A stranger pulled into a deadly scheme races
against time to save his daughter in this thriller. Gene Watson (Johnny
Depp) is an accountant who comes to L.A. with his ten-year-old daughter Lynn
(Courtney Chase) to attend a funeral. On the street, Gene and Lynn are
pulled aside by Mr. Smith (Christopher Walken) and Ms. Jones (Roma Maffia),
who flash what look like police badges and usher them into a van. Gene soon
discovers that he's been kidnapped, and his captors have an unusual demand
-- if Gene does not murder Gov. Eleanor Grant (Marsha Mason) within 75
minutes, his daughter will be killed. Gene now has just an hour and a
quarter to tip off the authorities, spare Gov. Grant, and find out what
Smith and Jones are trying to do, along with saving his daughter's life. He
finds a much-needed ally in one-legged shoe-shine man Huey (Charles S.
Dutton). Most of the action in Nick of Time occurs in "real time," meaning
that the passage of time on screen matches that of real life, as the
frequent shots of clocks and watches will attest. ~ Mark Deming, All Movie
Guide
INHALT: Die Uhr tickt. Unaufhaltsam verrinnt Sekunde um Sekunde, Minute um Minute.
Noch nie spielte Zeit für Gene Watson eine so bedeutende Rolle, noch nie war
sie so kostbar. Eine einzige Stunde wird über sein restliches Leben
entscheiden, so lange nur darf er brauchen, um seine Aufgabe zu erfüllen.
Ein Wettlauf "Gegen die Zeit" beginnt. Kein sonderlich origineller Plot, mag
sich der eine oder andere denken. Doch das Geheimnis von John Badhams ("Ein
Vogel auf dem Drahtseil") Suspense-Thriller aus dem Jahr 1995 liegt in der
Umsetzung: Die Länge des Films entspricht dem zeitlichen Ablauf der
Handlung. Die ganzen 90 Minuten über weiß der Zuschauer nur so viel wie der
Held und geht mit ihm durch ein Wechselbad der Gefühle.
In der Hauptrolle in diesem Pionier-Film des
Echtzeit-Genres ist Johnny Depp zu sehen,
diesmal ausnahmsweise zunächst als völlig durchschnittlicher Bürger. Es ist
Punkt zwölf Uhr mittags, als Gene Watson (Depp) mit seiner sechsjährigen
Tochter aus dem Zug in der Union Station in L.A. steigt. Er ist ein harmlos
aussehender Mann, der in seinem mausgrauen Anzug aus der Masse nicht
heraussticht. Doch genau diese Unauffälligkeit wird dem Buchprüfer zum
Verhängnis. Ein Mr. Smith (Christopher Walken) und eine Mrs. Jones (Roma
Maffia) treten auf Watson und seine Tochter zu und weisen sich als
Polizisten aus.
Ahnungslos tappt er in die Falle. Denn der Mann und die Frau entpuppen sich
als Gangster, die seine Tochter entführen. Sie fordern von ihm, dass er die
Gouverneurin von Kalifornien, die sich im Bonaventure Hotel befindet,
umbringt, andernfalls wird das kleine Mädchen sterben. Mittlerweile ist es
halb eins, Watson hat exakt eine Stunde Zeit, um das Attentat auszuführen.
In Amerika floppte "Nick of Time" an den Kinokassen. Daher wagte es der
Verleih in Deutschland erst gar nicht, den Film in die Lichtspielhäuser zu
bringen.
Der Clou liegt tatsächlich in der
Alltäglichkeit der Situation. Das Opfer der Banditen, Gene Watson (Johnny
Depp), ist ein Jedermann. Ein Typ, der niemandem sonderlich auffallen würde.
Es sei denn, man sucht nach einem, der niemandem auffällt. Dadurch gewinnt
die Handlung gleich ihren besonderen Reiz. Der Zuschauer hat nicht das
Gefühl, daß dieser ungewollte Held ihm selbst irgendwie überlegen wäre, sei
es was Grips, Kraft oder Charakter betrifft. Gene Watson ist genauso ratlos
wie der Zuschauer, was die Lösung dieser plötzlichen und tödlichen
Bredouille betrifft. Nur eins ist klar: In 75 Minuten muß er eine
Möglichkeit finden, sowohl seine Tochter als auch die Gouverneurin zu
retten. Denn eins steht sehr bald fest: Selbst wenn er es wollte, er würde
es nicht fertig bringen, den Abzug zu betätigen.
Und so begibt sich Watson in dem Hotelkomplex, wo sich die Gouverneurin
aufhält, auf die Suche nach Hilfe, ständig beobachtet von seinem bösen
Auftraggeber (Christopher Walken). Daher kann er sich mit kaum jemandem
ungestört unterhalten, abgesehen von einem humpelnden Schuhputzer (Charles
S. Dutton), der anfangs zurecht glaubt, dieser kleine weiße Knilch wolle ihn
verarschen. Und als es ihm doch gelingt, seine Informationen an wichtige
Personen weiterzugeben, muss er feststellen, daß er noch einen weiteren
Gegner hat, mit jeder Menge Einfluss.
