en meisten ist Christopher Walken (Geburtsname Ronald-
Ronnie) wohl als Schurke, als nervös blickender, unruhiger Psychopath,
Schurke und Mörder in Erinnerung, wie z.B. als Hessian Horseman in „Sleepy
Hollow“ (1999), in „Nick of Time“ (1995), zusammen mit Johnny Depp, oder als
Gabriel „God´s Army“ (`95, `98, 2000) , der Trilogie um den Erzengel (eine
Traumrolle, wie geschaffen für Walken) oder den Rollen, in denen er bekannt
wurde: in Woody Allen's "Stadtneurotiker" als Duane Hall, aber vor allem als
Suizid-Jüngelchen Nick in "The Deer Hunter", um nur einige zu nennen.
Manche scherzen, er sei aufgrund seines außergewöhnlichen Aussehens mit
einem Raumschiff von einem anderen Planeten gekommen, das er abends wieder
besteige. Er sei unfreundlich, einsilbig, böse dreinblickend. In der Tat ist
etwas Exzentrisches, Mysteriöses an ihm: die Blässe, seine schlaksige Größe
(1,84m)- früher besonders, seine Art zu sprechen: mit abrupten Pausen, in
denen er ins Leere starrt, flüchtig den Blick kreisen lässt ("sinister
faraway stare") eigenen Satzmelodien und Gesten.
Dann seine Stimme, diese unnachahmliche, mit ihren Facetten, manchmal flach,
desinteressiert und monoton, mit seiner eigenen Art der Interpunktion, oder
das plötzliche Herumalbern und mitten im Satz ein scheuer Blick zu Seite,
sehr verlegen wirkend. Im Gespräch hat er die sonderbare Angewohnheit, große
Pausen einzulegen und die Betonung auf falsche Stellen zu legen, die schon
viele Kollegen veranlasst hat, ihn zu imitieren.
... it´s as, if, he´s …..following. The punctuation rules, of
another…….galaxy.....
"Er hat eine sehr außergewöhnliche Art zu sprechen. Er betont in bestimmten
Worten die falschen Silben , und er teilt einsilbige Worte in zwei- oder
dreisilbige." (J. Mohr, ein begnadeter Walken-Imitator)
"Meine Frau sagt, Kevin Spacey imitiert mich am besten. Aber ich habe
einen Freund, der mich auf seinem Anrufbeantworter nachmacht. Wenn ich ihn
anrufe, höre ich: 'Hi, hier ist Chris Walken; ich bin nicht zu Hause, bitte
sprechen Sie nach dem Piepton.' Es ist, als ob ich zu mir selber spreche,
wenn ich eine Nachricht hinterlasse." (CW)
In persönlichen Interviews scheint er weniger sprechfreudig als in seinen
Filmen zu sein (Ausnahmen bestätigen die Regel, besonders Auftritte in
US-Talk-Shows, in denen das Publikum über seine Witzeleien vor Begeisterung
kreischt). Denn kaum für einen anderen Schauspieler werden mehr Monologe
geschrieben als für ihn.
So geschehen in:
„Things to do in Denver..“ (1995): hier sitzt ein querschnittsgelähmter
Mafiaboss in einem Rollstuhl; in Wirklichkeit sitzt ja eigentlich nur ein
Kopf da, der spricht, der flüchtig und cool lächelt, vermischt mit einer
unbarmherzigen, kalkulierten und unmenschlichen Überheblichkeit. Wer also
konnte diesen Kopf wirklich genial darstellen? Es kam nur einer in
Frage.....
"If you are looking for a Christopher Walken type, there are guys who can do
something like that- but I'm the best Christopher Walken." (CW)
"Ich habe eine Theorie, was die Worte betrifft: es gibt 1000 Arten zu
sagen: 'Gib mir bitte das Salz rüber.' Es kann klingen wie: Kann ich jetzt
wohl etwas Salz haben? oder: Ich liebe dich; es könnte bedeuten: ich bin
sehr verärgert; die Liste könnte man beliebig fortsetzen. Worte sind wie
kleine Zündstoffe: sie haben eine Menge Energie in sich."
"Wenn ihr nach einem Christopher Walken Typ sucht, gibt es sicher welche,
die so etwas Ähnliches wie mich zustande bringen, aber ich bin der beste
Christopher Walken." (CW)
Und das meinte er völlig ernst. Er meinte damit einen "ausgefallenen,
interessanten, vielschichtigen Character". Er möchte tiefer schürfen, mehr
sein als nur der Bösewicht. (Gregory Widen, The Prophecy-Regisseur). Und
Chris ist froh, heute nicht mehr dieses mädchenhafte Aussehen zu haben, mit
einem beinahe narzisstischen Einschlag.
