen zur Korrektur des unfairen Schicksals anregt."
"Christopher Walken als intrigantes Freibiergesicht mit einem Gespür fürs schlechte Gewissen der braven Bürger ist unbedingt sehenswert." (Nordbayern Infonet)

Warum stellt man an eine Komödie immer so hohe Ansprüche? Kann sie nicht einfach auch nur einmal unterhalten, ohne dass man krampfhaft nach einer tiefschürfenden Interpretation sucht? Auch wenn sich "der Film kann sich nicht recht entscheiden [kann], ob er exzentrische, schwarze Komödie im Look eines Independentfilms sein oder den kommerziellen Mittelweg gehen will, den Levinson sich manchmal wie seine Satire "Wag the Dog" vorgestellt haben mag. Die Figuren offenbaren immer mehr Neurosen und Extreme, Kameramann Tim Maurice-Jones ist mehr und mehr damit beschäftigt, den Neureichen-Lifestyle der Vanderparks und die politischen Ambitionen von Mrs. Vanderpark (Amy Poehler) auf absurde Weise in die biedere Vorortlandschaft von L.A. zu integrieren, und auch die großartige Musik von Mark Mothersbaugh ("Die Royal Tenenbaums") wird immer exzentrischer. Letztlich bleiben dem Film dank Stiller und Black durchgehend lustige, selbst bewegende Momente, dank Christopher Walken sogar noch mehr - doch will weder das komische Talent der Darsteller, noch die brillante Plotidee so richtig zünden: Anstelle das Potential von "Vapoorize" zu nutzen, verfolgt das Drehbuch einen abwegigen Handlungsstrang, in dem Tim versehentlich Nicks Pony tötet und dann mit Hilfe des J-Mans verschwinden lassen will - wie einst den Hund in "Verrückt nach Mary". Aber im besten Sinne verrückt bleibt bei "Neid" letztlich nur die Idee von "Vapoorize!" © kino.de / Entertainment Media Verlag
 



                  
                                                                        Produktionsnotizen:                                              


"Das Interessante am Neid ist", sagt Regisseur und Produzent Barry Levinson, "dass es ein unbestreitbarer Teil der menschlichen Natur ist. Wir versuchen es zu leugnen, zu verbergen, zu kaschieren, doch wir alle kennen dieses Gefühl. Als ich das Drehbuch zu NEID zu lesen begann, dachte ich, das sei eine wirklich interessante, etwas märchenhafte Geschichte über zwei Freunde. Der eine sagt: Hey, ich habe eine tolle Idee. Beteilige dich an meinem Traum!'. Der Freund antwortet aber nur: Bist du verrückt? Von den fünfzig idiotischen Ideen, die du bislang hattest, ist dies die idiotischste.' Doch ehe man sich versieht, wird diese kleine, idiotische Idee eine Riesensensation und Abermillionen Dollar wert. Was passiert dann? Es reizte mich, das in einer komödiantischen Art herauszufinden."

Drehbuchautor Steve Adams gesteht: "Normalerweise möchte ich, dass die Drehbücher, die ich schreibe, um etwas kreisen, was auch mich persönlich betrifft. Und die Idee zu NEID entstand tatsächlich aus meinem eigenen Neid auf den Erfolg anderer Leute. Ich fand schnell heraus, dass Neid ein universelles Thema ist. Wenn ich mit jemanden darüber sprach, wusste wirklich jeder, wovon ich rede. In diesem Fall geht es um jene Art von Neid, der zwei Freunde auseinander zu bringen droht, die bis dahin alles miteinander geteilt haben. Sogar ihre Jobs. Es sind ganz gewöhnliche Typen. Sie arbeiten zusammen, kommen nach Hause, träumen ihre kleinen Träume davon, dass es ihnen irgendwann einmal besser geht. Und dann passiert es plötzlich: Einer der beiden wird reich. Sehr, sehr reich!"

Ben Stiller und Jack Black sind die beiden Comedy-Stars, die diese Freunde verkörpern. Stiller, der den glücklosen und vor Neid zerfressenen Tim Dingmann verkörpert, erklärt: "Jim Dingman führt ein ganz normales Leben. Er hat eine Ehefrau, zwei Kinder und einen ]ob in einer Schmirgelpapierfabrik. Er ist ein praktischer Mensch. Kein Visionär wie sein Freund Nick. Nick hat ständig aberwitzige Ideen für obskure Erfindungen, die sein Leben verändern sollen. Doch für Tim sind das nur irreale Spinnereien. Aber da irrt Tim sich gewaltig. Tim wird von solch einem unbändigen Neid zerfressen, dass es ihre Freundschaft zerstört. Was ihn am meisten wurmt, ist die Tatsache, dass alles seine eigene Schuld ist: Er hatte die Chance, in Nicks Traum einzusteigen, doch er hat sie vertan. jetzt nagt unermüdlich dieser eine Gedanke in ihm: Hätte ich doch bloß diese eine Entscheidung getroffen!"