Regisseur John Badham (Saturday Night Fever, Wargames) hat sicherlich keinen
perfekten Film gemacht. Obwohl jeder weiß, daß „Nick of time“ in Echtzeit
inszeniert ist, werden überflüssig oft Uhren eingeblendet. So wird man zwar
konstant up-to-date gehalten, bei dieser Häufigkeit hätte er aber fast schon
ein LCD-Display mit Countdown über den ganzen Film einblenden können. So
wirken die Zeiger schnell eher nervig als aufregend. Weiterhin wird die
Handlung, trotz der Jedermann-Charaktere und dem hohen Realitätsanspruch,
gegen Ende ein wenig abstrus und fadenscheinig. Außerdem muß noch eine
komplette politische Intrige eingeführt und erklärt werden, denn aus
irgendeinem Grund muß ja jemand den Tod der Gouverneurin wollen. Dies führt
leider zu einem unbefriedigenden Ende, das in letzter Sekunde noch einen
bitteren Ton setzen will, der einfach nicht passt.
Trotz alledem ist der Film immer noch sehr gut gemacht und in einem
Wahnsinnstempo erzählt, was die knapp bemessene Zeit natürlich mit sich
bringt. Die Prämisse hält die Spannung, die sie verspricht, und die Story
ist schon von daher interessant, da die Idee so verdammt einfach und genial
ist, daß es tatsächlich mal jemand ausprobieren könnte. Und dann sollte man
schon wissen, wie man wieder rauskommt. In jedem Falle ist „Nick of time“
eine geglückte Umsetzung einer schwierigen initiatorischen Aufgabe und daher
das Ansehen allemal wert. Dass der Film mehr Zuschauer verdient hat, trotz
einiger augenscheinlicher Ungereimtheiten (siehe Filmbesprechung unten) als
er bisher hatte, steht außer Frage.
Item: why doesn't Walken "wire" Depp so as
to hear everything he says? Item: why Depp, watched by Walken, thinks he can
talk to Dutton undetected by Walken, simply by covering his mouth with his
fingers? Item: why does Walken not notice this? Item: how does Dutton enlist
aid so lightning fast and organize resistance? Item: what's the vision that
Depp has, of successive killings? Item: how is it that Maffia, trying to
shoot the child at close quarters in the van, keeps missing?
Die beiden Hauptgaranten für den Erfolg des Filmes stehen auch recht schnell
fest. In der Rolle des hoffnungslosen Opfers finden wir einen Johnny Depp,
der recht beeindruckend den besorgten Vater und den unfreiwillig berufenen
Auftragsmörder spielt. Sein Counterpart ist durch Christopher Walken einmal
mehr ganz hervorragend besetzt. „Gegen die Zeit“ verbindet diese beiden so
unterschiedlichen Figuren dann auch entsprechend der erzählerischen
Zielsetzung konsequent und geschickt. So wird Johnny Depp nicht etwa zum
rastlosen Rächer mutieren, sondern irrt die meiste Zeit des Filmes völlig
ziellos umher – stets auf der Hatz nach dem Ausweg und bei dem Versuch, sich
seinen Mitmenschen irgendwie mitzuteilen. Christopher Walken wiederum mimt
das genaue Gegenteil: er ist ausführender Kopf der gesamten schändlichen
Tat, befindet sich stets im Hintergrund und ist dennoch allgegenwärtig.
Schnell werden wir angewidert sein von seiner aggressiven, bestimmenden Art,
von der seelischen Brutalität, die von ihm ausgeht und von seiner
Zielstrebigkeit. Christopher Walken pur, könnte man meinen – schließlich
gelingt es kaum einem anderen, seinen Charakteren soviel Präsenz
einzuhauchen. Zahlreiche kleine Dinge dokumentieren die Gründlichkeit, mit
der hier die Figur des „Mr. Smith“ ausgebaut wurde – teils typisch-grotesk,
oftmals erschreckend real und immer vor allem eines: angsteinflössend!
Johnny Depp macht seine Sache nicht weniger gut. Den „smarten Guy“ lässt er
nur zu Beginn des Filmes ´raushängen. Und auch nur deswegen, weil er sich in
einer speziell dafür konstruierten Szene mit jugendlichen Rowdies
auseinandersetzen muss. In dem Moment, wo in ihm die Gewissheit aufkeimt,
dass er ein gigantisches, eigentlich gar nicht lösbares Problem hat, mutiert
seine Figur zu einem ganz normalen Menschen wie Du und ich. Er ist hin- und
hergerissen, stets in Sorge um seine festgehaltene und ahnungslose Tochter,
hat noch nie einen Revolver in der Hand gehalten und weiß generell gar
nicht, was er tun muss.
http://www.filmszene.de/video/nick.html
"Who are you?"
