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Washington
Irving's tale of Ichabod Crane and the Headless Horseman gets a few new
twists in a screen adaptation directed by Tim Burton. In this version,
Ichabod (Johnny Depp) is a New York City detective whose unorthodox
techniques and penchant for gadgets make him unpopular with is colleagues.
He is sent to the remote town of Sleepy Hollow to investigate a series of
bizarre murders, in which a number of people have been found dead in the
woods, with their heads cut off. Local legend has it that a Hessian ghost
rides through the woods on horseback, lopping off the heads of the
unsuspecting and unbelieving. Ichabod refuses to believe in this legend,
convinced that there must be a logical explanation for the murders. In time,
Ichabod becomes smitten with a local lass, Katrina Van Tassel (Christina
Ricci), who is the sweetheart of the burly Brom Bones (Casper Van Dien), and
he becomes determined to capture the murderer to prove his bravery and win
her heart. Christopher Walken, Jeffrey Jones, and Christopher Lee highlight
the supporting cast; Lee's appearance is particularly apt, since Burton has
cited the Hammer films of the 1960s as a major influence in making this
film. Andrew Kevin Walker and Tom Stoppard contributed to the screenplay. ~
Mark Deming, All Movie Guide
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Chris spielt einen hessischen Söldner, der im
amerikanischen
Unabhängigkeitskrieg wie ein Beserker gewütet hat und ziemlich vielen
Menschen den Kopf abschlug. Er war von einer deutschen "Prinzessin" nach
Amerika geschickt worden, wo er auf seiten der Engländer kämpfte. Aber
anders als seine Landsleute kam er nicht nur wegen des Geldes, sondern wurde
von seinem Blutdurst getrieben. Er wurde 1779 von amerikanischen Soldaten
enthauptet und ist 1799 "wiederauferstanden". Die "Legende vom kopflosen
Reiter" stammt von Washington Irvin.
Inhalt:
Martin Van Garret (Martin Landau) ist der
reichste und einflussreichste Bewohner der verschlafenen Gemeinde Sleepy
Hollow. Seine Kutsche hetzt durch Nacht und Wind, vorbei an Maisfeldern
und Vogelscheuchen, als er ein Pferd mit donnergleichem Hufschlag
herangaloppieren und eine Klinge die Kälte der Nacht sirrend
durchschneiden hört. Mit Entsetzen sieht Van Garrett, dass nur noch der
enthauptete Rumpf seines Kutschers auf dem Bock sitzt. Vergeblich versucht
der alte Mann zu flüchten ‑ nur wenige Sekunden später widerfährt ihm das
gleiche Schicksal...

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New York, 1799: Mit seinen wissenschaftlich
modernen Methoden ist der junge Gendarm Ichabod Crane (Johnny Depp) dem
Gerichtshof schon lange ein Dorn im Auge. Um seinen strengen Realitätssinn
auf die Probe zu stellen, wird Ichabod von Richter Burgomaster
(Christopher Lee) nach Sleepy Hollow geschickt. Dort soll er eine
mysteriöse Mordserie aufklären, die binnen zwei Wochen bereits drei
Menschen Kopf und Leben gekostet hat. Zögerlich macht sich Ichabod auf den
beschwerlichen Weg Richtung Norden. Pünktlich zum Einbruch der
pechschwarzen Nacht erreicht er den Sitz der reichen Grundbesitzer, Familie
Van Tassel, in dem eine Halloween‑Feier in vollem Gange ist. Als Ichabod
auf der Suche nach dem Gutsherren Baltus Van Tassel (Michael Gambon)
gemessenen Schrittes das riesige Wohnzimmer durchmißt, wird er von
einem jungen Mädchen mit verbundenen Augen, Katrina Van Tassel (Christina
Ricci), angehalten und geküsst. Als hätten sie ihr ganzes Leben auf die
Berührung ihrer Lippen gewartet, ist es für beide ein Augenblick voller
Magie. Was Katrinas Galan, Brom Van Brunt (Casper Van Dien), sehr wohl
bemerkt und den Fremden hitzig zur Rede stellt. Doch bevor die urplötzlich
angespannte Situation eskalieren kann, betritt Baltus Van Tassel mit
seiner Frau (Miranda Richardson), Katrinas angeheirateter Stiefmutter,
den Raum und fführt Ichabod ins Herrenzimmer.