Jack Black versichert, dass die Figur, die er verkörpert, keine Ahnung von Tims Neid hat. "Nick geht einfach davon aus, dass die Dingmans genauso begeistert über seinen neu gewonnen Reichtum sind wie er selbst, genauso, als ob das Team, dass man beim Spiel angefeuert hat, gewonnen hat. Tatsächlich haben die Vanderparks den Super Bowl gewonnen, den Super Bowl der Hundekacke. Sie sind plötzlich nicht bloß reich- sie sind stinkreich! Sie bauen sich einen regelrechten Palast und engagieren ein ganzes Bataillon von Dienern. Nick lässt sogar einen Coiffeur aus Mailand einfliegen. Seine neue Frisur ist eine Mischung aus- erinnert sich jemand an Willy Wonka und die Schokolodenfabrik? -Umpa Lumpa und Little Lord Fauntleroy. Ganz schön fetzig, wenn ich das mal so sagen darf", lacht Black.

"Ben und Jack verstehen es einfach fabelhaft, sich gegenseitig beim Spielen die Bälle zuzuwerfen", schwärmt Barry Levinson. "Ihre jeweilige Art von Energie ist vollkommen unterschiedlich, was dem Film sehr zugute kam, denn wir wollten ja eine Kollision zweier grundverschiedener Menschen. Zwischen den beiden Helden von NEID gibt es eine sehr interessante Dynamik. Ben ist großartig, wenn es darum geht, eine schleichende Spannung aufzubauen, während Jack eher der extrovertierte, sofort reagierende Typ ist. Ben musste sich gegen diese spontane Präsenz enorm zurücknehmen. Was, glaube ich, alles andere als leicht ist."
Ungeachtet ihrer unterschiedlichen Arbeitsweise haben Stiller und Black uneingeschränkte Bewunderung für den schauspielerischen Stil des jeweils anderen. Stiller erklärt: "Jack ist so gut, weil er die Dinge nicht hinterfragt- er stürzt sich einfach drauf. Er ist mit hundertprozentigem Einsatz dabei, was es zu einem großen Vergnügen macht, gemeinsam mit ihm zu spielen."

Black erwidert: "Bens totale Hingabe an alles, was er tut, ist wirklich beeindruckend. Es gab Szenen, da war ich in meine eigene Welt versunken, doch als ich plötzlich aufblickte, sah ich Ben und spürte: Er hört wirklich zu! Er ist voll in der Szene! Das ist es, was ich von ihm übernehmen will: Dieses totale Eintauchen in eine Rolle und diese gleichzeitige Kommunikation mit den anderen Schauspielern."

Tims Neid wäre irgendwann vielleicht kleiner geworden, wäre da nicht J-Man- ein obskurer Fremder, der bei dem eifersüchtigen Tim noch Öl aufs Feuer gießt. Christopher Walken, der diesen J-Man spielt, nennt ihn einen "echten Lebenskünstler. Es ist schwer zu erklären, aber er besitzt seine eigene, in sich völlig schlüssige Logik. Er erkennt eine Chance, etwas Geld einzustreichen, doch er hat nicht vor, es zu stehlen. Er betrachtet es als Belohnung. Irgendjemand wird dieses Geld erhalten-warum also nicht er? Eigentlich ist er harmlos."

Barry Levinson erklärt, warum er so begeistert ist, dass er Christopher Walken für die Rolle des J-Man gewinnen konnte: "Chris ist ein wirklich begnadeter Schauspieler. Und er ist extrem witzig. Er hat ein natürliches Gespür für Komik, aber in einer anderen Art, als man es erwarten würde. Er bringt sich in jede Rolle, die er spielt, vollständig ein. Er ist hochkonzentriert und füllt seine Rolle komplett aus- man kann es in seinen Augen sehen. Er hat eine Szene, in der er sagt: 'Good for you, good for you, good for you'. Eigentlich war das nicht übermäßig komisch gemeint, doch so wie Chris diese Worte betonte, extrahierte er etwas aus ihnen heraus, was im Drehbuch gar nicht erkennbar war. Solche Momente sind für einen Regisseur sehr außergewöhnlich." Walken erklärt, dass der Aspekt, der ihn besonders bei diesem Projekt faszinierte, die Geschichte einer verpassten Gelegenheit ist: "Was, wenn man eine Chance hat und sie einfach nicht ergreift? Man war im richtigen Moment am richtigen Ort- und hat es nicht bemerkt. Das ist es, was Tim und tagtäglich unzähligen anderen Leuten passiert."