Dann sind es aber auch seine physiognomischen Eigenheiten: die hohe Stirn,
die markanten Wangenknochen („an denen man eine Axt schärfen könnte“), die
tiefliegenden intensiven grünen Augen, deren Farbe je nach
Stimmung/Beleuchtung in grau-braun wechselt, sein außergewöhnlich dichtes
Haar...
("People always comment about my hair. It is unusual for a man my age to
have so much."-„My hair was famous before I was.“)
"Die Leute machen so viele Bemerkungen über meine Haare. Es ist unüblich,
in meinem Alter so viel Haar zu haben. Mein Haar war früher berühmt als
ich.“
...seine erwähnte geisterhafte Blässe, die Angewohnheit, sich wie eine
Schlange plötzlich über die Lippen zu lecken. Die blitzschnelle Wandlung von
lächelnder Zuwendung in eisige Verachtung. Seine Intensität auf dem
Bildschirm: all dies fließt in die Darstellung seiner Charaktere, wie
Gangster, Mafiosobosse oder psychotische Engel ein.
„Man braucht mir nicht zu sagen, wie ich böse dreinschauen soll, ich
krieg das schon alleine hin!" (CW zu Regisseur Paul Schrader, der ihm
vorschlug, von unten zu beleuchten, damit er geisterhafter aussah ("The
Comfort of Strangers")
Einige Mafiosi haben Chris sogar zu seiner Darstellung gratuliert.
Monologe hat er in seiner Laufbahn einige bekommen. (so in "True Romance"
oder " Pulp Fiction", aber auch als querschnittsgelähmter Mafioso in "Thing
to do in Denver..." oder als fingeramputierte Geisel in "Suicide Kings")
Andere seiner Kollegen und Kolleginnen (z.B. Alicia Silverstone) bezeichnen
Chris als „supercharming and sunny“, aber auch schwer einschätzbar. Ist er
im Moment engelsgleich oder satanisch ?? Keiner könne Jesus und Satan besser
darstellen als Christopher Walken.
("The only man who could have accurately played both Jesus Christ and Satan
would be Christopher Walken"- Kim Morgan)
"Manchen Leute sagen, ich sei ein Exzentriker, aber das kommt daher, dass
ich vom Planeten Showbiz stamme....Ich bin nur ein bisschen anders als die
meisten." (CW).
"Ich spiele diese vielen Schurken aus dem selben Grund wie ein anderer
eine Reihe Liebhaber spielt oder ein anderer dauernd Komödianten oder
Helden. Ich verkörpere halt die Schurken, weil ich sie schon immer gespielt
habe, und das funktionierte. Filme zu drehen ist nicht billig. Aber mit mir
können sie auf Nummer sicher gehen."(CW, 2001)
In Dutzenden Filmen hat er den bizarren (Pulp Fiction, 1994), den geköpften
(Sleepy Hollow), beunruhigenden (The Deer Hunter, 1978) oder etwas
geistesgestörten Typen (Wild Side, 1995) verkörpert.
"I have a certain way about me that`s strange. Strangeness can translate
into a kind of phobia in people`s minds. It`s fine by me. I work. A lot of
actors don`t." (CW 2000)
Freunden zufolge- und für manche vielleicht erstaunlich oder auch
enttäuschend- sei er jedoch ein sehr situierter, bescheidener, eher scheuer
Mann, der höchst „irdisch“ und bescheiden lebt. Zitat Walken: „Ich würde am
liebsten einen Schwanz haben wie ein Hund, damit die Leute wissen, in
welcher Stimmung ich bin, bevor sie sich mir nähern..“
"Er hat einen besonderen Instinkt, mehr als alle anderen, mit denen ich
gearbeitet habe“, sagt Steven Spielberg, „manchmal kommt mir vor, als
genieße er es, sich selbst zu überraschen. Er erscheint mit einer bestimmten
Idee, eine Rolle anzulegen, am Set, aber wenn die Kamera läuft, wird er
hauptsächlich von seinem unglaublichen Instinkt gelenkt.“
"The Giggler-Der Kicherer"
Das, was ihn von anderen unterscheidet, ist die Tatsache, dass er seit
Kindesbeinen im Showbusiness tätig ist und ihn dies nachhaltig geprägt hat.
Seine Zielstrebigkeit, die „in der Familie liegt“, und seine Liebe zur
Arbeit haben ihm geholfen, sich in einem nicht immer leichten Genre zu
behaupten.