Dort haben sich bereits die Stadtältesten
versammelt: Ohne mit den Wimpern zu zucken, behaupten Doctor Lancaster
(lan McDiarmid), Magistrat Phillipse (Richard Griffiths), Reverend
Steenwyck (Jeffrey Jones) und Notar Hardenbrook (Michael Gough)
felsenfest, dass die Morde von dem berüchtigten 'Kopflosen Reiter'
(Christopher Walken) verübt wurden. Zu Lebzeiten soll er ein aus
Deutschland eingeschiffier Söldner gewesen sein, der für seine Grausamkeit
und Blutrünstigkeit bekannt war. Als er schließlich zur Strecke gebracht
wurde, köpfte und begrub man ihn. Nun sei er aus der Hölle zurückgekehrt,
um sein blutiges Werk fortzusetzen. Ichabod tut die Vermutung als
abergläubiges Geschwätz ab, auch als am nächsten Tag das vierte Opfer, der
treue Diener Jonathan Masbath (Mark Spalding), ohne Kopf gefunden wird.
Ichabod will dem Fall auf Verstandesebene begegnen und mit den neuesten
wissenschaftlichen Recherchemitteln auf den Grund gehen, doch kommt er
trotz größter Sorgfalt zu keinem befriedigenden Ergebnis. So erweist er
dem Toten bei der Beerdigung unverrichteter Dinge die letzte Ehre und
nimmt zögerlich das Angebot von Mosbaths Sohn (Marc Pickering) ‑ nun
Vollweise ‑ an, ihm fortan dienen zu dürfen.
Ein vom schlechten Gewissen geplagter
Magistrat Phillipse verrät Ichabod, dass es zwar erst vier Gräber gäbe,
aber bereits fünf Opfer, Ichabod lässt die Gräber öffnen und die Leichen
untersuchen ‑ und muss feststellen, dass das dritte Opfer, eine Witwe,
mit einem Kind schwanger ging. In der Nacht träumt Ichabod erstmals
von seiner Kindheit: Von seiner Mutter, einem unbeschwerten Freigeist,
und seinem Vater, einem grimmigen Mann Gottes. Schweißgebadet wacht er
auf..

Geborgen fühlt sich Ichabod erst wieder,
als er mit Katrina alleine im Kaminzimmer ist. Ein Knistern liegt in der
Luft, wenn die beiden verwandten Seelen zusammen sind. Von ihr erfährt
Ichabod, daß die Van Tassels erst mit Unterstützung der Familie Van
Garrett zu Geld kamen. Zunächst hatten sie in einem kleinen Haus gelebt,
das zuvor im Besitz der Familie von Katrinas Stiefmutter gewesen war.
Ichabod beginnt zu ahnen, dass die Morde durchaus einem logischen Motiv
folgen könnten. Er will den Magistrat Phillipse zur Rede stellen, doch als
er ihn außerhalb von Sleepy Hollow findet, wird ihr Treffen von
ohrenbetäubendem Donner galoppierender Hufe unterbrochen. Erstmals kann
Ichabod den 'Kopflosen Reiter' mit eigenen Augen sehen. Entsetzt wird er
Zeuge, wie die unheimliche Gestalt mit dem Kopf des Magistrats als Beute
entflieht. Ichabod, trotz seiner kühlen Ratio ein zartbesaiteter
Zeitgenosse ‑ wird ohnmächtig und träumt wieder von der Mutter: Das lang
verdrängte Erlebnis, wie sie von seinem Vater gefoltert und in der
Eisernen Jungfrau getötet wurde, springt dabei mit aller Wucht aus den
Tiefen der Erinnerung hervor...