Die verpasste Chance bedroht nicht nur Tims und Nicks Freundschaft, sondern auch Tims Ehe mit Debbie. Debbie-Darstellerin Rachel Weisz führt aus: "Die Dingmans haben ein völlig normales Leben. Sie sind nicht übermäßig glücklich, aber es geht ihnen gut, sie sind nicht wohlhabend, aber sie sind auch nicht arm. Ihre besten Freunde, die Vanderparks, leben direkt gegenüber. Es gibt nicht viel, was diese beiden Familien unterscheidet. Sie haben dieselbe Art von Haus, die Männer arbeiten in derselben Fabrik. Der einzige wirkliche Unterschied besteht darin, dass Nick ein Träumer ist, der ständig die verrücktesten Ideen hat. Und plötzlich macht ihn einer dieser Einfälle zu einem unsagbar reichen Mann. Debbie wollte, dass Tim in Nicks Erfindung investiert, doch der weigerte sich und jetzt ist sie darüber wahnsinnig wütend. Wenn die Dingmans bloß diese 2.000 Dollar investiert hätten- dann wären sie jetzt ebenso reich wie die Vanderparks. Neid macht sich in ihrem Leben breit und droht ihre Ehe zu zerstören. Aber, fügt sie hinzu, es geht auch darum, wie Geld einen wahnsinnig machen kann. In diesem Film verliert so ziemlich jeder wegen des Geldes den Verstand."

Amy Poehler, die Nicks Ehefrau Natalie spielt, stimmt dem zu: "Nick und Natalie werden quasi über Nacht reich und verlieren völlig das Gefühl dafür, wie sie auf andere Leute wirken. Sie leben und kleiden sich auf eine liebenswert-absurde Art. Sie sind völlig ahnungslos, wie neidisch Tim und Debbie auf sie sind. Sie gehen einfach davon aus, dass sich jeder, besonders ihre besten Freunde, mit ihnen freut. Es gefällt mir auch, wie Natalie ihren Nick bei all seinen Erfindungen stets unterstützt, obwohl es vor dem "Vapoorizer" zweifelsohne eine Menge Misserfolge gegeben haben muss. Sie ist selbst eine Träumerin und es ist irgendwie schön, dass diese Fantasten den ganz großen Treffer landen."
Nachdem die Vanderparks von plötzlichem Reichtum überrollt werden, treffen sie die drollige Entscheidung, eine riesige Villa- einen Palast vielmehr- direkt auf ihrem alten Grundstück am Ende einer Vorort-Sackgasse zu bauen. Levinson führt aus: "Nick hat ein paar hundert Millionen Dollar und baut sich sein neues Domizil nicht irgendwo in einer wunderschönen neuen Umgebung, sondern direkt gegenüber von seinem besten Freund. So steht auf der einen Seite der Straße ein bescheidenes, normales Haus und auf der anderen Seite diese prächtige Villa. Nick denkt einfach nicht darüber nach, was er Tim damit antut, wenn er jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit auf Nicks prächtige, riesige Behausung starren muss." Jack Black ergänzt: Jür Nick ist es einfach toll, seinen Freund Tim immer noch als Nachbarn zu haben. Er hätte in irgendeinen schicken Ort wie Beverly Hills ziehen können, doch das wäre ihm falsch vorgekommen. So ist er einfach nicht."
Die Gestaltung der Vanderpark-Villa erlaubte Produktions-Designer Victor Kempster, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Er stellte sich einfach vor, wie es wäre, sehr viel Geld und sehr wenig Geschmack zu haben. "Nicks Haus ist unglaublich. Es ist pervers, barock... es ist eine einzige Monstrosität", lacht er. Es sieht aus wie eines dieser riesigen, protzigen Hotels, bei denen einfach alles schief gegangen ist', ergänzt Levinson.