Was nun viele verwundern wird: er lacht gerne und oft, sagt von sich, er sei
ein fürchterlicher Kicherer („I´m a horrible giggler“) und möchte auch gerne
einmal andere Rollen spielen. Er war öfter in Komödien zugegen als in
Horrorfilmen. Warum ist er dann hauptsächlich als Psychopath in Erinnerung
geblieben? Nun, in seinem Heimatland darf man ihn in Talkshows (Saturday
Night Live) hemmunglos herumblödeln sehen, in Sketches, die hierzulande nie
jemand zu Gesicht bekommen hat. Er genießt es, tanzend und singend das
Publikum zu erheitern, in Rollen und Kostüme zu schlüpfen wie das ewige Kind
im Manne, sich selbst auf die Schaufel zu nehmen und die komödiantische Sau
rauszulassen. (Er betont es auch selbst immer wieder gerne, dass er vom
Planeten Showbuziness kommt).
Doch wenn er bei uns von der Leinwand....
finster blickt, diabolisch lächelt, ironisch grinst, eisige Kälte in seinen
Augen liegt,.......
..dann fesselt er sein Publikum mehr als jeder andere. Ja, ich gehe sogar
soweit, zu behaupten, dass sein Gesicht zur Darstellung unheimlicher
Gestalten schier geboren ist. Er erzeugt Gänsehaut. Er ist am Bildschirm
präsent. Er degradiert andere zu Statisten. Und er hat ES. Es, das gewisse
Etwas.
"Etwas Besonderes ist an Christopher Walken: Leute versuchen seit Jahren,
das herauszufinden und in Worte zu kleiden...
....verstörend, verlockend, intensiv, bizarr, unverblümt....
....schon alleine seine Präsenz allein lässt einen Raum voller schnatternder
Leute erstummen..."
"Ein gewisser Teil von mir ist anders. Andersartigkeit kann in der
Meinung mancher Leute in eine Art Phobie umschlagen. Das ist gut für mich.
Ich arbeite. Viele Schauspieler tun das nicht." (CW 2000)
Aber auch wenn Walken den Schurken spielt, dann ist er nicht der typische
Schurke; nein, er ist auch "comical, dysfunctional, scary, mysterious"-
nicht nur einfach böse; oft scheinbar normal und doch irre, undurchschaubar,
unberechenbar. Und sollte er einmal ausnahmsweise nicht den Fiesling
spielen, wirkt er in seinen Filmen meistens auch irgendwie absonderlich. (es
gibt natürlich auch erwähnenswerte Ausnahmen, wie "Puss in Boots" oder
"Pennies from Heaven"). Da von ihm diverse Live-Auftritte in Shows, in denen
er sich komödiantisch austoben kann, bei uns nicht gezeigt werden, bleibt er
seinem üblen Ruf zumindest in unseren Breiten treu.
"...I think when I play these villains, maybe what is different is that the
audicence sees me play these and they know that that's Chris and he's having
fun and he knows that and you know that and everybody knows that." (CW,
2004)
Doch wer genau hinsieht und hinhört, wird merken, dass auch in der
Interpretation von allerschlimmsten Charakteren stets so etwas wie
bizarr-trockener Humor und oft komödiantischer Unterton vorhanden ist (der
allerdings urplötzlich umschlagen kann). Er kommt nun mal vom
Musical-Comedy-Theater, das hat er von der Pike auf gelernt. In den letzten
Jahren schien er sich selber auch gar nicht mehr allzu ernst bzw. selbst auf
die Schaufel zu nehmen ("Country Bears", "Envy")
"...Ich glaube, wenn ich all diese Schurken spiele, dann ist das so- im
Unterschied zu anderen Schauspielern-, dass die Leute wissen, das ist Chris,
der diese Typen immer wieder spielt und dass es ihm Spaß macht, er weiß das,
und sie wissen das, alle wissen das." (CW, 2004)
"The Walkenizer"
"Hunderttausende Schauspieler haben sich eine treue Anhängerschaft aufgrund
seltener, aber erinnerungswürdiger Auftritte geschaffen, aber nur wenige
besitzen die besonderen Merkmale, dass man für ihre Einzigartigkeit eigene
Worte erfindet. In den meisten seiner Filme "spielt" Walken nicht im Sinne
des Wortes. Er "walkenized" sich seinen Weg durch die Dialoge, verleiht
ihnen eine nahezu unbeschreibbare Exzentrik, die zu seiner Spezialität
wurde..."(Daily Cardinal, 2004)
"..sein "Walkenizing" verleiht ihm eine faszinierende Absonderlichkeit.