Mit dem jungen Masbath bricht Ichabod auf,
um in den Wäldern von Sleepy Hollow das Grab des 'Kopflosen Reiters' zu
finden und sein Geheimnis aufzuklären. Auf ihrem Weg stoßen sie auf eine
alte Waldhexe, die Ichabod eine beängstigende Vision übermittelt. Später
begegnen sie einer ganz in Weiß gehüllten Reiterin im Nebel: Es ist
Katrina, die längst schon weiß, dass sie unsterblich in Ichabod verliebt
ist und ihr Schicksal untrennbar mit seinem verknüpfen will: Fortan will
sie nicht mehr von seiner Seite weichen. Auch Ichabod kann das Glück, das
ihn erfasst, trotz aller Disziplin kaum verbergen, So führt der Weg das
Trio immer tiefer in den totenstillen Wald hinein, als sie plötzlich einen
bizarren gigantischen Baum entdecken, den Totenbaum. In seinem knorrigen Wurzelwerk
findet Ichabod die Köpfe der Opfer des 'Kopflosen Reiters' ‑ dessen Grab
auch nicht weit ist. Als Ichabod es öffnet, beweist sich die Legende als
Gewissheit: Jemand hat den Kopf des Toten entwendet. Und bis dieser
wiedergebracht wird, muss der ruhelose Geist immer wieder aus der Hölle
zurückkehren ‑ und neue Unschuldige töten.
Dennoch, Ichabod ist sich sicher, dass die Morde von langer Hand geplant sind und der Reiter von einem
Bewohner des Dorfes gelenkt wird. Dabei macht sich langsam ein
schrecklicher Verdacht in ihm breit: Sollte es tatsächlich wahr sein, daß
es Katrina ist, die den Höllenreiter als sein willenloses Werkzeug
nutzt? Und wer sind ihre Hand langer? Ichabod ahnt nicht, dass er sich mit
seiner Vermutung einer weitreichenden Verschwörung selbst in Lebensgefahr
bringt und das Grauen auch vor ihm nicht halt macht. Denn für den
furchtbaren Reiter gilt nur eins: Köpfe müssen rollen...

Zur Produktion
SLEEPY HOLLOW
ist im Jahr 1799 angesiedelt und basiert auf der klassischen Erzählung
"The Legend of Sleepy Hollow" von Washington Irving. Frei nach der
literarischen Vorlage mischt der Film Horror, Phantasy und Romantik und
präsentiert eine einzigartige Gruppe markanter Figuren, die mit dem
Übernatürlichen konfrontiert werden. Kurz gesagt: ein perfekter Stoff
für Meisterregisseur Tim Burton. "Das Drehbuch von Andrew Kevin Walker
war prall gefüllt mit klassisch schönen Horrorbildern", sagt Burton. "Am
Skript gefiel mir besonders, dass es die Originalgeschichte respektiert,
sie aber auf eine ganz neue Ebene transportiert - eine tolle Mischung
aus Drama und Horror. "
In SLEEPY HOLLOW tritt Johnny Depp als
Ichabod Crane auf, ein exzentrischer und engagierter Polizist mit einer
progressiven Vorgehensweise bei der Verbrechensaufklärung. "Ichabod ist
jemand, der der Zeit voraus ist und ihr gleichzeitig hinterherhinkt",
meint Burton. "Es sind die gegensätzlichen Aspekte seines Charakters,
die stets witzig und interessant sind. Eines der ersten Bilder, die ich
in meiner Vorstellung von ihm hatte, war jemand, der mehr oder weniger
in seiner Kopfwelt lebt und damit herrlich konträr zum Reiter ohne Kopf
steht." "Anfänglich reizte mich vor allem die Möglichkeit, wieder mit
Tim zusammenarbeiten zu können. Er ist ein begnadeter Visionär",
berichtet Depp. "Ein zusätzlicher Pluspunkt war, dass ich die Geschichte
liebe und mich die Kultidee vom 'Kopflosen Reiter' begeisterte. Es ist
ohnehin schon eine großartige klassische Erzählung, doch ich wusste,
dass der Film durch Tims Kreativität etwas ganz Besonderes werden würde.
Besonders aufregend bei dieser Rolle ist die Idee einer feinen
Gratwanderung zwischen ernsthaftem Schauspiel und gleichzeitiger
maßloser Übertreibung, ganz in der Tradition der Hammer-Filme mit
Christopher Lee und Peter Cushing. Außerdem reizte es mich, eine
romantische Hauptrolle zu übernehmen, die nicht den typischen
Vorstellungen entspricht. Ichabod verfügt über etliche nervöse Marotten.