Zusätzlich zu dem absurden Widerspruch eines monumentalen Palastes mitten in einem Mittelklasse-Vorort gibt es in NEID noch weitere visuelle Eigenwilligkeiten. Kempster erinnert sich: "Ich zeigte Barry verschiedene Arten von Vororten und ließ dann am Ende die Bombe platzen: Ein gigantisches Netz von Hochspannungsleitungen, das sich quer über das ganze Viertel spannt. Er war absolut begeistert. Diese Strommasten gaben der Villa eine noch bizarrere Anmutung. Was mir besonders gefiel, war die Absurdität des Ganzen: jemand, der plötzlich stinkreich wird, würde sich wohl kaum ein neues, schöneres Haus an exakt jene Stelle bauen, wo er schon vorher gelebt hat- schon gar nicht, wenn diese Stelle voller Hochspannungsmasten steht. Das wäre einfach lächerlich."

Die Außenansicht der Vrilla war eine Fassade, während die Innenansichten vor allem in einer Villa in Beverly Hills aufgenommen wurden, die all die überlebensgroßen architektonischen Eigenschaften besaß, nach denen Kempster suchte, inklusive einer Bowlingbahn und eines im Haus gelegenen Swimming Pools. Und in Würdigung der Vapoorizer-Erfindung beschloss Kempster, die Einrichtung der Villa unter ein "hündisches Motto" zu stellen: An die Wände hängte er riesige, bunte, comicartige Bilder von Hunden, in den einzelnen Räumen wurden Statuen von Hunden verteilt. In der Villa gibt es aber auch eine riesige Marmorstatue, die Nick auf seinem geliebten Pferd Corky zeigt.

"Barry und ich fragten uns, wie ein Mann, der über Nacht unfassbar reich wird, auf seine neue Situation reagieren würde", erinnert sich Kempster. "Wir beschlossen, dass er sich all das Spielzeug für große Jungs zulegen würde, von dem er schon immer geträumt hat. So bauten wir vor das Haus ein Karussell, eine Gokart-Bahn, einen Platz zum Bogenschießen, einen Baseball-Trainingsareal und mitten in all diesen Dingen befindet sich noch das Zuhause von Corky, Nicks innig geliebtem Pferd. Corkys Stall ist eine maßstabsgerecht kleinere Version der Vanderpark-Villa."

Kostümbildnerin Gloria Gresham, die mit Barry Levinson bereits bei zehn früheren Filmen zusammengearbeitet hatte, ließ bei NEID ihren Geschmack buchstäblich Amok laufen: "Dies war wahrscheinlich die Komödie schlechthin, die ich seit Jahren gemacht habe. Barry gab mir nur eine generelle Richtung für jack Blacks Kostüme: ,Stell Dir vor, wie Ralph Cramclen, die Hauptfigur der klassischen TV-Serie "The Honeymooners"- sich angezogen hätte, wenn er reich gewesen wäre'. Jack war für alles offen. Ihm konnten die Sachen gar nicht zu verrückt sein. Ben dagegen verkörperte einen konservativeren Typ und so fügte sich alles perfekt ineinander."

Gresham erklärt ferner das Farbkonzept ihrer Kostüme: "Wir wollten die Farben der noch normalen Charakter möglichst gedämpft halten. Ben und der noch nicht reiche Nick tragen vor allem Grau, Beige, ausgewaschenes Grün und Blau. Doch als plötzlich das Geld fließt, werden die Farben mutiger und schillernder. Die Kleidung wird protzig."
"Es ist eine alte Geschichte, was Geld aus Menschen machen kann", führt Barry Levinson aus. "Es ist ein Teil des amerikanischen Traums. Viele Menschen, die im richtigen Moment die richtige Idee hatten und etwas Neues erfanden, haben diese Erfahrung gemacht."

Und wie wird man in der modernen amerikanischen Welt reich, wenn man eine neue Erfindung gemacht hat? Mit lauten, marktschreierischen Informercials! Auch der Vapoorizer-Spray findet so in NEID seine Kunden. "Unsere eigenen Informercials zu drehen war ein Riesenspaß", erinnert sich Levinson. "Diese Art von Werbung ist ein fester Bestandteil unserer Kultur geworden und bringt Waren aller Art an den Käufer. Ich bin mir sicher: Wenn man die Infornercials aus NEID herausschneiden und im Shopping-Kanal senden würde, die Leute würden anrufen und den Vapoorizer-Spray bestellen."

 



 

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