Manchmal kommt es trotzdem vor, dass sich Walken herablässt und uns daran
erinnert, das er einer der talentiertesten Schauspieler seiner Generation
ist."
"... er kann in eine noch so unbedeutende Rolle schlüpfen und vermittelt
trotzdem automatisch Autorität."
Da er selbst sehr gerne arbeitet, ja dies seine Lebensaufgabe ist, nimmt er
auch immer wieder Rollen als Finsterling an:
"Ich bin eigentlich nicht so wählerisch. Ich schau mir nur kurz an, was
los ist. Ich habe ja sonst nicht viel zu tun. Ich habe nicht viele Hobbies,
ich spiele nicht Golf, habe keine Kinder. Dinge, die das Leben anderer
ausfüllen. Ich versuche immer nur zu arbeiten. Ich arbeite grundsätzlich so
viel, weil ich faul bin."
Den Vorwurf, dass er zu wenig achtsam bei der Rollenauswahl war, musste er
sich schon öfters gefallen lassen. Man hatte ihm auch von Seiten der Agentur
angeraten, etwas wählerischer zu sein.
Er selbst sagt von sich, dass er vielleicht ein bisschen anders sei, aber
nicht seltsam, bizarr oder gefährlich. Er ist „nett“. Er hat einen
wunderbaren Sinn für Humor und das richtige Timing für einen Scherz, ist
jedoch auf Grund seiner abschweifenden Gedanken leicht aus der Konzentration
zu bringen. Das Gespräch wird unterbrochen- es erfolgt ein mehr oder weniger
langer Blick ins „Narrenkastl“, dann erst die Rückkehr auf die Erde- und die
Bereitschaft, das Interview weiterzuführen.
"Ich war immer ein Charakterschauspieler, obwohl ich mir nicht sicher
bin, was das genau heißt. Alle meine Drehbücher sind vollgefüllt mit
Notizen, z.B. wenn ich sage: reich mir das Salz- habe ich 6 Untertöne, mit
denen ich ausdrücke, was ich wirklich damit meine. Vielleicht ist es das,
was den Eindruck vermittelt, dass ich etwas sage, aber an etwas anderes
denke."
"Der Kultstar"
Ist er sich eigentlich bewusst, dass er bereits einen Kultstatus unter
seinen Fans erreicht hat?
CW: Oh, das seien aber gute Nachrichten, er habe das gar nicht so
mitbekommen, da er so oft unterwegs ist. Aber doch, ja, er habe "The King of
New York" gemacht, und nach 20 oder so Jahren rufen ihm die Leute, wenn er
am Flughafen herumgeht, zu: Frank White! Ja, die wissen noch seinen Namen!
Und wie kommt das seiner Meinung nach?
CW: Nun, er habe sehr viele Filme gedreht, vielleicht zu viele. Mit der Zeit
verbinden die Leute sein Gesicht mit dem des Bösewichts.
Chris- die Ikone des Bösen- es scheint sein Schicksal zu sein...und er
schürt es auch manchmal, dieses Vorurteil...
("I don't like to use other people's punctuation. I don't see capitals. I
don't see instructions like when a script says, 'wistfully' or 'hopefully. I
want to decide when the sentence is over. Who is to say when a sentence ends
and another begins? I like to be the one to decide where a sentence will
begin and end." (CW, SF Examiner, 2004)
Sein manchmal offensichtliches Desinteresse an alltäglichen Dingen kommt
davon, dass er sonst von der Flut an Informationen überschwemmt und
„confused" würde. Seine Aversion gegenüber neuesten Geschehnissen, etwa in
Geschichte oder Wissenschaft, beinhaltet selbst grundlegende Dinge wie die
Punktationen in einem Skript. Er streicht diese alle heraus, um seine eigene
Version zu gestalten. Von seiner eigenen, "köstlichen" Art zu reden
abgesehen, legte er auch als Kind die eigentümliche Angewohnheit zutage,
seine Schulbücher mit einem Marker zu attackieren, um alle Kommas,
Anführungs- oder Ausrufezeichen nach seiner eigenen Vorstellung zu setzen,
nach den Worten, die er selbst bestimmen wollte.
So verwirrt, kann es vorkommen, dass er irgendetwas erzählt, aber bereits
etwas anderes in seinem Kopf herumschwirrt. Oder er mag ganz einfach nicht.
Dann muss man ihm alles aus der Nase ziehen. Oder er vollführt-
psychologisch äußerst interessant- die abstruseste Händegymnastik, die man
sich vorstellen kann (Fingerdreieck, Finger falten, Finger kneten, etc.).