Er ist sehr empfindlich und extrem verstockt. Als würde ein sehr dünner
Pianodraht durch ihn laufen, der jederzeit reißen könnte." Zwar findet
sich das Fundament von Depps Figur in Washington Irvings Erzählung
wieder, doch Depp orientierte sich für seine Version des Ichabod Crane
an einigen von ihm sehr bewunderten Schauspielern, wie beispielsweise
seinen verstorbenen Freund Roddy McDowall. Von Angela Lansbury und Tod
auf dem Nil sowie seinen Erinnungen an alte
Schwarzweiß-Sherlock-Holmes-Filme mit Basil Rathbone und Nigel Bruce
ließ er sich ebenso inspirieren.
 Christina
Ricci mimt die bezaubernde Katrina Van Tassel, Tochter des reichsten
Bürgers von Sleepy Hollow. "Auch für mich lag die grundlegende
Motivation darin, mit Tim Burton zu arbeiten", kommentiert Ricci.
"Außerdem bin ich ein riesiger Fan von Drehbuchautor Andrew Kevin
Walker, der aus Katrina eine sehr reizvolle Figur schuf: Sie ist
unschuldig, reinherzig, mag Liebesromane und möchte gerne über den Rand
ihrer kleinen Gemeinde hinausblicken. Und als Ichabod eintrifft,
verliebt sie sich sofort in ihn." Depp fügt hinzu: "Dies ist mit eines
der schönsten ersten Aufeinandertreffen zweier Figuren, die ich bisher
in Drehbüchern gelesen habe. Ich war sehr davon angetan, dass sie sich
kennenlernen, während Katrinas Augen verbunden sind, und sich küssen,
bevor sie miteinander sprechen", fügt Depp hinzu. Ricci ergänzt: "Der
ganze Film dreht sich um eine Art von Schauspiel, in dem alles
überlebensgroß ist. Auch das Vortragen war anders. Es ist nicht einfach,
Dialogsätze wie ‘Ich beklage den Tag, als du nach Sleepy Hollow kamst’
ohne einen zusätzlichen Anflug von Dramatik zu sagen."
Neben der brillanten Besetzung der
Hauptrollen durch Johnny Depp und Christina Ricci haben die Filmemacher
überdies herausragende Nebendarsteller versammelt, von denen viele zu
Englands besten Charakterdarstellern zählen, die allesamt regelmäßig am
London Theatre auftreten. So porträtiert Miranda Richardson Lady Van
Tassel, Katrinas Stiefmutter und Matriarchin des Van-Tassel-Besitztums.
"Für mich ist sie eine Art Neureiche. Sie pflegt – mehr schlecht als
recht - die erkrankte Frau des Gutsherrn von Sleepy Hollow, um nach
ihrem Tod schließlich ihren Platz einzunehmen", erzählt Richardson.
Jeffrey Jones mimt Reverend Steenwyck: "Sleepy Hollow ist eine kleine
Gemeinde mit sehr komplexen und verdrehten zwischenmenschlichen
Beziehungen", erläutert Jones. Und Richard Griffiths, der den
Friedensrichter des Ortes Samuel Phillipse spielt, pflichtet bei: "Alle
Figuren sind auf eine gewisse Art und Weise mit Fehlern behaftet. Sie
alle haben ein Geheimnis oder ein Problem, in meinem Fall sogar beides:
Phillipse ist ziemlich rückgratlos und schuldbelastet - ein moralischer
Feigling, der sich dem Trinken zugewandt hat."
Schauspiellegende
und Hammer-Veteran Christopher Lee absolviert einen speziellen
Cameoauftritt als New Yorker Richter, der Ichabod nach Sleepy Hollow
schickt. "Christopher ist eine gewaltige Persönlichkeit, die Respekt
gebietet", meint Johnny Depp. "Wenn man eine Szene mit ihm dreht und er
auf einen herabstarrt und dich anbrüllt, dann kann man nur noch
denken,‘Mein Gott, das ist Dracula!" Für die
entscheidende Rolle des 'Kopflosen Reiters' wählte Burton Christopher
Walken aus. Was durchaus ironisch ist, wenn man bedenkt, dass Walken
nicht allzu viel für Pferde übrig hat. "Ich habe Angst vor ihnen - und
sie können mich auch nicht besonders leiden", erzählt der Schauspieler.