"I'm the guy, who's gonna kill your daughter,
if you don't get moving."
"Very good, Mr. Watson,
I always knew I can make a killer of you..."
In the thriller "Nick of Time," the ludicrously malevolent duo of Christopher Walken and Roma Maffia select from a train station crowd accountant Johnny Depp and his 6-year old daughter Courtney Chase. They seize them, put them in a van. Depp is handed a revolver and ordered to go to a big political shindig at Los Angeles' Bonaventure Hotel. There he must kill California Governor Marsha Mason who is on a re-election campaign. It is 12:16 pm. If by 1:30 the Governor is not dead, Depp's child will be executed.
Panicked and confused, increasingly desperate to find a way out, Depp makes several attempts at warning the Governor, but they are all foiled by Walken who is omnipresent. Until, that is. . . . but I'm not telling.
There are five principles or guidelines or formulae governing the thriller "Nick of Time." Not all of them work here but they all add pizzazz and excitement to the movie.
One principle is that political conspiracy is a subject so believable that it can paper over at least some of a film's impossibilities, especially a film like this one, as opposed to, for instance, the far more credible "The Parallax View."
Another is "real time," where action and viewing time are the same. Then we get The Worm Turning, as Depp finds unsuspected strength. Fourth and fifth are The Countdown and The Missing Finger principles.
Real-time has been tried before, sometimes convincingly. Alfred Hitchcock's "Rope," an interesting experiment of 10-minute takes, strains at the seams to make all its events fit the movie's running time. "High Noon" does surprisingly well with its packing character depiction and development in its 84 "real time" minutes. The best example I can think of is a sad one, since the filmmaker died so recently. It is Louis Malle's "My Dinner With Andre."
The Countdown formula is in hundreds of movies. Clocks and watches, as in "Nick of Time," in "High Noon," in "Dr. Strangelove," in war films, heist, escape, blackmail pictures and a host of other genres, regularly show the hour and minutes as we near the H-hour. It is also done with digital countdown, as in director John Badham's own "WarGames."
The Missing Finger comes from Hitchcock's "The 39 Steps." An innocent visitor in London gets unwittingly involved in a murderous spying plot, and has to flee. Reaching Scotland, in a manor Robert Donat blurts out to his polite host Godfrey Tearle that the ring-leader has a missing finger. "Like this?" says Tearle, showing his four-fingered hand.
This fits Hitchcock's even larger principle of The Wrong Man, and in thrillers stands for the most unlikely people turning out to be villains.
In "Nick of Time," outside and inside the Bonaventure, just about everyone Depp meets or warns is in cahoots with the plot's instigators. The number of conspirators is incredible, whether they are checkers with metal detectors or portable phones, a man videotaping the meeting, people in the Governor's entourage, others at the highest levels of the political scale.
Helpless Depp goes from one "missing finger" to another. When he does find allies they are both African-American, which satisfies the movie's political correctness and the greedy need for minority audiences. The helpers are successively a young woman then a one-legged Vietnam veteran shoeshine man Charles S. Dutton.
Most of the film is incredible. Item: why doesn't Walken "wire" Depp so as to hear everything he says? Item: why Depp, watched by Walken, thinks he can talk to Dutton undetected by Walken, simply by covering his mouth with his fingers? Item: why does Walken not notice this? Item: how does Dutton enlist aid so lightning fast and organize resistance? Item: what's the vision that Depp has, of successive killings? Item: how is it that Maffia, trying to shoot the child at close quarters in the van, keeps missing?
The list is long. But what would normally require impossible suspense of disbelief gets nicely hocus-pocused from the very start by non-stop suspense, fast action, breathless as well as imaginative cinematography and editing. The camera makes you almost dizzy with its numerous shots, large variety of angles, close-ups, zooms that follow the action. The sound too plays effective tricks (from inaudible to distant to echoey speech and noises) that reflect Depp's agitated state.
This a kinetic movie-movie, not an actors' film, so that the performances are OK. Except for Maffia's overdone nastiness, most of the roles are underplayed, each with almost a single expression. Depp is Everyman in a nightmarish situation; Walken is satanic; Dutton colorful but not in an insulting way; the several villainous roles are properly impassive - and you can tell right away whenever a new bad 'un shows up.
Christopher Walken lives up to his
satisfyingly sinister standard in the role of bad guy Mr. Smith. From
quietly menacing to manic, the audience is treated to several moments of
vintage Walken. Indeed, it's hard to imagine better casting for the part.
"Very playful is
what good actors are, and Depp is wonderful ...Between takes we were always
having fun." (CW)
"I WANTED TO work with
Christopher Walken. He is fascinating. He's this kind of person you can
watch for hours without ever really understanding him. Walken is a
mystery. I loved to work with him, but the mystery is still intact.
Besides, I don't know if anybody can say who Christopher Walken really
is."(Johnny Depp)