Chris ist immer für eine Überraschung gut. Das ist das Schwierige an
Interviews mit Christopher Walken. Man muss es verstehen können, die Fragen
zu stellen, die ihm genehm sind...
"Ich mag die Satzzeichen der anderen nicht. Ich sehe auch keine
Anfangsbuchstaben. Ich sehe keinen Sinn darin, Anweisung zu befolgen, die
einem vorschreiben: sei jetzt etwas leiser oder hoffnungsfoher. Ich selbst
möchte entscheiden, wann der Satz zu Ende ist. Wer kann sich anmaßen, zu
sagen, wann ein Satz zu Ende ist und wann ein anderer beginnt? Ich selbst
möchte das entscheiden." (CW, SF Examiner, 2004)
Dass viele Interviewer darob zunächst arg verunsichert sind, bezeugen
diverse Anfangssätze in Zeitungsartikeln:
"Wenn man Christopher Walken das erste Mal trifft, ist dies eine eigene
Erfahrung. Er hat so viele böse Buben und Verrückte in bald 100 Filmen
gespielt, dass man nicht weiß, soll man seine Hand schütteln oder aus dem
Fenster flüchten, um sein Leben zitternd..." (San Fransico Chronicle, Oct.
2004)
ODER:
"Christopher Walken hat sich in seiner langen und unterschiedlichen Karriere
eine lebenden Mythos erworben. Er wurde oft imitiert, aber niemand hat
jemals seinen unverwechselbaren Stil erreicht. Ich war sehr aufgeregt, ihn
zu interviewen. Er hat so viele Filme gedreht, so viele verschiedene
Charaktere verkörpert, dass ich sehr gespannt war, wie er in Wirklichkeit
ist. Überraschenderweise ist er genau das, was man sich erwartet: eine Art
supercoole Mischung der meistgeliebten Rollen..." (Latino Review, 2004).
"Erwähne den Namen Christopher Walken, und jeder, mit dem du redest, hat
eine eigene, konkrete Vorstellung von ihm. Es gibt nur wenige Schauspieler
auf der Welt, die so einen starken Erinnerungswert aufweisen. Er ist ein
harter und zugleich berührender Mensch, der vielleicht wirklich etwas mehr
als eigentümlich ist. Ein Walken-Character ist brilliant, lebt aber in einer
persönlichen Hölle, die uns Normalsterblichen die Hosen runterreißen würde."
(CW, the Sanest Man in Hollywood, 2004)
ODER:
"Es gibt zwei Dinge, die einem bei einer Begegnung mit Christopher Walken
sofort ins Auge springen: seine Haare und seine Augen. Seine Frisur- wie
auch sein Auftreten-erscheint einem wie eine Naturgewalt, die der
Oscar-Preisträger nicht einmal zähmen könnte, wenn er wollte. Seine Augen
erscheinen uns anders, in dem Sinne, dass ein flüchtiger Blick rundum in ein
plötzliches intensives Anstarren umschwenken kann -- das einem aus der
Fassung bringen kann und den gefährlichen Ausdruck widerspiegelt, der viele
seiner dunklen Charaktere auszeichnet". (Chicago SunTimes, 2004)
Um darauf vorbereitet zu sein, die richtigen Fragen zu stellen, empfiehlt
man im Hause Rosenbaum, stets einen Spickzettel mit dabei zu haben, um nicht
herumzustottern, sollte man ihm zufälligerweise einmal begegnen. (und man
stottert doch: Christopher Walken zu treffen ist ein Nervenkitzel..)
"Ich glaube, Leute verbinden Andersartigkeit mit Gefahr oder persönlicher
Bedrohung. Ich mag zwar anders sein, aber definitiv nicht gefährlich. Das
ist wie mit der Fremdenfeindlichkeit. Man sagte mir einmal, ich sei ein
ausländischer Schauspieler. Und so fühle ich mich. (CW)
"I don't choose that much. I just sort of take what's there. I don't have
much else to do. I don't have a lot of hobbies. I don't play golf. I don't
have any children. Things that occupy people's time. I just try to take
jobs. I basically work so much because I'm lazy."
"I play a lot of people trying to take over the world or whatever..."
"Movies are so expensive to make that the people who make them are trying to
guarantee the outcome. If you demonstrate you're good at something- early on
I probably showed I could do the villain thing."
"Oh, I know I look strange, and strangeness equates into villainy through
the camera (...). "
"I think people equate strangeness with menace or danger. I'm definitely
strange, but I'm definitely not dangerous. It's like a xenophobic thing.
Someone once said to me, you're a foreign actor. That's how I feel." (CW)
"One has to wonder what he'd be doing if he hadn't
become an actor......" (Suntimes, 2004)
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