Tim Burton merkt an: "Die gesamte Besetzung ist unglaublich
ausdrucksstark. Es ist fast schon wie bei den Stummfilmstars. Sie nehmen
etwas ziemlich Absurdes und verleihen ihm Realität. Fantastisch."
Depps Pferd namens Gunpowder (Schießpulver) ist
ein belgisches Zugpferd. Das Pferd des 'Kopflosen Reiters' hieß
Daredevil (Teufelsmutiger) und war aus dem spanischen Seville eingeführt
und von der Pike auf dressiert worden. "Spanische Pferde haben das beste
Temperament", berichtet Dent. "Man muß lediglich zehn Minuten mit ihnen
arbeiten und schon sind sie auf Tour gebracht wie ein Ferrari."
Neben
der Anfertigung von über einem Dutzend Köpfen hatte die
Kreaturen-Abteilung ein noch größeres Projekt zu bewältigen: Den Bau
eines mechanischen Pferdes, das in einer Reihe von Szenen den echten
Hengst des 'Kopflosen Reiters' doubeln mußte. Um eine exakte Nachbildung
zu kreieren, mußte eine lebensgroße Version eines Pferdes gegossen,
geformt und mit Haut und Haaren bedeckt werden. Eine Arbeit, die mehrere
Monate in Anspruch nahm. Die Verschalung wurde dann über einem alten
Pferdemodell - die von Elizabeth Taylor in National Velvet gerittene
Atrappe - angebracht. Dessen mechanischen Gänge hatte das
Spezialeffekte- Team überholt und auf modernen Stand gebracht.
Anschließend wurde das Pferd per Radiofunk programmiert zu traben, zu
galoppieren und seinen Kopf zu heben. Darüberhinaus wurde ihm eine volle
Palette von Gesichtsausdrücken verliehen, wie Augenblinzeln oder Dunst
ausstoßende Nüstern. Das Pferde-Double wurde dann
von Christopher Walken bei den Präzisions- und Nahaufnahmen genutzt.
Walkens lakonischer Kommentar:
"Das ist genau meine Art von Pferd!"
Die Drehorte
von Sleepy Hollow
SLEEPY HOLLOW wurde fast ausschließlich
in England gefilmt. Regisseur Tim Burton sowie Kameramann Emmanuel
Lubezki, Produktionsdesigner Rick Heinrichs und Kostümbildnerin Colleen
Atwood wählten für den Film einen Stil, den Burton als Hommage an die
Horrorfilme der 50er und 60er Jahre beschreibt. Als Anhaltspunkte
empfahl Burton seinem Team, sich Filme wie Mario Bavas Die Stunde, wenn
Dracula kommt (1960), Roman Polanskis Tanz der Vampire (1967) und eine
willkürliche Auswahl von Hammer-Horrorfilmen anzusehen. "Diese Filme
sind wunderschön: Echte Kunstwerke", schwärmt Burton. Die märchenhaften
Bilder von SLEEPY HOLLOW werden durch Lubezkis hochstilisierte
Ausleuchtung und stark begrenzte Farbpalette, die vom Setdesign bis zu
den Kostümen alles durchdringt, noch hervorgehoben. "Wir wollten eine
Art schwarzweiß-Gefühl haben, sehr monochromatisch mit viel Kontrast",
erläutert Lubezki. Die Farbakzente werden allein von der Gaderobe
geliefert."
Nachdem die Filmemacher eine Reihe
von holländischen Gemeinden in Upstate New York und Hudson Valley
ausgekundschaftet hatten, wo das reale Örtchen Sleepy Hollow liegt, war man
sich schnell einig, dass Burtons Vision am besten in einem fast reinen
Studiodreh erzielt werden könnte. Obwohl viele der Dörfer historisch akkurat
waren, kamen sie dem emotionalen Aspekt der Geschichte nicht entgegen. Es
handelt sich bei diesem Film mehr um eine fantastische Erzählung als um eine
realistische Rekonstruktion. Es mussten also bestimmte Elemente hervorgehoben
werden, um das Fantastische zu betonen. Die 'Hammer'~ Leute taten es damals
ganz instinktiv, ohne sich dessen bewusst zu sein. Die Filmemacher beschlossen also, den gesamten Ort Sleepy
Hollow in einer hermetisch abgeriegelten Umgebung zu bauen. So wurde die
Produktion nach England verlegt. Tim Burton hatte bereits 1989 seinen
Batman dort entstehen lassen.
Die
Dreharbeiten begannen in England am 20. November 1998 in den Tonateliers der
Leavesden Studios, wo Produktionsdesigner Heinrichs und seine Mannschaft das
prachtvolle Gasthaus der Van Tassels und den umliegenden Obstgarten
kreierten. Die gesamte Besatzung sowie 75 Komparsen in kunstvollen
zeitgenössischen Kostümen versammelten sich dort für das alljährliche
Erntedankfest und die Ankunft Ichabods in Sleepy Hollow. Für einige Wochen
wurden die Dreharbeiten auf dem Van Tassel-Gut fortgesetzt, bis die
Produktion in die Shepperton Studios umzog, wo die Filmemacher den
beeindruckenden Westwald konstruierten. Der Wald sollte eine große visuelle
Kraft haben, ein Ort, vor dem sich Kinder instinktiv fürchten. Die Art
Directors Les Tomkins und Ken Court überwachten über einen Zeitraum von 12
Wochen die Arbeit der 70‑köpfigen Crew bei der Gestaltung dieses
verzauberten und unheilvollen Sets. Zehn Meter hohe Bäume aus Kunstharz und
Stahl wurden anhand von Gußformen der Eichen im Windsor Great Park
hergestellt, für die echte Zweige unter der Aufsicht des Forstamtes
gesammelt und geliefert wurden. Das Herzstück des Waldes ist der Totenbaum.
Seine wuchtigen Äste sind weitreichend verknotet und sehen so aus, "als ob
ein Todeskampf in einer Holzskulptur eingefangen wurde." Der 'Totenbaum' ist
die Ruhestätte des kopflosen Reiters, ein Tor zwischen unserer Welt und dem
Jenseits. Die Skulptur wurde aus Polyethylen gefertigt und dann mit
Schichten von echter Baumrinde, Moos und Zweigen versehen.
Das ausgefeilteste und ambitionierteste Set
des Films ist der Ort Sleepy Hollow selbst, der auf 20 Acres englischem
Privatgrund (dem Hambleden-Besitz) im Lime Tree Valley, eine Autostunde
nördlich von London, errichtet wurde. Als Burton und sein Team den Standort
das erste Mal inspizierten, fanden sie eine makellose
Wiese
und einen Ententeich vor, von unzähligen Bäumen umgeben. Ein Team von 80
Bühnenarbeitern, Ingenieuren, Malern, Formgießern und Handwerkern arbeitete
vier Monate lang, um zwölf Wohneinheiten, einige davon mit detaillierten
Innenräumen, anzufertigen. Die Kollektion von
zeitgenössischen Bauten, die Produktionsdesigner Heinrichs als 'kolonialen
Expressionismus' charakterisiert, umfasst eine überdachte Holzbrücke, eine
Kirche, einen Krämerladen, eine Arztpraxis, ein Gasthaus, eine Schmiede, ein
Notarbüro, eine Bank, eine Windmühle und mehrere Privathäuser. "Entgegen dem
Sleepy Hollow der Originalvorlage von Washington Irving , der den Ort als
verschlafene holländische Idylle beschreibt, wollten wir ein Gefühl von
erschreckender Ominösität heraufbeschwören", was zweifelsohne auch gelungen
ist. Allein das englische Wetter machte der Crew schwer zu schaffen:
Aufgrund der heftigen Regenfälle spülten reißende Wasserfluten mitten
durch den Ort und ließen das Equipment und die Arbeiter in knietiefem
Schlamm stecken, sodass man extra Straßen bauen und sogar ein
Entwässerungssystem errichten musste.

Später kehrte die Produktion in die Leavesden
Studios zurück, wo inzwischen eine Vielzahl von Sets errichtet worden war,
darunter eine Höhle, eine hydraulisch angetriebene Windmühle und ein
Justizgebäude in New York City mit mittelalterlichen Foltervorrichtungen,
die von Burion, Heinrichs und Spezialeffekt-Supervisor Joss Williams
entworfen worden waren. Die Windmühle bestand aus einer Kombination
von Innen- und Außenbauten, sowohl in voller Größe als auch im
Miniaturformat. "Es gibt keine Windmühle in den Referenzbüchern, die
wie unsere aussieht. Die Flügel gleichen Tim Burton Fledermausflügeln."
Das größte Tonatelier in Leavesden wurde
fast jede Woche neu gestaltet, um es von einem sonnendurchtränkten
Regenwald über ein braches Feld mit Heuhaufen zu einer schneebedeckten
Einöde zu verwandeln. Selbst die in den Deckenstreben nistende Vogelfamilie
wurde von diesem rasanten Wechsel der Jahreszeiten getäuscht: Als die Bühne
für die Winterlandschaft hergerichtet wurde, flogen die Vögel nach nebenan,
wo die Designer einen farbenfrohen Kirschgarten für die
Frühlings-Traumsequenzen entstehen ließen. Um den jeweils
charakteristischen Himmel im Studio zu kreieren, versah Lubezki die Bühnen
mit hunderten an der Decke befestigten Scheinwerfern (Space Lights), die
individuell von einer Dimmerkonsole kontrolliert werden konnten. Vor jeder
einzelnen Aufnahme verbarg die Trickeffekte-Mannschaft die Lichter mit
dicken Nebelschwaden und Rauch, um so die Illusion von Dunst und Himmel zu
erzeugen. Um die Szenen in den Straßen von New York City zu drehen, belegten
die Filmemacher zwei Straßenblocks beim historischen Somerset House nahe
London. Die Szene erforderte zeitgenössische Fahrzeuge, ebensolche
Requisiten und Hunderte von Komparsen, die von Kostümdesignerin Colleen
Atwood elegant ausstaffiert worden waren. "Unser Set war lediglich
Hintergrund für Colleens wunderschöne Kleider", meint Heinrichs. Für Sleepy
Hollow konzentrierte Atwood ihre Nachforschungen auf zeitgenössische Bilder
und Bildbeschreibungen in Büchern von Kostümen. "Da dieser Film keine
Geschichtsstunde sein will, hielt ich die Arbeit aber sehr
impressionistisch", kommentierte Atwood.
Der Film ist eine
Hommage an die schaurig-schönen Trash-Horrorfilme der 50er und 60er Jahre.
Mit fahlem Licht schaffte Kameramann Emmanuel Lubezki eine fast monochrome,
gespenstische Umgebung, die an Unwirtlichkeit kaum zu übertreffen ist. Von
diesem blassen Hintergrund hebt sich das Tiefrot des literweise verspritzten
Blutes hervorragend ab. Tim Burton kann seinem Enthusiasmus des
Märchenerzählers vollen Lauf lassen. Der Film bewegt sich durch düstere
Märchenwälder, zu krächzenden Hexen und einem knorrigen Totenbaum. Burton
scheint seine Erinnerungen an die Schreckensgeschichten aus frühester
Kindheit gebündelt und in einer wahren Bilderschlacht zusammengefasst zu
haben. Er zitiert aus dem Horrorgenre im Allgemeinen und aus seinen Filmen
im Speziellen. So ist Dracula - Christopher Lee in einer Nebenrolle zu
sehen, und auch der Halloween-Kürbiskopf aus "Nightmare before Christmas"
kommt wiederholt zum Einsatz. Der Spaß an der Bildinszenierung eines
"echten" Gruselklassikers ist dem Film in jeder Minute anzusehen. Diese
"liebevolle" Detailarbeit wurde mit drei
Oscarnominierungen (Kamera, Produktionsdesign, Kostüm) bedacht.

TRIVIA:
Christopher Walken, who plays the Headless Horseman, played a
schoolteacher in The Dead Zone, in the beginning of which he
tells his class to read "The Legend of Sleepy Hollow."
The Horseman's horse is named
Daredevil, the same name of Brom Bones horse in Irving's original short
story.
Johnny Depp adopted Goldeneye, the horse that played Gunpowder,
Ichabod
Crane's horse in the film, when he heard it was going to be put down.
The
"headless" is
Ray Park (*1974), a scottish actor,
stunt man and martial artist.
Park appears in the scenes where Walken's character, the Headless
Horseman, appears without his head.
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